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SOA

Corporate Performance Management

Analytische Services in einer SOA

In wirtschaftlich angespannten Zeiten, wenn Budgets immer knapper werden, kann sich niemand Fehlentscheidungen leisten. Das Aufspüren von Profit, rigorose Kosteneinsparungen und effektvoller Einsatz der wenigen noch verfügbaren Mittel sind daher absolute Chefsache.

Wolfgang Martin

Business Process Management (BPM) ist ein Rückkopplungs-Modell („Closed Loop“). Das Managen der Geschäftsprozesse steht im Zentrum des unternehmerischen Handelns. Die Prozesse werden unabhängig von der implementierten Applikationslandschaft modelliert, ausgeführt, geplant, überwacht und gesteuert. Die Infrastruktur dazu ist eine Serviceorientierte Architektur (SOA). Corporate Performance Management (CPM) ist ebenfalls ein Rückkopplungs-Modell, das innerhalb von BPM das Planen, Überwachen und Steuern der Prozesse und ihrer Performanz übernimmt. Diese Prozess-Orientierung ist eine Basis-Eigenschaft eines intelligenten und agilen Unternehmens.

Geopolitische Unsicherheiten machen das Planen noch schwieriger, gleichzeitig aber wichtiger als jemals zuvor. Sieger ist, wer seine Strategie und seine Prozesse mit der Geschwindigkeit des Marktes ändern und jederzeit die wechselnden Bedürfnisse seiner Kunden decken kann. Auf die Innovation und Anpassungsfähigkeit der eigenen Geschäftsmodelle kommt es an. Schnelle Reaktionen und pro-aktive Initiativen binden Kunden und schlagen Wettbewerber aus dem Feld.

Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen ist eine solche ‚Agilität' für den Erfolg ausschlaggebend. Eine immer höhere Marktdynamik ist die treibende Kraft. Weitere Antriebskräfte sind die Kosten und die Einhaltung von Vorschriften! Daher konzentrieren sich führende und erfolgreiche Unternehmen darauf, ihre Strategien mittels durchgängiger, intelligenter und industrialisierter Geschäftsprozesse umzusetzen. Prozesse stehen so für das Management im Mittelpunkt des Interesses.

Daher ist Business Process Management (BPM) angesagt, ein ‚closed-loop' Modell, das den Entwicklungs-Lebenszyklus von Geschäftsprozessen beschreibt: Von Analyse und Design über Ablauf und Ausführung bis zum Planen, Überwachen und Steuern der Prozesse. Das Planen, Überwachen und Steuern von Prozessen ist Aufgabe von Corporate Performance Management (CPM) innerhalb von BPM, getreu dem Leitspruch "Man kann nur managen, was man auch messen kann".

Service Orientierte Architektur ist erforderlich

Dabei kommt es auch auf die geeignete IT-Unterstützung mit der richtigen Infrastruktur an. Eine service-orientierte Architektur (SOA) als Infrastruktur für BPM und CPM ist erforderlich, um den Lebenszyklus von Geschäftsprozessen in einem geschlossenen Regelkreis zu managen. BPM und CPM auf einer SOA ermöglichen automatisierte, zuverlässige, revisionssichere und anpassungsfähige Prozesse über Geschäftsfunktionen, Abteilungen und sogar Unternehmen hinweg.

Dank einer SOA werden Prozesse von den zugrunde liegenden IT-Systemen und -Anwendungen unabhängig: Ein Unternehmen kann Prozesse im Einklang mit der Marktdynamik und den Bedürfnissen der Kunden ändern und segelt so immer am Wind. Weiterhin macht eine SOA 'intelligente' Prozesse möglich: Analytik kann in Prozesse eingebettet werden. Analytik ist die Technologie für CPM. Die Aufgabe von Analytik ist dabei nicht nur Analyse und Diagnose, sondern insbesondere das rechtzeitige Erkennen von Problemen, um gegensteuernde Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Analytik muss also auch pro-aktiv sein.

Ein Beispiel aus dem täglichen Leben erläutert, was pro-aktiv bedeutet: In einem Kaufhaus werden die Verkaufsflächen rechtzeitig disponiert, beliefert und nachgefüllt, bevor Produkte vergriffen sind. So wird das Problem vermieden, dass ein Kunde mit Kaufabsicht ein leeres Regal vorfindet und das Produkt nicht kaufen kann.

