9.15 - 9.45 Uhr: Vortrag: "ERP-Anwenderzufriedenheit in Österreich - Zahlen, Fakten, Ausblick"
Mag. Christoph Weiss, i2s-consulting Büro Österreich
9.45 - 10.45 Uhr: Diskussion: "ERP-Markt Österreich im Umbruch?"
Diskussionsleitung: Dipl.-Ing. Rüdiger Maier, Chefredakteur MONITOR
Diskussions-Teilnehmer

Trotz Globalisierung der IT-Szene: Die lokalen Anbieter haben die Nase vorn. Dies ist wohl die zentrale Erkenntnis der aktuellen ERP-Zufriedensheits-Studie Österreich 2006/2007. So etwas gibt natürlich viel Grund zur Diskussion und widerspricht deutlich den plakativen Aussagen großer Analysten. Aber während sich diese auf den Pressekonferenzen der internationalen Anbieter drängen, hat sich die i2s research erneut in die Untiefen der Praxis und des Tagesgeschäfts aufgemacht und den Anwendern im wahrsten Sinne "auf's Maul" geschaut. Die Ergebnisse der Studie machen es deutlich. Die ERP-Zufriedenheitsstudie zeigt den Markt wie er ist: bunt, beinahe wie ein Zoo, aber bei weitem nicht so eintönig wie der Marketing-Monolog vieler Anbieter. Es gibt wohl kaum eine Informationsquelle über den ERP-Markt in Österreich, die so gut informiert und gleichzeitig so wenig kostet!

Meiner Meinung nach wird es mittelfristig zu einem "Aussterben" von branchenneutraler ERP-Horizontalsoftware kommen und der Markt immer mehr nach spezialisierten Paketen rufen. ERP-Anbieter mit Branchenpaketen samt dazugehörigem Know-how werden sich gegenüber Horizontalpaketen durchsetzen, der Kunde ist auch nicht mehr gewillt, für jede Anpassung Geld zu zahlen, die er in seiner Branche als für selbstverständlich erachtet.
Dienstleistungsumsätze lassen sich daher vermehrt für Consulting und einheitliches Projektmanagement erwirken, weniger in Individualprogrammierung und Customizing. Durch die Globalisierung der Märkte werden sich immer mehr internationale tätige ERP Anbieter mit fremdsprachiger Betreuung vor Ort durchsetzen. Da der Kunde jedoch trotzdem eine individuelle, persönliche Betreuung wünscht, setzt sich der Mittelstands-ERP-Anbieter gegenüber dem Globalen durch.

Die österreichische Wirtschaft ist stark von mittelständischen Unternehmen geprägt. Gerade im Mittelstand entsteht im Zuge der Internationalisierung und zunehmenden Vernetzung eine wachsende Nachfrage an modernen und skalierbaren Unternehmenslösungen. Deshalb verstärkt IFS zusammen mit ihrem Implementierungspartner ERP-Group aus Salzburg die Aktivitäten auf dem österreichischen ERP-Markt.

2007 wird für Infor auf jeden Fall ein spannendes Jahr: Wir stellen unsere SOA-Strategie vor. Damit können unsere Kunden ihre ERP-Systeme und strategischen Zusatzapplikationen wie beispielsweise Performance Management und Customer Relationship Management intelligent miteinander verzahnen. In Österreich sehen wir viele Möglichkeiten, unseren Kunden strategische Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten und damit einen echten Mehrwert zu schaffen. In Osteuropa ist die Nachfrage nach branchenspezifischen, international ausgerichteten, aber dennoch lokal aufbereiteten ERP-Systemen ungebrochen. Wir erwarten daher heuer gute Ergebnisse in Märkten wie beispielsweise Polen, Tschechische Republik, Russland und Ungarn.

Der ERP-Markt wächst allen Unkenrufen zum Trotz stärker als je zuvor. Auch dass nur die großen Anbieter überleben würden, wird von der Praxis Lügen gestraft. Microsoft, SAP und andere haben ihre Rechnung ohne den Kunden gemacht. Die KMUs wollen nicht Größe, sie wollen Kontinuität und Produktsicherheit. Sie wollen keine Nummer sein, sondern suchen Lösungen für ihre Anforderungen und beste Betreuung. ABAS bietet nachweislich all dies seit Jahren. Daher die TOP-Bewertungen in diversen Studien.

Als Präsident der Movex User Group Austria (mugA) und Bereichsleiter des Internen Managements bei Weitzer Parkett werde ich einige Punkte aus der Praxis der IT in die Diskussion einbringen. Die mugA stellt eine Brücke zwischen dem ERP-Anbieter und den ERP-Anwendern dar und ist ein kritischer Betrachter und Gradmesser für die Zufriedenheit der Firmen mit ihren IT-Systemen. Wir betrachten uns als Institution mit dem Zweck sich gegenseitig zu unterstützen, zu informieren und auszutauschen und die Interessen der Mitglieder gegenüber der Firma Lawson zu vertreten.




1/2012
8/2011
7/2011


Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 