Obwohl die "HP StorageWorks All-in-One Storage Systeme" zeitgleich in den USA vorgestellt wurden, war die Führungsriege der HP StorageWorks Division zur Europa-Präsentation in der von Antoni Gaudi erbauten Casa Batlló im Zentrum Barcelonas angereist. Ein außergewöhnlicher Vorgang, der zeigt, wie wichtig HP den europäischen KMU-Storage-Markt nimmt. Dass das nicht von ungefähr kommt, bestätigt IDC-Analystin und -Vizepräsidentin Luisa Bordoni: "Die Rolle von KMU in Europa ist größer als in den USA. Wir schätzen den weltweiten KMU-Speichermarkt bis 2010 auf 5,7 Milliarden Dollar. Den Anteil Westeuropas schätzen wir auf zwei Milliarden Dollar."
Das neue Produkt ist weder als SAN (Storage Area Network)- noch als NAS (Network Attached Storage)-Lösung zu schubladisieren. "Es ist eine Art Kombination aus beidem - die erste Speicherlösung die speziell für den KMU-Markt entworfen wurde. Nach einem Jahr Entwicklungsarbeit können wir jetzt ein Produkt präsentieren, das Verlässlichkeit und Sicherheit vereint - Eigenschaften, die für KMU rund um die Welt wichtig sind", erklärt HP-Senior Vice President Bob Schultz, weltweiter Chef der StorageWorks Devision. Mit der All-in-One-Lösung will HP allen KMU, die bis jetzt wegen geringer Budgets, zu hoher Komplexität bei der Verwaltung oder fehlenden Speicher-Know-hows vor dem Thema Speichernetzwerk zurückgeschreckt sind, eine einfache und integrierte Speicherlösung für ihre Windows-Umgebungen liefern. Die beiden Modelle HP StorageWorks 400 All-in-One Storage System (AiO400) und HP StorageWorks 600 All-in-One Storage System (AiO600) vereinen Funktionen zum Speichern von Anwendungsdaten und File Server-Dateien mit einer Datensicherungs-Lösung.
Die All-in-One-Lösung eignet sich für kleine Unternehmen mit mehreren verteilten Servern ebenso wie für Unternehmen mit einem Filialnetz sowie für Firmen in Branchen, die Dokumente langfristig aufbewahren und schnell wieder finden müssen, etwa Handwerksbetriebe, Architekturbüros, Anwalts- und Steuerkanzleien, Automobilzulieferer und -händler, Arztpraxen oder Labore. Das Einstiegssystem AiO400 verfügt über eine Speicherkapazität von einem Terabyte, die Version AiO600 bietet in seiner maximalen Ausbaustufe ein Speichervolumen von drei Terabyte. Damit können zum Beispiel bis zu 500 Microsoft Exchange-Mailboxen auf einem System laufen. Die All-in-One-Speichersysteme sind zu einem Preis von 4.399 Euro für den AiO400 und je nach Speichergröße ab 5.699 Euro für den AiO600 verfügbar. Der Vertrieb erfolgt über HP Fachhändler.
Einfache Installation ohne Speichernetz-Erfahrung
Die vorkonfigurierte Komplettlösung ist für den Einsatz in gewöhnlichen TCP/IP-Netzwerken konzipiert. Das bedeutet, der IT-Administrator benötigt kein spezielles Speicher-Know-how. Er soll das Speichersystem in weniger als einer halben Stunde installieren und in Betrieb nehmen können. Die neuen Lösungen basieren auf Standard-HP ProLiant Servern, so dass einfacher Support und Ausbaufähigkeit gewährleistet sind.
Dazu Gerhard Keller, Manager Volume Storage EMEA: "Die ProLiant-Plattform ist ein großer Vorteil gegenüber dem Storage-Mitbewerb. Die wirklich innovative an der Lösung ist aber die Software." Die intuitive grafische Benutzeroberfläche des "All-in-One Storage Managers" ermöglicht das zentrale Management aller Daten. Die Arbeit des Administrators wird durch Werkzeuge für die Datenverwaltung und -migration zusätzlich erleichtert. Die Datenkonsolidierung wird durch eine grafische Benutzeroberfläche abgekürzt. Um zusätzlichen Speicherbedarf zuzuweisen, sind nur ein paar Mausklicks notwendig.
Die Konfiguration als zentrale Backup-Lösung ist ebenfalls einfach durchzuführen. Die integrierte Datensicherung umfasst Funktionen wie plattenbasierte Snapshots und das Speichern und Archivieren auf externen Medien. Zusammen mit redundant ausgelegter Hardware sorgt das System im Fall der Fälle für ein einfaches Wiederherstellen von Dateien. Zudem erlaubt All-in-One das Austauschen von Speicherplatten im laufenden Betrieb.
Bei einer Störung, zum Beispiel dem Ausfall einer Speicherplatte, sorgen Hardware RAID-Controller für zusätzliche Absicherung.





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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 