Der Produktionsbetrieb in Embrach nahe Zürich durchlief in den vergangenen zehn Jahren eine äußerst dynamische Entwicklung. Mit Gründung der Diener Precision Pumps Ltd und der strategischen Ausrichtung auf Medizinprodukte wurde die Anzahl der Mitarbeiter mehr als verdoppelt. Als weltweit größter Hersteller von Dialysepumpen wurden die Zielmärkte stark auf eine internationale Ebene verlagert.
Die mit der Unternehmensentwicklung Hand in Hand gehenden sprunghaft angestiegenen IT-Anforderungen konnte die bis dahin eingesetzte lokale Softwarelösung nicht mehr ausreichend erfüllen. Neue Kommunikationsstrategien und ein modernes und transparentes Informationssystem waren durch das Wachstum erforderlich.
Im Bereich Logistik, speziell hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit für den medizinischen Sektor, für die Disposition und den Einkauf waren entsprechende neue Software-Features notwendig geworden.
Nach einem sehr aufwändigen Evaluationsprozess mit einem umfangreichen Pflichtenheft durch einen externen Berater wurden letztendlich zwei Anbieter zu den abschließenden mehrtägigen Workshops eingeladen. JET Orbit und Data Systems Austria mit der Schweizer Tochterfirma Heyde punkteten durch Innovation und überzeugende konsequente Ausrichtung auf den Anwender und seine Bedürfnisse. "Der Mut des JET Orbit-Teams neue, innovative Technologien einzubringen und zu nutzen hat uns beeindruckt. Die Aussage "es gibt nichts, was wir nicht können" hat sich bewahrheitet. Alle Vorgaben aus dem Abweichungspflichtenheft wurden umgesetzt. Viel davon ist in den Standard eingeflossen", berichtet Christian Simon, IT-Leiter und Projektverantwortlicher bei DPM zufrieden über die Partnerschaft.
Bei der DPM sind die Bereiche Finanz, Verkauf, Einkauf, Kalkulation, Fertigung, Reporting & Statistik und Qualitätsmanagement sowie eine BDE Integration der sitec systems ag (Oensingen) im Einsatz. Insgesamt arbeiten 30 User auf einer Windows 2003 Plattform mit SQL Server 2000 als Datenbank.
Features wie die Kalkulation in allen Spielarten für Serien- und Einzelfertigung oder die systemunterstützte Rückverfolgbarkeit für die hohen Anforderungen des medizinischen Sektors unterstützen die Mitarbeiter der Firma Diener. So hat jede Pumpe eine Seriennummer aufgrund dieser man auf alle Details wie Prüf- und Messwerte zugreifen kann und Fertigungsaufträge bis zurück zur Bestellung des Rohmaterials zuordnen kann.
Transparente Logistik
Seit der Einführung von JET Orbit ist die Logistik deutlich transparenter und effizienter. Gemeinsam mit der Firma Diener wurde ein Modul für die Reichweitensteuerung entwickelt und damit die innovative Dispositionsstrategie des Unternehmens umgesetzt. Dabei wird das Losgrößenverfahren nach Groff angewendet, wo durch eine statistische Reichweitenrechnung ein bedarfsorientierter Sicherheitsbestand bestimmt wird. Dabei bedeutet "statistisch", dass nicht der tatsächliche Bedarf berücksichtigt wird, sondern der Durchschnitt aus Tagesbedarfen, die innerhalb eines festgelegten Zeitraumes liegen.
Ergänzend können in JET Orbit zukünftige Abgänge und Zugänge berücksichtigt werden. Kundenspezifisch wird eine Formel definiert, die für alle Artikel gilt, denen eine Reichweitengruppe zugeordnet ist. Durch Parameter in den Reichweitengruppen kann artikelspezifisch auf die Variablen der Formel Einfluss genommen werden. Damit erzielt DPM einen optimalen Mittelweg zwischen kleinem Lagerstand und rascher Lieferfähigkeit
Die Übersicht über regelmäßige Bedarfe ist in der Praxis für das tägliche Arbeiten eine gewaltige gedankliche Entlastung und die Lager wurden drastisch reduziert.
Der Verfügbarkeitsmonitor liefert einen Überblick über die Verfügbarkeiten aller Produkte eines Kunden mit allen Baugruppen und Untergruppen laut Stückliste mit Lagerbeständen und Lieferterminen auf einen Blick. Der Anwender wird sofort auf allfällige Fehlteile aufmerksam gemacht. Gegenüber der bisherigen Lagerlisten steht jetzt der aktuelle Lagerbestand realtime zur Verfügung. Die Darstellung der Daten kann userspezifisch gesteuert werden, so dass immer rasch Auskunft gegeben werden kann.
Die Diener AG Precision Machining ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein in der Branche führendes Unternehmen durch innovative Produkte und maßgeschneiderte Dienstleistungen seine positive Entwicklung strategisch vorantreibt.




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8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 