"E-Government, also die elektronische Abwicklung behördlicher Erledigungen, soll zukünftig Verfahren für den Bürger und den Wirtschaftstreibenden vereinfachen und ihm viele Weg zur Behörde überhaupt ersparen. Wir sind zwar in Österreich damit auf dem richtigen Weg, aber es ist noch viel zu erledigen, bis E-Government mit all seinen positiven Wirkungen für die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger Realität wird", erklärt Dkfm. Dr. Erich Pramböck, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.
Zentrales Element dabei ist die e-card, die kostenlos zu einer Bürgerkarte aufgewertet werden kann. "Unser Ziel ist es, die nachhaltige Verbreitung der Bürgerkarte in Österreich zu realisieren. Die e-card wird mittels einer Aufwertung durch die elektronische Signatur zur Bürgerkarte für alle Österreicherinnen und Österreicher. Mit dieser Bürgerkarte ist die eindeutige Identifikation des Antragstellers möglich. Damit ist die Voraussetzung für die meisten elektronischen Abwicklungen in Österreich gegeben", erklärt Dr. Erich Laminger, Verbandsvorsitzender Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger.
Um den Bürgern eine Aktivierung der Verwaltungssignatur rasch und unbürokratisch zu ermöglichen, hat der Österreichische Städtebund die Aktion "E-Government findet Stadt" gestartet: In vorerst acht Pilotstädten aus ganz Österreich - St. Pölten, Wiener Neustadt, Krems, St. Valentin, Traun, Vöcklabruck, Leoben und Wolfsberg - können Bürger als Service der Stadt in der Bürgerservicestelle die Verwaltungssignatur auf ihrer e-card aktivieren lassen. Die einzige Voraussetzung für die Aktivierung sind eine e-card und ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis.
Dabei wird den Bürgern auch gleich die Möglichkeit geboten, die aktivierte Bürgerkarte sofort auszuprobieren. Sie können sich vor Ort unter www.zustellung.gv.at beim "behördlichen Zustelldienst" für eine elektronische Zustellung amtlicher Erledigungen registrieren. Der Weg zum Postamt, um einen RSa und RSb Brief abzuholen, fällt damit weg. Gleichzeitig kann die öffentliche Verwaltung damit die hohen Kosten der eigenhändigen Zustellung sparen.
Die elektronische Zustellung behördlicher Erledigungen ist nur eines von zahlreichen "elektronischen Services", an denen derzeit intensiv in ganz Österreich gearbeitet wird. Zur tatkräftigen Unterstützung hat der Österreichische Städtebund gemeinsam mit Microsoft Österreich vor einigen Monaten mit der Initiative "EGORA" den Aufbau einer E-Government-Referenzarchitektur eingeleitet. Diese beinhaltet Module für wesentliche E-Government-Services wie beispielsweise einen elektronischen Posteingang, eine Signatur behördlicher Dokumente durch die Verwaltung (Amtssignatur) oder die Möglichkeit der elektronischen Zustellung.




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8/2011
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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 