CPM und BPM gehören zusammen

Geschäftsprozesse sind applikationsunabhängig. Sie orchestrieren die Services gemäß dem SOA-Modell. Die grundlegende Idee der Service-Orientierung ist die Trennung von Prozess-Logik und Geschäfts-Logik. Es gibt vier Klassen von fachlichen Services, Informations- und Daten-Services, analytische Services, operative Services und kollaborative Services: Die fachlichen Services setzen sich aus technischen Services zusammen, die von Drittanbietern, aus den existierenden Applikationen und unterschiedlichen Datenquellen stammen können. Darüber hinaus braucht man Entwicklungs-Services, um neue Services zu bauen, und IT-Management-Services, um Administration, Ausführung und Sicherheit von Services zu managen. Der Enterprise Service Bus kann als intelligente Middleware zur Service-Brokerage verstanden werden. Hierzu gehören auch das Service Directory und die Publikation aller verwendeten Services.

In einem prozessorientierten Unternehmen gehören CPM und BPM zusammen. Das Konzept heißt metrik-orientiertes Management, die Methodologie hierzu ist CPM und die Technologie ist - wie schon gesagt - die Analytik.

Analytik ist grundsätzlich anders als der traditionelle Business-Intelligence-Ansatz. In Prozesse integrierte Analytik ist bei der Entscheidungsfindung der nächste Schritt nach Business Intelligence. Mit traditionellen Business-Intelligence-Werkzeugen (etwa Berichtswesen, Adhoc-Abfragen, OLAP (Online Analytical Processing), Data Mining etc.) war es immer schwierig, die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort für den aktuellen Zweck zur Verfügung zu haben.

Diese traditionellen Werkzeuge gaben nicht das her, was man wollte: Ergebnisse, die man direkt auf Geschäftsprozesse und Strategien anwenden und umsetzen konnte. Der Return-on-Investment (ROI) solcher Werkzeuge war in der Regel sehr niedrig, wenn er überhaupt messbar war. Traditionelle Business-Intelligence-Werkzeuge waren schwer zu handhaben. Nur eine handvoll Experten waren in der Lage, aus den alten Werkzeugen die richtige Information herauszuziehen. Management-Entscheidungen und Maßnahmen wurden auf Grund von Vermutungen getroffen, weniger auf Grund von Fakten. Die Einbettung von Analytik in die Prozesse mit Hilfe einer SOA beseitigt diese Probleme.

Eine SOA macht die geforderte Anpassungsfähigkeit von Prozessen und die Einbettung von Analytik möglich, indem sie die Prozesslogik und den Prozessablauf von der Geschäfts- und Anwendungslogik trennt. Sie ist service-orientiert und verwendet überdies für alle Services ein einheitliches Geschäftsvokabular. SOA unterstützte Prozesse können agieren, nicht nur reagieren. Ereignisse können die Prozesslogik und den Prozessablauf bestimmen.

Beispiel: Die Produktverfügbarkeit sollte das Produktangebot in einem Internetshop steuern. So wird vermieden, dass ein Kunde etwas bestellt, was gerade nicht verfügbar ist. Das wiederum hilft dem Unternehmen, seine Kunden zu halten und seine Einnahmen zu steigern, indem es Alternativprodukte in seinem Shop anbietet. Technisch gesehen wird die Produktverfügbarkeit als analytischer Service in den Bestellprozess eingebettet.

CPM ist ein wichtiger Schritt aufbauend auf Business Intelligence in Richtung optimales Planen, Überwachen und Steuern von Geschäftsprozessen auf der Ebene von Operationen, Taktiken und Strategien. CPM basiert auf dem Prinzip der Zuordnung von Metriken zu Prozessen. CPM beginnt schon mit dem Modellieren und Design operativer Prozesse. Metriken müssen gleichzeitig und parallel mit den Prozessen abgeleitet und entwickelt werden. Ziele müssen messbar gemacht werden. Zielerreichung muss kontinuierlich kontrolliert werden. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Performanz der Prozesse ständig zu überwachen und zu steuern. CPM selbst stellt so auch einen geschlossenen Regelkreis ("closed-loop") dar.

