"Was ist auf meinem Netzwerk los?" Gerhard Amon und Ing. Christian Hochletz, Geschäftsführende Gesellschafter von Messwerk, geben eine Antwort auf diese Frage. Eine Kombination aus moderner Verkehrsanalyse und Statistik ermöglicht es ihnen, detaillierte Aussagen über Nutzung, Qualität und Verhalten von Applikationen im Netzwerk zu treffen.
"Ein Netzwerk ist wie ein lebender Organismus", erläutert Amon. "Jede Applikation beeinflusst sein Verhalten und in modernen Unternehmensnetzwerken tummeln sich Hunderte davon." Diese Applikationen muss man nicht nur in einem vorgegebenen Bandbreiten-Rahmen unterbringen, sie können erwünscht oder unerwünscht sein, sie können nur zu bestimmten Zeiten benötigt werden, sie können unterschiedliche Ansprüche an die Verfügbarkeit stellen. Das alles muss perfekt zusammenspielen, wenn rund um die Uhr der benötigte Quality of Service sichergestellt werden soll.
Analyse als Basis
"Das Herausfiltern von Applikationen aus den Datenströmen erlaubt eine detaillierte Analyse über die Zusammensetzung und Qualität des Netzwerkverkehrs", beschreibt Hochletz die Tätigkeit von Messwerk. Während die herkömmliche Klassifizierung über Port- und IP-Adressen erfolgt, analysiert Messwerk durch Inspektion der Paketinhalte bis auf Applikationsebene. Bei der Analyse werden Tools von Packeteer und WildPackets eingesetzt, angereichert durch die langjährige Erfahrung und umfangreiches statistisches Know-how.
"Auf diese Weise erhalten wir nicht nur einen Zustandsbericht, welche Applikationen mit welcher Performance am Netz arbeiten, sondern es können konkrete Problemfälle auch mit konkreten Maßnahmen beantwortet werden", betont Amon. "Außerdem sind Trend-Analysen und Prognosen über die weitere Entwicklung des Netzwerkverkehrs möglich. Modellrechnungen erleichtern die Anpassung der Infrastruktur an kommende Herausforderungen, beispielsweise die Anbindung neuer Niederlassungen."
Aktuelle Herausforderungen
Wann ist ein "Gesundheitscheck" für das Netzwerk besonders zu empfehlen? "Es gibt einige Szenarien, auf die wir regelmäßig treffen", erläutert Hochletz. "Dazu zählen typischer Weise die Analyse von WAN-Anbindungen wie beispielsweise die Überprüfung von Service Level Agreements oder die Optimierung des Datenverkehrs für Multiprotocol Label Switching (MPLS). "Die Provider wissen natürlich nicht haargenau, welche individuellen Anforderungen der Kundentraffic hat - und die Kunden wissen es leider oft auch nicht", so der Netzwerkanalytiker.
Auf Applikationsebene ist zum Beispiel die negative Beeinflussung von Thin Client-Lösungen oder auch von VoIP durch Legacy-Applikationen möglich mit unvorhergesehenen Effekten und schlimmen Performanceeinbrüche. Ältere Legacy-Applikationen, die jetzt immer öfter für größere Anwendergruppen verfügbar gemacht werden, können sich als wahre Bandbreitenfresser erweisen. Das kann bei WAN-Anbindungen schnell zu unliebsamen Überraschungen führen.
Applikationsperformance verbessern
"Klassisches Bandbreitenmanagement stößt hier an seine Grenzen", erläutert Amon. Messwerk schlägt deshalb einen Mix verschiedener applikationsbezogener Maßnahmen vor: "Die Performance der Applikationen beeinflusst stark die davon abhängigen Unternehmensprozesse. Deshalb ist es wichtig, die verfügbare Bandbreite nach verschiedenen, applikationsspezifischen Kriterien zuzuweisen." Diese Methode kann noch mit Datenkompressions- und Caching-Features angereichert werden.
Als Packeteer Solutions Partner setzt Messwerk auf die WAN-Optimierungs-Produkte des US-Herstellers, der alle benötigten Funktionen in einer Appliance-Lösung vereinigt. "Das besondere daran ist, dass kein Eingriff in das Netzwerk notwendig ist", betont Amon. Die Appliance ist unabhängig von der Netzwerktechnologie einsetzbar und arbeitet ohne Agenten.
Messwerk wurde 2003 gegründet. Beide Geschäftsführer können auf langjährige Erfahrung im Provider-Business zurückgreifen. Referenzkunden sind unter anderem die Zumtobel AG, Raiffeisen International und die Stadtwerke Wörgl.




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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 