Während sich das Unternehmen selbst auf Groß-Lösungen für Carrier konzentriert, bleibt den Partnern das Geschäft mit den Unternehmen. "Wir sind ohne Venture Capital seit über neun Jahren profitabel, was in diesem Umfeld eher untypisch ist", erklärt Doyle. Für ihn gibt es eine klare Verbindung zwischen dem heute weit verbreiteten E-Mail und VoIP (Voice over IP): Beide Systeme beruhen auf dem "Domain Name System" (DNS). Während allerdings die heute zu privaten Zwecken genutzten VoIP-Systeme wie Skype, Google etc. alle proprietär sind - also nur innerhalb des Systems genutzt werden können - setze das Unternehmen bei seinen Lösungen immer auf offene Standards. "Es wird sicher noch zwei bis drei Jahre dauern, bis sich diese offenen Standards durchsetzen. Aber für einen wirklichen Einsatz im Geschäftsleben ist das der einzige Weg", analysiert Doyle.
Pronto!
Wenn Doyle auf den neuen Webmail-Client Pronto! zu sprechen kommt, merkt man ihm die Begeisterung an: "Wir wollten E-Mail und Kalenderfunktionen eng integrieren, um so den Nutzern ein wirklich gutes Produkt anbieten zu können." Der Client ist ein Teilprojekt des gemeinsam mit Voxeo entwickelten neuen Kommunikationsservers. Das Projekt Office Lingo kombiniert standardbasierte IP-PBX, sprachfähige IVR, Conferencing, Presence und Unified Messaging in einem einzigen Kommunikationssystem für Unternehmen.
"Durch die zentrale Wartung des Gesamtpakets reduzieren sich die Kosten und Komplexität, die ansonsten durch Einsatz, Integration und Wartung der einzelnen Komponenten anfallen", unterstreicht Doyle die Vorteile. Zusätzlich bietet die Lösung verschiedene Open Source Applikationen wie VoiceXML und CCXML einschließlich Auto Attendant, Voice Mail, Conference Manager und Applikationen für Branchen. "Mit unseren 15 Jahren Erfahrung mit Großlösungen wollen wir jetzt über unsere Partner vermehrt Firmen davon überzeugen, dass integrierte Kommunikation auch einfach möglich ist", blickt Doyle zuversichtlich in die Zukunft.
Mit VoIP durchstarten.
Das Unternehmen startete im vergangenen Sommer die "Trade In und Trade Up-Kampagne" für veraltete E-Mail-basierte Lösungen, um SIP-Kommunikation und IMS-fähige Applikationen voranzutreiben. Carrier und ISPs können ihre alte E-Mail-Software in Zahlung geben und laut Unternehmensangaben bis zur Hälfte der bisher anfallenden Wartungs- und Support-Ausgaben sparen. Das Programm bietet weiterhin die Möglichkeit, auf neue Mehrwert-Services wie VoIP, SIP/XMPP-basiertes IM oder Hosted PBX aufzurüsten.
Man sehe bei Carriern einen wachsenden Bedarf an integrierten Plattformen für alle Formen der IP-Kommunikation. Die offene SIP-basierte Kommunikation werde dabei immer mehr angenommen. "Anwender über eine Telefonnummer an einen Ort zu binden oder Roaming-Gebühren für andere Orte zu verlangen, wird durch mobiles und portables VoIP abgelöst. Jeder wird über eine Adresse immer und überall erreichbar sein", so Doyle.




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