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Netz & Telekom

Firmenporträt WildPackets

Durchblick im Netzwerk

Das kalifornische Unternehmen WildPackets liefert seit 1990 Lösungen zur Fehleranalyse in Unternehmens-Netzwerken. Im MONITOR-Gespräch erläutern John Bennett und Dovid Coplon am Hauptsitz des Unternehmens in Walnut Creek die aktuellen Entwicklungen.

Analyse in Echtzeit

"Unsere deutsche Niederlassung haben wir nach der Cebit 2006 gegründet, um auch im deutschsprachigen Markt stärker wahrgenommen zu werden", so John Bennett, Vice President Marketing. Begann man zunächst mit Ethernet-Protokoll-Analyse, so kam bald mit AiroPeak eine Lösung für WLANs dazu. "In unserem 2003 vorgestellten Produkt OmniPeak haben wir dann alle Analyse-Fähigkeiten vereint", erläutert Dovid Coplon, Director of Product Management.

Heute werden die Produkte des Unternehmens (ca. 95 Mitarbeiter) vom Desktop bis zum Datenzentrum, von Wireless LANs bis zu Gigabit-Backbones, in lokalen Segmenten und in verteilten Netzwerken eingesetzt. Die Produkte werden in über 60 Ländern über ein breites Netz an Partnern verkauft und von über 5000 Kunden eingesetzt. "Wir sehen weiter eine deutlich steigende Nachfrage nach Netzwerk-Performance-Meßprodukten, da die Netzwerke immer stärker genutzt werden und die Leistungsfähigkeit der Netze oft beeinträchtigt ist", so Bennett.

Fehlerfindung in Echtzeit

John Bennett, Vice President Marketing von WildPackets:“Wir wollen mit unseren Lösungen heuer neue Märkte und neue Personen ansprechen!“

Wichtig bei den Analysen sei auch das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten: "Viele Administratoren wissen einfach nicht, wo die Schwachstellen in ihrem Netz sind und wann diese zu Engpässen werden." Neue Entwicklungen wie Skype erschweren die eindeutige Analyse zusätzlich. Und auch aus Sicherheitsüberlegungen wächst derzeit der Bedarf, einen guten Überblick über die Unternehmens-Netze (WAN, LAN, WLAN etc.) zu haben. "Unsere Analysegeräte sind überall dort installiert, wo Pakete geschickt werden und wo kritische Kreuzungen sind", erklärt Coplon.

Ein zentraler Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten ist die "Real-Time-Analyse": Während andere Systeme die Pakete erst "fangen" und dann analysieren, passiert die Analyse hier in Echtzeit. "Für die Echtzeit-Fähigkeit haben wir viel Intelligenz in unser System gepackt, um Probleme sofort erkennen zu können", so Coplon. Dank des integrierten "Experten-Systems" verringern sich auch die falschen Alarme. "Wenn wir heute etwa bei VoIP (Internet-Telefonie) einen Qualitätsverlust bei der Sprache feststellen, können wir sehr zielgenau analysieren, wo das Problem liegt", so Bennett.

Kooperationen für neue Produkte

Dovid Coplon, Director of Product Management: „In unserem 2003 vorgestellten Produkt OmniPeak haben wir alle Analyse- Fähigkeiten vereint.“

Für die weitere Entwicklung lassen sich die Unternehmens-Produkte auch gut mit Entwicklungen anderer Unternehmen kombinieren. "Kürzlich haben wir mit A10 Networks eine Kooperation geschlossen, die es Unternehmen erlaubt, etwa beim Einschleppen eines Virus im Unternehmen sofort den Verursacher festzustellen", erläutert Bennett. "Solche Integrationen und Kooperationen sind für uns essentiell und wir werden sie für verschiedene Branchen laufend fortsetzen!" Zielgruppen sind beispielsweise Geldinstitute, öffentliche Verwaltungen oder auch SAP- und Oracle-Nutzer.

Durch die Kooperation mit Splunk - das ist eine Suchmaschine, die es erlaubt, Log-Files und andere IT-Daten zu indexieren, zu suchen und zu verwalten - können IT-Administratoren nun die von beiden Systemen gesammelten Daten von einem beliebigen Ort aus auswerten (Remote Control). Die Zusammenarbeit mit Gigamon (Produkt: GigaVUE Data Access Switch) wiederum erweitert das Anwendungsspektrum der Analyse-Werkzeuge auf 10 Gigabit Netzwerke von Layer 2 bis Layer 7.

"Wir wollen mit unseren Lösungen - von der VoIP-Analyse über die Messung der Anwender-Zufriedenheit bis zur forensischen Suche nach Viren etc. - heuer neue Märkte und neue Personen ansprechen", blickt Bennett in die nahe Zukunft. Die Aktivitäten in Europa sollen ausgebaut werden, Kooperationen für spezifische Branchenlösungen werden auch hier angestrebt. Mit einem eigenen Entwickler-Programm ist man zudem auf der Suche nach praktischen "Plug-In`s": "Das durch Partner entwickelte und bisher am stärksten genutzte Plug-In ist das von Google Map, das die Lage der genutzten Internet-Knoten anzeigt", so Coplon. Damit ist es auch den Website-Administratoren möglich zu sehen, woher ihre Besucher kommen.

www.wildpackets.com

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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