Zu einer der "offensichtlichsten" Neuerungen von Microsoft Dynamics AX 4.0 zählt die neue Benutzeroberfläche, die sich stark an Microsoft Office orientiert. Die Oberfläche ist so konzipiert, dass Anwender rasch auf diejenigen Funktionen zugreifen können, die sie für ihre individuellen Arbeitsprozesse benötigen. Hierbei bieten Favoriten-Menüs und Pfade den Mitarbeitern eine rollenbasierte Programmsteuerung.
Ebenfalls neu: Microsoft Dynamics AX 4.0 setzt auf so genannte "Windows SharePoint Portal Services" auf. Mit Hilfe von SharePoint-Technologien können Unternehmen firmeneigene Web-Portale aufbauen, die es auch räumlich voneinander getrennten Mitarbeitern und Arbeitsgruppen gestatten, Informationen zu suchen, zusammenzuführen und zu organisieren. Damit können beispielsweise Teams gemeinsam an Informationen zur Produktions- und Programmplanung arbeiten. Über dasselbe Portal können zudem Außendienstmitarbeiter vor Ort beim Kunden mittels eines Internetbrowsers die aktuellen Lagerbestände einsehen, um fundierte Lieferzusagen geben zu können.
Die dritte zentrale Neuerung in Microsoft Dynamics AX 4.0 betrifft die Bewertung von Daten und Informationen, die für die Unternehmensplanung notwendig sind. Bereits die bisherige Version von Microsoft Dynamics AX bot Business-Intelligence-Werkzeuge (BI), um diese Daten zu erfassen und zu Geschäftsanalysen zusammenführen. Microsoft Dynamics AX erweitert diese Tools nun um eine programmübergreifende, konfigurierbare Business-Intelligence-Umgebung auf Basis der SQL Server Reporting Services. Diese Umgebung ermöglicht es, verteilte Unternehmensdaten zusammen zu stellen und daraus Schlüsse für die künftige Unternehmensplanung zu ziehen. Die Datenauswertung geschieht dabei direkt über den SQL-Server. Anwender, die mit diesem Server vertraut sind, können in Microsoft Dynamics AX 4.0 mit wenigen Maus-Klicks Analysen und Berichte über die Leistung eines Betriebs generieren.
Die Integration unterschiedlicher Geschäftsanwendungen über Microsoft Dynamics AX - beispielsweise die Verzahnung verschiedener ERP-Applikationen - ist ein weiterer zentraler Aspekt der kaufmännischen Lösung. Die Nutzung einer ERP-Anwendung aus einer anderen heraus kann in Microsoft Dynamics AX 4.0 über so genannte "Webservices" erfolgen. Diese Webdienste dienen beispielsweise für den elektronischen Belegaustausch mit strategischen Partnern. Die Lösung stellt hierzu mit dem "Application Integration Framework" (AIF) eine Plattform bereit, deren Aufgabe es ist, verschiedene Anwendungen unterschiedlicher Geschäftsbereiche oder auch unterschiedliche Unternehmen, beispielsweise eine Zentrale mit ihren Niederlassungen, miteinander zu verzahnen.
Für Fertigungs- und Handelsbetriebe spielen darüber hinaus auch RFID-Technologien (Radio Frequency Identification) eine immer wichtigere Rolle. Microsoft Dynamics AX 4.0 unterstützt RFID-Abläufe über ein eigenes Modul, das fest in die Lösung integriert ist. Das Datenmanagement sowie die Business Intelligence übernimmt der in Microsoft Dynamics AX integrierte Microsoft SQL Server. Dem Microsoft BizTalk Server wiederum obliegt die Geschäftsprozessintegration und Unterstützung spezieller Webservices für RFID-Anwendungen.
Neben diesen zentralen Änderungen führt Microsoft in Microsoft Dynamics AX 4.0 auch eine Reihe zusätzlicher Module ein. Produktionsserviceunternehmen erhalten beispielsweise neue Funktionen für die Anlagenwartung.




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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 