Newsfeed abonnieren
Lösungen

Alcar | Lawson

Alcar rollt mit Lawson

Der Felgenhersteller Alcar integriert seine zehn Vertriebsgesellschaften in eine einheitliche Multi-Unit-Lösung und kann auf Volumenaufträge mit integriertem Verteilungs-System schneller reagieren.

Felgenproduktion bei Alcar

Mit einem Verkaufsvolumen von über sechs Millionen Rädern pro Jahr ist die Alcar-Gruppe mit Firmenzentrale in Hirtenberg in Niederösterreich Europas größter Lieferant von Stahl- und Alufelgen für den PKW-Nachrüstmarkt. Knapp 800 Mitarbeiter erwirtschafteten einen konsolidierten Gesamtumsatz von ca. 230 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2005/06. Die 1984 gegründete Gruppe erwarb in den neunziger Jahren führende Vertriebsgesellschaften in den zehn wichtigsten europäischen Märkten und beliefert über diese sowie 20 andere Vertriebspartner den gesamten europäischen Nachrüstmarkt.

Die Märkte für Stahl- und Leichtmetallräder unterscheiden sich grundsätzlich voneinander: Während Stahlräder so gut wie ausschließlich für Winterbereifung verwendet werden, ist der Aluradmarkt von Design, Material und optischer Anmutung bestimmt. Bei Stahlrädern kommt es auf hohe Verfügbarkeit gerade zu Winterbeginn an, so dass es zwischen November und Januar zu Nachfrage- bzw. Auftragsspitzen kommt. An 14 Standorten in ganz Europa sind vor der Wintersaison bis zu 2,5 Mio. Stahlfelgen gelagert, die in kürzester Zeit an Handel und damit an den Konsumenten geliefert werden. Um in den europäischen Ballungsräumen einen 24-Stunden-Service zu gewährleisten, musste der gesamte Verteilungsprozess zwischen den Standorten vereinheitlicht werden.

Damit die Abläufe zwischen der Muttergesellschaft in Österreich und den zehn europäischen Vertriebsgesellschaften optimiert und vereinheitlicht werden können, hat man mit Unterstützung von Intentia, das jetzige Lawson, ein einheitliches ERP-System eingeführt, um speziell die Geschäftsprozesse im Ordermanagement zwischen den in Europa verteilten Gesellschaften effizienter und schneller zu gestalten.

"Obwohl unsere zehn Vertriebsgesellschaften in Europa zur Alcar-Gruppe gehören, liefen alle Geschäftsabläufe in den jeweiligen Vertriebsgesellschaften ohne ein einheitliches ERP-System getrennt voneinander ab", so Andreas Ritter, CIO bei Alcar in Hirtenberg. "Jeder Betrieb hatte seine eigene Planungsgrundlage, auf der er die eingehenden Aufträge einzeln bearbeitet hat."

Mit der ERP-Lösung Movex 11 von Lawson konnten die gesamten Geschäftsprozesse der ehemals getrennt behandelten Gesellschaften in eine gemeinsame Umgebung integriert werden. Dadurch wurden der Warenfluss und die damit verbundenen Verrechnungen zwischen den einzelnen Gesellschaften wesentlich erleichtert. Aufsetzend auf dem einheitlichen System gibt es nur ein zentrales Planungssystem und pro Auftrag nur eine interne Verrechung, die dann den Verteilungsprozess im Einkaufs- und Verkaufsprozess durchsichtig und effizient gestaltet.

"Für die 250 Alcar-Mitarbeiter, die europaweit mit Movex arbeiten, bedeutet es, dass sie jederzeit die Transparenz und Durchgängigkeit des gesamten Vorgangs im Ordermanagement haben und dessen Anbindung an die anderen Geschäftsprozesse einsehen können, d.h. sie sehen die Verfügbarkeiten und die Nachfrage nach bestimmten Felgen sofort. Und das über alle Verteillager- und Verkaufslagerorte hinweg", freut sich Ritter.

Nach einem klassischen Auswahlverfahren im April 2000, in dem Intentia damals mit anderen globalen ERP-Anbietern antrat, hatte sich die Alcar-Gruppe im Juli 2000 für Movex entschieden. "Ausschlaggebend für uns war, dass Movex als einzige Lösung unsere Anforderungen nach einem einheitlichen ERP-System mit einem einheitlichen Auftragsverteilungssystem erfüllt hat und die Anbindung unserer europäischen Vertriebsgesellschaften in einem Multi-Unit-System am besten abbilden konnte - und das mehrsprachig", so Ritter.

Business Benefits

Lawson integriert mit der neuen Plattform nicht nur die Muttergesellschaft mit den Vertriebsgesellschaften europaweit in einer gemeinsamen Umgebung. Mit Movex wurde zusätzlich eine ganze Reihe von Anwendungen zur Unterstützung der Ressourcenplanung des gesamten Unternehmens eingeführt, so etwa Cognos und der Movex Demand Planer. Nun haben bereits bei der Auftragserfassung alle Mitarbeiter sofort den Überblick über die aktuelle Verfügbarkeit der Produkte, können so Terminzusagen genauer an den Kunden weitergeben und sie zuverlässig einhalten. Zusätzlich ist während der Auftragserfüllung immer der Zugriff auf den momentanen Auftragsstatus gegeben. So kann bei Engpässen schnell und flexibel eingegriffen werden. Das System bietet Funktionen zur Planung und Nutzung der Sicherheitsbestände, eine Bestellpunktmethode für automatische Beschaffungsplanung oder die Möglichkeit, Waren nach dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit zu kommissionieren.

"Das System gibt uns immer den kompletten Überblick über alle momentanen Abläufe. Neben dem einheitlichen Ordermanagement zwischen der Holding und den Vertriebsgesellschaften sind wir auch mit der Entwicklung unseres Webshops überaus zufrieden. Mittlerweile werden knapp 20% des externen Ordermanagements mit den Händlern über unseren Webshop abgewickelt", erläutert Ritter. "Mit der Anbindung an ein gemeinsames System sind wir auch innerhalb des Konzerns näher zusammengerückt, d.h. unsere interne Kommunikation hat sich um ein Vielfaches vereinfacht und somit entscheidend verbessert."

Implementierung

Nach der Entscheidung im Juli 2000 wurde zunächst in einem Piloten die Anforderungen des Unternehmens entsprechend installiert. Die gesamte Implementierung erfolgte im Zeitraum zwischen Januar 2002 und Juli 2005. Im ersten Schritt begann die Einführung im Januar 2002 an den zwei wichtigsten Standorten Deutschland und Österreich in fünf Geschäftsbereichen mit 90 Usern. Im Januar 2003 schlossen sich dann die Implementierungen in der Tschechischen Republik an, gefolgt von Polen Mitte 2003. 2004 kamen dann Schweden, Italien, Dänemark und Benelux hinzu. Die Einführung in Großbritannien wurde im Juli 2005 realisiert. Und wie geht es weiter? "Neben der Weiterentwicklung unseres Webshops stellen wir bereits Überlegungen an, 2007 unsere Produktionsstandorte ebenfalls in das einheitliche System zu integrieren", so Ritter. Die für Alacar konfigurierte Lösung Movex 11 läuft auf einer IBM AS/400-Plattform. Die installierten Applikationen decken die Bereiche Sales, Materialplanung, Lager, Finanzen und Einkauf ab. Als Betriebssystem werden Win 2000 und die Datenbank DB2/400 genutzt.

www.lawson.com/Austria

weitersagen: drucken
ERP - Enterprise Resource Planning

(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

maximize
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum