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Kommentar von Rudolf Korbelius, Softlab

SOA und BPM - am Weg zum Erfolg?

Die Erkenntnis aus Integrationsprojekten zeigt uns: Die Datenintegration und -bereinigung macht ein Unternehmen überlebensfähig, aber erst die Prozessintegration macht ein Unternehmen konkurrenzfähig.

Ing. Rudolf Korbelius ist Senior Projekt Manager und Senior Berater bei Softlab und Experte für EAI und BPI

Diese Erkenntnis scheint sich nun auch bei vielen Unternehmen durchgesetzt zu haben. Denn wie auch am diesjährigen EAI Forum in Frankfurt zusammenfassend festgestellt wurde, ist Geschäftsprozess-Management und Service Orientierte Architektur im Markt angekommen. Damit betreten wir neben der Bühne der IT-Integration, auf der Begriffe wie EAI (Enterprise Application Integration) und SOA bereits platziert sind, zusätzlich die Bühne der Geschäftsprozessgestaltung, ihrer Modellierung, aber vor allem ihrer Handhabung als Werkzeug einer flexiblen und agilen Unternehmenssteuerung.

Der Schulterschluss zwischen SOA (Service Oriented Architecture) und BPM (Business Process Management), zwischen IT-Architektur mit ihren technischen Umsetzungskonzepten sowie aktiven Geschäftsprozess-Management, scheint nun wirklich statt zu finden.

BPM und SOA haben sich aus der Begriffswelt, in der sie lange als Buzzwords Bestand hatten, erhoben und werden nun umgesetzt und gelebt. Die Kombination dieser beiden konzeptuellen Ansätze überbrückt nun die Kluft, die sich zwischen den Anforderungen einer IT und den Fachabteilungen in der Definition ihrer Geschäftsprozesse und funktionalen Abläufe aufgetan hatte. Gemeinsam scheinen nun die Schwierigkeiten überwindbar zu sein. SOA als ein Management- und Architekturkonzept und BPM als Voraussetzung zur Übersetzung fachlicher Anforderungen in die IT.

Doch ist die Welt nun wirklich so perfekt, wie sie vorgibt zu sein?

Meist bringt die Einführung einer Service Orientierten Architektur als Unterstützung und notwendige Basis eines aktiven Geschäftsprozess-Managements in der Anfangsphase erhöhte Kosten und wenig unmittelbare Auswirkungen in der Beschleunigung der gelebten Prozesse innerhalb einer Wertschöpfungskette im Unternehmen. Ist die Installation einer SOA und die Implementierung von Services nur ein vermeintlicher Nutzen; ermöglicht die SOA nur scheinbar BPM im Unternehmen?

Dies kann der Fall sein und leider wird dies oft nicht oder nicht rechtzeitig erkannt.

Die Herausforderung bei der Einführung von SOA und der Realisierung von BPM besteht darin, dies als einen evolutionären Gestaltungsprozess zu sehen, der initiiert werden muss, in dem zwar IT Technologie einen wesentlichen, aber nicht den hauptsächlichen Lösungsansatz darstellt. David Lithicum, einer der Vordenker im Bereich IT Integration, erwähnt zum Beispiel in seinen zwölf Faktoren zur erfolgreichen SOA Einführung nur drei, die sich direkt mit Technologie befassen. BPM benötigt SOA Technologie, um damit eine effizientere Agilität im Unternehmen zu ermöglichen.

Sucht man nach erklärenden Begriffen für Agilität, so finden wir zwei Bedeutungen die wesentlich für unsere Sichtweise auf BPM stehen. Lebendigkeit und Aufgewecktheit. Lebendigkeit bedeutet hier flexibles Agieren, Änderungsfreundlichkeit und die schnelle Anpassungsfähigkeit des Unternehmens auf die Herausforderungen im Markt. Aufgewecktheit ist die Fähigkeit des Unternehmens, Chancen und neue Möglichkeiten frühzeitig zu erkennen und wahrnehmen zu können.

SOA und BPM sind nur dann nutzbringend, wenn sie gemeinsam einem Best-of-Breed-Ansatz folgend im Unternehmen als evolutionäres Konzept platziert und gelebt werden. Dabei ist gute Beratung das A und O, denn die rasante Entwicklung der technischen Innovation und die Integration in bestehende Systeme zur langfristigen Sicherung der Investitionen erfordern eine gründliche Berücksichtigung der Prozesse und eine sorgfältig abgestimmte Infrastruktur.

http://www.softlab.at

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