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Netz & Telekom

Speicherlösungen

Intelligent integrieren - SAN und NAS im Doppelpack

Speicherlösungen konsolidieren und Kosten sparen

Claus Schmidt

Das Axiom-Speichersystem von Pillar Data Systems

Unterschiedliche Anforderungen in der Verfügbarkeit von Anwendungen und Daten bedeuteten für Unternehmen bisher, verschiedene spezialisierte Speichersysteme anzuschaffen. Dadurch entstanden Speicherlandschaften, die mit ständig steigenden Kosten und einem immer komplexeren Verwaltungsaufwand den heutigen Anforderungen nach Flexibilität, Einfachheit und Effizienz nicht mehr genügen.

Die Idee, sämtliche Speicherklassen auf einer einzigen Plattform zu integrieren, bietet viele Vorteile. IT-Administratoren verwalten damit alle Daten über eine gemeinsame Schnittstelle. Das Unternehmen spart Kosten durch nur noch eine Hardwarelösung und eine Softwarelizenz für die verschiedenen Speicherklassen. Ein solches System weist den Speicherplatz flexibel zu und provisioniert je nach Bedarf neu. Damit lassen sich Überkapazitäten oder Engpässe vermeiden und spontanen Bedürfnissen von Unternehmen sehr viel einfacher entsprechen. Der Zugriff auf archivierte Daten erfolgt schnell und einfach. Das System lässt sich mit weniger Ressourcen verwalten, was die Gesamtkosten verringert.

Effiziente Systemarchitekturen

Herkömmliche Speicherlösungen setzen auf drei getrennte Hardwareplattformen für hohe, mittlere und niedrige Verfügbarkeit der Daten. Diese Architektur aus drei Bausteinen hat sich als besonders effizient erwiesen. Deshalb unterteilen auch integrierte Speicherlösungen die Daten in drei Bereiche. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass sich dabei alle Daten auf nur noch einer Hardware verwalten und speichern lassen.

Mit der Einteilung in drei verschiedene Arten von Daten lassen sich entsprechend drei Speicherklassen nach Leistung, Verfügbarkeit, Kapazität und Skalierbarkeit unterscheiden. In der ersten Speicherklasse liefert das System die höchste Leistung und Verfügbarkeit für einsatzkritische Anwendungen. Daten in der zweiten Speicherebene erhalten erhöhte Leistung und hohe Verfügbarkeit für gemäßigt prioritäre Anwendungen. Für Daten in der dritten Speicherklasse bietet das System geringere Leistung bei normaler Verfügbarkeit für entsprechende Anwendungen wie etwa File Sharing. Speicherkapazitäten werden dabei mit unterschiedlichen Prioritäten versehen, damit Administratoren Ressourcen innerhalb des Systems flexibel einsetzen können. Ein solches System schreibt Daten mit hoher Priorität im Bereich der äußersten Spuren auf den einzelnen physischen Disks, um eine erhöhte Leistung und optimale Zugriffszeiten zu erreichen. Dagegen wandern Daten mit geringeren Leistungsanforderungen auf die mittleren und Backup-Daten auf die inneren Spuren.

SAN und NAS im Doppelpack

In der Vergangenheit mussten sich Unternehmen zwischen der Leistungsfähigkeit eines SAN-Speichersystems und der Wirtschaftlichkeit eines NAS entscheiden. Mit integrierten Systemen gehören Kompromisse dieser Art der Vergangenheit an. Moderne Speicherlösungen integrieren sowohl SAN als auch NAS nahtlos - wobei beide uneingeschränkten Zugriff auf den gleichen Speicherpool haben. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze, SAN und NAS in einem System zu integrieren.

Von entscheidender Bedeutung ist die Zuweisung und Verwaltung des Speichers. Einige Systeme erfordern eine dedizierte Zuweisung des Speichers für die NAS- oder SAN-Nutzung. Die damit verbundene Problematik ist bereits von herkömmlichen, verteilten Speichersilos bekannt - zugewiesene Kapazitäten werden nicht ausgenutzt. Durch diese ineffiziente Einteilung der verfügbaren Speicherbereiche entstehen Kostennachteile sowie ein erhöhter Verwaltungsaufwand. Deshalb bietet erst die freie Zuweisung datei- oder blockbasierter Daten und die parallele Verwaltung im gleichen Speicherpool alle Vorteile einer Integration von SAN und NAS.

Auslastung optimieren und Flexibilität steigern

Anders als bei herkömmlichen Speichersystemen, erfolgt auf einer integrierten Plattform die Zuweisung und Verwaltung der Daten flexibel und effizient. Durch Virtualisieren des Speicherpools lassen sich Dateisysteme und LUNs (Logical Unit Numbers) frei zuordnen. Ein solcher gemeinsam genutzter SAN/NAS-Speicherpool benötigt hochverfügbaren und hochleistungsfähigen Speicher.

Je nach Anforderungen an Kosten und Leistungsfähigkeit ist der Einsatz von SATA- oder Fibre Channel-Laufwerken sinnvoll. Dabei spielt auch die Skalierbarkeit eine wichtige Rolle. Die Hard- und Software sollte so erweiterbar sein, dass sie auch einem deutlich gestiegenen Speicherbedarf in der Zukunft des Unternehmens gewachsen ist.

Ausfallsicherheit und Wartung

Der verlässliche Zugriff auf Daten rund um die Uhr ist für Speichersysteme entscheidend. Durch hochzuverlässige und hochleistungsfähige Komponenten in redundanter Bauweise sind integrierte Systeme besonders sicher. Speicherlösungen sollten aber auch auf eine einfache und möglichst kostengünstige Wartung ausgelegt sein. Mit der Verwendung von Standardkomponenten werden Kosten für einen Austausch gering gehalten.

Die intelligente Spiegelung von Daten ist ein weiterer Ansatz zur Erhöhung der Datensicherheit. Bestehende Verbindungen sollten während eines Austauschs umgeleitet werden können, um den Wechsel kritischer Teile im laufenden Betrieb zu ermöglichen. Ein batteriegesicherte Schreibcache stellt die Datenintegrität bei einem Stromausfall sicher.

Integrierte Systeme im Vorteil

Integrierte Systeme bieten den Vorteil, über das Software-Management alle Speicherklassen flexibel und übersichtlich zu kontrollieren. Die Benutzeroberfläche der Software zur Speicherverwaltung sollte deshalb möglichst intuitiv gestaltet sein. IT-Administratoren können dann ohne komplexe Schulungen die Daten einfach und zentral verwalten sowie Speicherkapazitäten bereitstellen und Sicherungskopien erstellen.

Die Kosten- und Leistungsvorteile integrierter Systeme lassen bisherige Speicherlandschaften in Sachen Effizienz und Performance alt aussehen. SAN und NAS sind auf ein und derselben Hardwareplattform verfügbar, Speicherbereiche lassen sich für alle Daten virtuell zuweisen. Speicherplatz lässt sich so besonders einfach und flexibel verwalten. Integrierte Systeme sind somit eine gute Alternative zu den steigenden Kosten von Speicherlandschaften mit ungenutzten Kapazitäten und immer komplexerem Verwaltungsaufwand.

www.pillardata.com

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MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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