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Lösungen

Bundeseichamt für Eich- und Vermessung | HP

BEV: Automatisierte Softwareverteilung

Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) konsolidierte mit Hilfe von HP seine Hardware- und Software-Landschaft.

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Femtosekundenlaser im Einsatz

Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) ist ein Spezialist für Genauigkeit: Rund 1.300 MitarbeiterInnen kümmern sich um Grundlagenvermessung und topographische Erhebungen in Österreich, aber auch um die nationalen Messnormale als Grundlage der gesetzlichen Maßeinheiten. So genau wie bei seinen Messungen nimmt es das BEV auch bei der IT-Infrastruktur: In einem Großprojekt mit HP konsolidierte das BEV seine Hardware- und Software-Landschaft. Im Vordergrund dabei stand die Automatisierung der Software-Verteilung.

Konsolidierung und Automatisierung

"Die Vielzahl an Leistungen, die wir im BEV erbringen, erfordert natürlich auch eine Vielzahl an verschiedenen Software-Anwendungen. Dies fängt bei Vermessungs- und Statistikprogrammen an und geht bis zu üblichen Office- und Grafikanwendungen. Über die Jahre hinweg hat sich dabei ein wahrer Software-Wildwuchs entwickelt", erklärt Dipl. Ing. Thomas Matausch, Leiter der Abteilung Informationstechnik beim BEV, die Ausgangslage. Zuletzt waren rund 1.700 unterschiedliche Software-Pakete auf den Rechnern der MitarbeiterInnen installiert. "Der Aufwand bei Wartung und Updates war enorm, nicht zu vergessen, die Kosten, die jede einzelne Lizenz eines Software-Programms verschlang. Die Konsolidierung der IT-Landschaft und die Automatisierung der Software-Verteilung waren daher absolut notwendig", so Matausch weiter.

Nach einer umfassenden Analysephase der notwendigen Anforderungen der einzelnen Abteilungen und ihrer MitarbeiterInnen sowie einer öffentlichen Ausschreibung entschied das BEV Ende 2005, das umfangreiche Projekt mit HP und Kapsch BusinessCom umzusetzen. Das Leistungsportfolio bei diesem Projekt umfasste dabei die komplette Umstellung der 1.500 PCs und Notebooks auf HP-Produkte, die Zentralisierung der Software-Verteilung mit der Software-Management-Lösung HP OpenView Radia und die Services bei der Implementierung.

"HP OpenView ermöglicht eine optimale Ausrichtung der IT auf die Geschäftsprozesse, die Automatisierung der IT-Prozesse und darauf basierend die Optimierung der IT-Infrastruktur", erklärt Mag. Jürgen Weiß, Leiter des Geschäftsbereichs Software bei HP Österreich. "Mit HP OpenView Radia lassen sich das Patch-Management, die Verwaltung der Betriebssysteme und das User-Management übersichtlich verwalten und einfach optimieren. Damit können beispielsweise Systemausfälle durch Security Patches vermieden, Sicherheitslücken geschlossen und durch eine genaue Ermittlung der eingesetzten und genutzten Lizenzen an den einzelnen Arbeitsplätzen die Kosten gesenkt werden. Zudem lassen sich bei Anwendungen auf PCs und Notebooks Änderungen einfach und kurzfristig aktualisieren."

Zusätzlicher Nutzen für das BEV: HP OpenView Radio arbeitet mit dem Software-Modul HP OpenView Service Desk zusammen, das das BEV ebenfalls im Einsatz hat. Hierüber können bei auftretenden IT-Problemen schnell Lösungen gefunden werden.

Software auf Knopfdruck

GPS-Messung

"Am Anfang war der Arbeitsaufwand höher, nun erleben wir aber eine drastische Reduktion der kosten- und zeitintensiven Teilschritte. Der Gewinn ist nicht kurzfristig, mittelfristig bietet die neue Lösung aber sehr große Vorteile", freut sich Matausch. Mit einem einzigen Knopfdruck können nun ganze Software-Pakete bzw. Updates auf den Rechnern am Arbeitsplatz automatisch installiert werden. Und auch das Neuaufsetzen der Software beim Hardwaretausch wird dadurch komplett automatisiert. "Der Rolle des Mitarbeiters im Unternehmen und den einzelnen Bedürfnissen und Anforderungen entsprechend schnürt die IT-Abteilung nun zentral die passenden Software-Pakete und testet sie vor der Verteilung. Am Arbeitsplatz selbst genügt dann ein Druck auf die Taste F12 - und die neuen Programme werden automatisch aufgespielt."

Während die Implementierung und Umsetzung des Projekts nahezu reibungslos verlief, hatten Matausch und sein Team jedoch vor allem mit der Akzeptanz der zentralen Software-Verteilung bei den Abteilungen und Mitarbeitern zu kämpfen. "Durch die Umstellung waren es viele nicht gewohnt, sich nun nicht mehr selbst Software nach Bedarf und Belieben auf den lokalen Rechner aufspielen zu dürfen. Software jedoch ist ein Kostenfaktor, der oft unterschätzt wird. Da bedurfte es teilweise einiger Anstrengung, die Mitarbeiter von den Vorteilen des neuen Systems zu überzeugen", so Matausch.

Mit den neuen HP-Rechnern und HP OpenView Radia verfügt das BEV nun über eine automatisierte und standardisierte IT-Infrastruktur. "In der nächsten Phase geht es für uns darum, die neuen Prozesse zu leben und weiter davon zu profitieren", erklärt Matausch. HP OpenView Radia liefert die Basis für eine umfassende Configuration Management Database (CMDB), die Tag für Tag mit den aktuellen Informationen "gefüttert" wird. In der Datenbank werden alle relevanten Konfigurations-Informationen über Software, PCs, Peripheriegeräte, Dokumentation oder IT-Services erfasst und zu Configuration Items zugeordnet, die wiederum Teil der entsprechenden IT-Services sind. Zusätzlich werden Abhängigkeiten dieser Elemente untereinander gespeichert.

"Die in der Datenbank erreichte Konsolidierung der Configuration Items bringt vor allem bei einem Fehlerfall große Vorteile, da die relevanten Informationen nicht in verschiedenen Datenbanken verstreut liegen, sondern einfach und übersichtlich zugänglich sind", betont Matausch. "Dank der guten Zusammenarbeit mit HP und Kapsch BusinessCom sind wir nun auf dem besten Weg zu einem professionellen Change Management."

Über das BEV

Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) ist eine dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit nachgeordnete Bundesbehörde mit den Aufgabenbereichen Vermessung und Geoinformation und Mess- und Eichwesen. Sitz der Zentrale ist Wien, österreichweit ist das BEV mit 67 Dienststellen vertreten. Aufgabenschwerpunkte des Fachbereiches Vermessung und Geoinformation sind die Grundlagenvermessung, die Anlegung und Führung des Katasters und die topographische Landesaufnahme. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden für ganz Österreich in Form von Plänen, Karten, Luftbildern und Verzeichnissen dargestellt. Die Grundstücksdaten, die Koordinaten, die Katastralmappe, das Geländehöhenmodell und die topographischen und kartographischen Modelle werden in Datenbanken gespeichert und verwaltet. Der Fachbereich Mess- und Eichwesen umfasst das Nationale Metrologie-Institut (NMI) und bildet mit den Eichämtern die nationale Eichbehörde von Österreich.

Das NMI hat die Aufgabe, für die gesetzlichen Maßeinheiten die nationalen Mess-Normale aufzubewahren und für ihren internationalen Anschluss zu sorgen sowie Darstellungsverfahren festzulegen. Als Eichbehörde ist das Mess- und Eichwesen mit allen Aufgaben des gesetzlichen Messwesens betraut. Mehr Informationen zum BEV finden Sie im Internet unter www.bev.gv.at

www.hp.com/at

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