Angesichts immer größer werdender Datenmengen und komplexer Speicherlandschaften versuchen IT-Manager ihre Speicher-Systeme für die Zukunft zu eichen. Wer Lösungen für besondere Anforderungen sucht, könnte - so die MONITOR-USA-Korrespondentin Alexandra Riegler - auch bei kleineren US-Anbietern fündig werden. Riegler reiste dafür zur Storage Networking World Conference (SNW) in Florida und stellte fest: Einerseits unterscheiden sich zwar die Probleme in den Speicherlandschaften der Unternehmen, andererseits ist die Situation aber auf beiden Seiten des Atlantiks recht ähnlich. Rund ein Drittel der befragten Teilnehmer gestand ein, dass ihre Storage-Netzwerkinfrastruktur sowohl gegenüber Hackversuchen als auch physischen Fehlern anfällig sei. Auch die Schwierigkeiten amerikanischer Manager, Storage-Anliegen gegenüber der Geschäftsführung ins Treffen zu führen, lassen sich in Europa wieder finden. Lesen Sie ab S. 12 nach, ob das Angebot von weniger bekannten und kleineren amerikanischen Herstellern eines oder mehrere Ihrer Speicher-Probleme lösen helfen kann.
Was heißt hier papierlos?
Eine der Vorhersagen, die sich nicht und nicht erfüllen will, ist die Vision vom "papierlosen Büro". MONITOR-Autor Klaus Lackner fand dies auch am Dicom-Partnerforum in Prag bestätigt: "Das papierlose Büro wird es nicht geben, genauso wenig wie die papierlose Toilette!" Das Unternehmen hat durch zahlreiche Akquisitionen seine Marktposition erheblich ausgebaut, integriert die Produkte und sucht ein neues Auftreten. Und es hat festgestellt, dass viele Unternehmen, die sich Gedanken über die Rationalisierung ihrer Geschäftsabläufe machen, zur Einsicht kommen, dass die Lösung nicht etwa Papier oder digitale Dokumente, sondern beides heißen muss. Information Capture (IC), wie man solche Prozesse nennt, ist ein Segment, das mit jährlichen Wachstumsraten von fast 20 Prozent glänzt. Die Technik dahinter hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Lesen Sie den ganzen Text ab S. 24.
Speicherlösung für KMU
MONITOR-Autor Alexander Hackl wiederum hat sich für das "Thema" nach Barcelona begeben und konnte dort das neue All-in-one-Netzwerkspeichersystem von HP testen, mit dem sich der Hersteller die Führungsrolle im wachstumsträchtigen Speicher-Markt für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sichern will. Das neue Produkt ist offensichtlich weder als SAN (Storage Area Network)- noch als NAS (Network Attached Storage)-Lösung zu schubladisieren. "Es ist eine Art Kombination aus beidem - die erste Speicherlösung, die speziell für den KMU-Markt entworfen wurde", so HP-Senior Vice President Bob Schultz, weltweiter Chef der StorageWorks Devision. Sind Sie nun neugierig geworden? Dann blättern Sie gleich weiter auf S. 25.
Alexander Hackl hat sich dann gleich noch für unseren Branchen-MONITOR "Öffentlicher Sektor" bei HP in einem Teilbereich schlau gemacht, dessen Speicherbedarf schier unermesslich scheint: Dem "Digitalen Krankenhaus". Gemeinsam mit den Partnern Cisco und Cardiac will man hier flächendeckend digitalisieren: "Gesundheitssysteme befinden sich europaweit in einer Transformationsphase. Wir sehen dabei drei zentrale Anforderungen: Integration von Daten, gesicherter Zugang zu Informationen und Transformation von Prozessen", erläutert der HP-Experte Ingo Juraske. Werfen Sie mit uns ab S. 34 einen Blick ins digitale Krankenhaus der Zukunft.
Wie freundlich kann Windows Mobile sein?
Diese Frage stellte sich MONITOR-Autor Andreas Roesler-Schmidt in gewohnt kritischer Art beim Test von Palm`s erstem europäischen Windows-Treo. Und er findet: Zum Teil ist es den Entwicklern durchaus gelungen, dem widerspenstigen Betriebssystem etwas Benutzerfreundlichkeit beizubringen. Das moderne Erscheinungsbild des Treo 750v relativiert sich allerdings schnell beim Einschalten: Der Neue hat sowohl in der Auflösung als auch in der Helligkeit ein deutlich schlechteres Display als das Vorgängermodell. Ein klassischer Tribut an den immer noch katastrophalen Stromverbrauch von Windows Mobile. Finden Sie ab S. 42 bitte selbst heraus, was der intensive Praxis-Test sonst noch ergeben hat.
Ein traurige Nachricht zum Schluss: MONITOR hat im September mit Rudi Wolf seinen ältesten freien Mitarbeiter verloren. Bis zuletzt haben er und seine Frau Ilse Sie regelmäßig mit aktuellen Informationen aus der IT-Welt versorgt. Wir trauern um Rudi Wolf und werden ihn immer in guter Erinnerung behalten. Den Nachruf finden Sie ab S. 45.
Eine nicht allzu hektische Vor-Weihnachtszeit, ein schönes Fest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Ihnen Ihr
Rüdiger Maier




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 