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Editorial

Editorial Februar 2007

Ein Jahr der Veränderungen

Irgendwie sind wir die dauernden Veränderungen in der IT-Branche ja schon gewohnt. Die Marktforscher IDC und Gartner sagen allerdings gerade für heuer wesentliche strukturelle Umwälzungen voraus. Ein Termin steht dabei auf jeden Fall fest: Die ITnT vom 30.1. bis 1.2. am Messegelände Wien.

Geht es nach den Prognosen der Analysten, dann wird 2007 ein Jahr großer Umbrüche in der IT-Industrie. MONITOR-Autor Alexander Hackl hat sich die Vorhersagen im Detail für Sie angesehen und dabei etliche Übereinstimmungen gefunden. IDC spricht vom "verkehrten Markt": "Small Business wird groß werden, mehr Software wird zum Service, mehr Service wird zur Software, Business-Player werden sich mehr wie Consumer-Player verhalten und Consumer-Player wie Business-Player, Kabel-Anbieter werden zu Telekom-Anbietern, Telekom-Anbieter als IT-Player auftreten und Internet-Video wird immer TV-ähnlicher". Auch Gartner erwartet einen signifikanten Umbruch in der Branche: Prioritäten, Märkte, Unternehmenskulturen und Technologien werden sich rapide ändern. Einig sind sich die beiden Marktforscher mit der Einschätzung, die IT müsse vor allem danach trachten, einen quantifizierbaren Mehrwert zu liefern, der dem Business insgesamt hilft, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Die heute so oft beschworenen Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) stehen weiter im Zentrum der Aufmerksamkeit: Ihr überproportional hoher Anteil wird laut IDC zu einer strategischen Fokussierung der Anbieter auf diesen Marktsektor führen. Wichtige Software-Player wie SAP, IBM und Microsoft werde das sogar zu einer Überforcierung ihrer "Software-as-a-Service"-Modelle (SaaS) verleiten. Informieren Sie sich ab S. 6 im Detail darüber, was sich 2007 im IT-Markt so alles verändern wird.

MONITOR auf der ITnT

Vom 30. Jänner bis 1. Februar 2007 rückt die ITnT am Wiener Messezentrum die IKT-Branche wieder in den Mittelpunkt. Im dritten Jahr der Messe ist sie flächen- und ausstellermäßig weiter gewachsen und findet nun zum ersten Mal in zwei Hallen (A und B) statt. Daher finden Sie im "Thema" dieser Ausgabe alle Informationen über die Aussteller auf mehr als 30 Seiten versammelt (ab S. 13). Das Messe-Konzept beruht auf drei Säulen: Software & Services, Infrastructure & Solutions sowie Telecommunications & Solutions.

MONITOR ist auf der ITnT in Halle A mit einem eigenen Stand vertreten (102). Mit dabei sind auch heuer wieder die Experten für ERP-Anwenderzufriedenheit (ERP-Zufriedenheitsstudie) von i2s und Trovarit. Das letztgenannte Unternehmen präsentiert außerdem den IT-Matchmaker, eine Datenbank zur Business-Software-Vorauswahl (vor allem auch für ERP-Systeme). MONITOR ist heuer in den Key Note Areas zu den Themen ERP und Mobile Business aktiv. Am Donnerstag, 1. Februar (9.15 Uhr), präsentiert Christoph Weiss von i2s Österreich zunächst Zahlen und Fakten aus den bisher durchgeführten ERP-Zufriedenheitsstudien. Gleich anschließend ab 9.45 Uhr diskutiert eine hochkarätig besetzte Runde (siehe S. 18) unter meiner Leitung zum Thema: "ERP Markt Österreich im Umbruch?" (Key Note Area, Halle A). Am Nachmittag widmet sich eine zweite illustre Diskussionsrunde (siehe S. 20) unter meiner Leitung ab 14.45 Uhr dem Thema "Mobile Business: Einsatzszenarien, Lösungsansätze und Nutzenpotenziale" (Key Note Area, Halle B). Das MONITOR-Team freut sich auf Ihren Besuch am Stand bzw. bei den Diskussionen!!

IT-Ausfall richtig kalkulieren

Vor den erheblichen Gefahren und wirtschaftlichen Schäden eines IT-Ausfalls wird häufig gewarnt. Aber wie soll man sich nun wirklich wappnen gegen solche unerwünschten Vorfälle? MONITOR-Autor Lothar Lochmaier hat für Sie recherchiert und dabei festgestellt, dass Experten vor allzu einfachen Methoden zur Kalkulation möglicher Schäden warnen. Fest steht jedenfalls, dass ein klar umrissenes Prozedere für den Notfall die Zeit bis zum erfolgreichen "Wiedereintritt" in den Markt verkürzt. Gleichzeit fällt es aber vielen Unternehmen schwer, die für sie relevanten Risiken konkret einzuschätzen. Es macht nämlich schon einen großen Unterschied, ob es sich um den systembedingten Ausfall bei einer Flugreservierung oder einem Online-Broker handelt, oder aber bei einem Unternehmen, das weit weniger kritische Prozesse im Internet betreuen muss. Lesen Sie den ganzen Text in unserer Rubrik "Strategien" ab S. 48.

Vielleicht haben Sie nach all den Umwälzungen in der IT Lust, mich ab S. 76 nach Japan zu begleiten. Auch dort zeichnen sich erhebliche gesellschaftliche Veränderungen ab. Traditionell ist jedoch weiterhin das Verhalten im Geschäftsleben, über das Sie im "Business-Knigge Japan" die wichtigsten Dinge erfahren.

Wir sind auch 2007 bestrebt, Ihnen im anhaltend turbulenten IT-Markt wichtige Informationen und Tipps mit auf den Weg zu geben, damit Sie weiterhin erfolgreich im Geschäft bleiben, versichert Ihnen Ihr

Rüdiger Maier

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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