Mauro Cristofani, Professor für Etruskologie und Italische Archäologie an der Universität Siena, gibt im Bildband "Die Etrusker" gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern einen umfassenden Einblick in die beinahe vergessene Hochkultur Etruriens. Vom 9. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. besiedelten die Etrusker italienische Küstengebiete am Meer und an einigen Flussläufen sowie große Tuffstein-Hochebenen und legten den Grundstein so bemerkenswerter toskanischer Orte wie etwa Pitigliano, Volterra und Orvieto.
Von der Edition Panorama gibt es mit dem Kalender "Toscana 2007" dazu die Bilder. Der Photograph Jörg Heieck hat das Wesen der toskanischen Landschaft in 12 eindrucksvollen Bildern im Panoramaformat festgehalten. Konzeption, Motivauswahl, Design und Herstellung des Kalenderprogramms dieser Edition wurden bereits mehrmals bei internationalen Photographie- und Designwettbewerben ausgezeichnet.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Reise Know-How Verlag für seinen handlichen Reiseführer "Latium mit Rom". Reisebeschreibungen, Karten, Exkurse, Info-Kästen und ein kleiner Sprachführer machen das Buch zu einem nützlichen Reisebegleiter in der Gegenwart. Venedig hat es dagegen dem amerikanischen Autor John Berendt angetan, der eine unterhaltsame Plauderei über Begegnungen mit interessanten Venezianern und deren Bewunderern verfasst hat. Interessantes Detail: Ausgerechnet am selben Tag im Jänner 1996, als ein Brand einen Großteil des venezianischen Opernhauses "La Fenice" zerstört, fand in Manhattan ein Foundraising-Ball der amerikanischen Stiftung "Save Venice" statt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Geld für die Restaurierung venezianischer Kunst und Architektur zu sammeln. Wer Venedig in großartigen Bildern an seine Büro-Wand hängen will, der sei auf den Dumont-Kalender "Der Traum von Venedig" verwiesen, der die Bilder verschiedener Photographen zu einem Überblick über die geheimnisvolle Lagunenstadt vereint. Ein anderer Amerikaner, Burton Holmes, erfand sogar ein eigenes Wort um über seine Reisen in angemessen unterhaltsamer Weise berichten zu können: Travelogue. Er veränderte die herkömmliche Reiseberichterstattung indem er als Erster schwarz-weiß Photos, von Miniaturmalerinnen kunstvoll koloriert, mit Filmen kombinierte. Der Taschen Verlag produzierte nun zu Ehren des 1958 verstorbenen Meister-Photographen einen opulenten Bildband. (mgr)- Mauro Cristofani: Die Etrusker. Belser 2006
- Georg Henke, Frank Schwarz: Latium mit Rom. Reise Know-How 2006
- Jörg Heieck: Toscana 2007 (Kalender). EditionPanorama 2006
- John Berendt: Die Stadt der fallenden Engel. Pendo 2006
- Der Traum von Venedig (Kalender). Dumont 2006
- Burton Holmes: Reiseberichte. Taschen 2006
Technik, einst und jetzt
Während sich Jules Verne ganz der Wissenschafts- und Technik-Science-Fiction verschrieben hat, dokumentiert das Photografen-Ehepaar Bernd & Hilla Becher seit über 40 Jahren Industriebauten.
Die Hauptmotive der Romane Jules Vernes sind Abenteuer, Wissenschaft und Technik. Das Buch "Die außerordentlichen Reisen des Jules Verne" von Rainer E. Zimmermann versucht, Fragen nach der Wirkung dieser Kombination zu beantworten. Es arbeitet heraus, welche Grundstrukturen des Sozialverhaltens hinter der Rezeption der Bücher stehen und welche Bedeutung Wissenschaft und Technik in diesem Zusammenhang wirklich hatten. Jules Verne wird dafür auch mit seinem Zeitgenossen Karl May verglichen.
Die Auszeichnungen, mit denen das Werk von Bernd und Hilla Becher geehrt wird, reißen nicht ab. In ihrer über vierzigjährigen photografischen Arbeit haben sich die Bechers immer wieder auf dieselben Motive konzentriert und dabei eine Enzyklopädie industrieller Bauten erstellt. Grundformen, so der Titel und auch das Thema des Buches, versammelt 60 Photographien, die das ganze Spektrum der Becherschen Bildmotive - Förderturm und Hochofen, Gasbehälter und Wasserturm repräsentativ erfassen. Der deutsche Schirmer/Mosel-Verlag hat bereits 15 Bände über das dokumentarische Schaffen des Ehepaars veröffentlicht.
- Rainer E. Zimmermann (Hrsg.): Die außerordentlichen Reisen des Jules Verne. Zur Wissenschafts- und Technikrezeption im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Mentis Verlag. 2006.
- Bernd & Hilla Becher: Grundformen industrieller Bauten. Schirmer/Mosel. 144 Seiten, 61 Duotoneabb., 2004.






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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 