Zum Einsatz kommt Branchware für alle Geschäftsbereiche: von der Auftragsbearbeitung über die Logistik bis hin zur Finanz- und Debitorenbuchhaltung, Vertragswesen, Materialbuchhaltung sowie Service- und Leihverwaltung.
Das Branchware-Lagerlogistik-System unterstützt die Chargenführung über die Identifikation der einzeln produzierten Paletten über die NVE (Nummer-Versand-Einheit) und die Etikettierung nach EAN128. Die Chargen-Rückerverfolgung (RV) in der Produktion von Ottakringer lässt sich nachverfolgen über das Sudbuch. Damit sind alle Anforderungen der RV von Haus aus erfüllt. Branchware unterstützt die RV, indem alle chargen-bezogenen Informationen beispielsweise mit der NVE im System vermerkt werden. Die Chargennummer und MHD werden elektronisch per EDI-Datenaustausch-verfahren (DESADV) an den Warenempfänger übermittelt oder per Beiblatt zum Lieferschein. Hier sind viele Kombinationen möglich.
Über die NVE und das MHD ist die Charge auch im Lagerverwaltungssystem registriert. Hierdurch lassen sich auch Chargen im Lager sperren oder anders disponieren, beispielsweise direkt von der Produktion weg.
Zur RV wurden zuerst die Einweg- und dann in einem zweiten Schritt die Mehrwegplatten mit NVE-Etiketten versehen. So ließ sich die RV elektronisch stufenweise in Branchware abbilden. Mischpaletten werden kommissioniert. Dabei werden die Chargen-Nummer und das MHD der Herkunftspalette in Branchware vermerkt. Bei der "Kommissionierabgabe" erhält die Mischpalette eine neue NVE. Im RV wird die Referenzierung der Herkunftspaletten für die Chargenverfolgung nachgehalten. Welchen Detailgrad die RV im System haben soll, bleibt dem Systemadministrator vorbehalten.
Bei der Gastronomie-Belieferung der Ottakringer Brauerei, erklärt EDV-Leiter Michael Ruth, wird die Charge derzeit nicht über die Tour hinaus verfolgt: Es werden die NVE der aufgenommenen Paletten (voll- oder kommissionierte Mischpaletten) jeder Tour im RV vermerkt. Im Schadensfall reicht es dann aus zu wissen, welcher Wirt im Einzelnen am gleichen Tag beliefert wurde. Ruth weißt aber auch darauf hin, dass die chargengenaue Tour-Ablade elektronisch gestützt möglich wäre. Die Ottakringer Brauerei setzt hardwareseitig im Bereich Staplerleitsystem auf Stapler-Terminals "Wave" von MA-Systems mit WLAN-Anbindung. In der Kommissionierung wird mit Handhelds von Symbol gearbeitet. Der Handel, so Ruth, bestellt in der Regel chargenreine Paletten. Bei der Brauerei wie der Quelle läuft die gleiche Software.
Die Vorteile der Einführung der RV sind bei der Ottakringer und bei der Vöslauer bereits sichtbar. Für Ruth sind das "die Qualität der Belieferung wie die Erfüllung der Anforderung des Handels nach EDI-DESADV im elektronischem Datenaustausch".




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8/2011
7/2011