Business Process Management (BPM) ist ein Rückkopplungs-Modell ("closed-loop"). Das Managen der Geschäftsprozesse steht im Zentrum des unternehmerischen Handelns. Die Prozesse werden unabhängig von der implementierten Applikationslandschaft modelliert, ausgeführt, geplant, überwacht und gesteuert. Die Infrastruktur dazu ist eine service-orientierte Architektur (SOA). Corporate Performance Management (CPM) ist ebenfalls ein Rückkopplungs-Modell, das innerhalb von BPM das Planen, Überwachen und Steuern der Prozesse und ihrer Performanz übernimmt. Diese Prozess-Orientierung ist eine Basis-Eigenschaft eines intelligenten und agilen Unternehmens.

Geschäftsprozesse sind applikationsunabhängig. Sie orchestrieren die Services gemäß dem SOA-Modell. Die grundlegende Idee der Service-Orientierung ist die Trennung von Prozess-Logik und Geschäfts-Logik. Es gibt vier Klassen von fachlichen Services, Informations- und Daten-Services, analytische Services, operative Services und kollaborative Services: Die fachlichen Services setzen sich aus technischen Services zusammen, die von Drittanbietern, aus den existierenden Applikationen und unterschiedlichen Datenquellen stammen können. Darüber hinaus braucht man Entwicklungs-Services, um neue Services zu bauen, und IT-Management-Services, um Administration, Ausführung und Sicherheit von Services zu managen. Der Enterprise Service Bus kann als intelligente Middleware zur Service-Brokerage verstanden werden. Hierzu gehören auch das Service Directory und die Publikation aller verwendeten Services.

 

 


 

 CPM bietet Unternehmen klare Vorteile

CPM ist definiert als ein Geschäftsmodell, das einem Unternehmen ermöglicht, Unternehmensziele und Geschäftsprozesse kontinuierlich aufeinander abzustimmen und konsistent zu halten.Es handelt sich um eine Methodologie, die Geschäftsstrategie mit den Geschäftsergebnissen durch Einbettung von Analytik in die Prozesse verknüpft.

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  • Es transformiert Daten in praxisorientierte und umsetzbare Informationen.
  • Es verteilt die richtigen Informationen an die richtigen Mitarbeiter, nicht nur an fortgeschrittene Anwender und Business-Analysten, sondern an jeden innerhalb und außerhalb des Unternehmens, der die Informationen braucht.
  • Es bietet einen hohen Grad an Genauigkeit und Konsistenz der Informationen.
  • Es beliefert das Management mit genau den richtigen Informationen und verbessert so die Ergebnisse.
  • Es liefert die richtigen Informationen an den richtigen Informationsverbraucher an der richtigen Stelle zu genau der richtigen Zeit (das ‚Echtzeit'-Prinzip). 

Der Autor 

Dr. Wolfgang Martin

Dr. Wolfgang Martin ist unabhängiger Analyst. Vor der Gründung des Wolfgang MARTIN Teams war der Autor fünfeinhalb Jahre lang bei der META Group, zuletzt als Senior Vice President International Application Delivery Strategies. Darüber hinaus kennt man ihn aus TV-Interviews, Fachartikel in der Wirtschafts- und IT-Presse, als Autor der Strategic Bulletins zu den Themen BI, EAI und CRM (www.it-research.net) und als Herausgeber und Co-Autor von Büchern. Zu seinen Schwerpunkten zählen:

  • BI/CPM (Business Intelligence/Corporate Performance Management)
  • Business Integration (Business Process Management, Enterprise Service Bus)
  • SOA (Service Oriented Architecture)
  • CRM (Customer Relationship Management)

Sein Spezialgebiet sind die Wechselwirkungen technologischer Innovation auf das Business und damit auf die Organisation, die Unternehmenskultur, die Businessarchitekturen und die Geschäftsprozesse. Er ist iBonD Partner, Ventana Research Advisor (www.ventanaresearch.com) und Research Advisor des Instituts für Business Intelligence der Steinbeis Hochschule Berlin (www.i-bi.de). The InfoEconomist zählte ihn in 2001 zu den 10 einflussreichsten IT-Consultants in Europa.

www.wolfgang-martin-team.net

 


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Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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