Brandschutz und Umweltschutz seien heute schon selbstverständlich, mit der Security sei das aber nicht so. KMUs fehlt einfach das Security-Bewusstsein, der Leidensdruck ist (noch) nicht so groß. Aber lesen Sie selbst, was die zehn Brancheninsider über Security 2006 und 2007 denken.

„Wir stellen immer wieder fest, dass IT als Kostenfaktor gesehen wird und dass der Nutzen von Security nicht erkannt wird.“ - Gabriele Bolek-Fügl, Deloitte
Fast alle Teilnehmer gestanden ein, bis dato vor allem Großkunden im Visier gehabt zu haben. Da gibt es natürlich IT-Security-Maßnahmen. "Aber ich war heute bei einem Großkunden und selbst dort sind die Controller und das Management der Meinung: Was gibt es denn bei uns schon zu stehlen?", schilderte Michael Gruber, Geschäftsführer von schoeller networks, seine Erfahrungen.
"Vor allem die Kosten-Nutzenfrage wird von den Unternehmen gestellt", bemerkte Andreas Schuster, Verkaufsleiter des IT-Distributors Cetus-IT. "Wir stellen immer wieder fest, dass IT als Kostenfaktor gesehen wird, und dass der Nutzen von Security nicht erkannt wird", so Gabriele Bolek-Fügl vom Wirtschaftsprüfer Deloitte und verantwortlich für IT-Risiko-Abschätzung im Zuge der Jahresabschlussprüfung. Wichtig sei, mit den drei Säulen Technik, Organisation und Mitarbeiter den Bereich Security abzudecken, so ihr Tipp an alle Unternehmen.
Schwierig, Security zu verkaufen

„Ich fürchte, es wird nur wenig Veränderungen geben, wenn etwas passiert, dann nur über irgendeine Art von Druck.“ - Michael Botek, ITdesign
Eine Möglichkeit, den Unternehmen Security näher zu bringen, sei die Zertifizierung. "Wir haben seit einem Jahr die ISO27001 Norm", gab Christoph Seidel, beim TÜV Österreich verantwortlich für die IT-Zertifizierung, Einblick in eine mögliche Belebung des Security-Markts. Demgegenüber äußerste sich Martin Eiszner, CTO des IT-Dienstleisters Sec-Consult, skeptisch: "In Österreich werden sehr wenig Infos gestohlen, im Vergleich zu anderen Ländern, wir sprechen von einem nicht vorhandenen Leidensdruck." Große Unternehmen würden sehr wohl auf Security setzen. Sec-Consult bietet einerseits die Organisations-Prozesschiene bis hin zu ISO270001 Zertifizierungen, andererseits auch die technische Schiene inklusive Überprüfungen.

„100% Sicherheit wird es nie geben, aber die Hacker-Attacken werden professioneller und effizienter. Da ist eine maßgeschneiderte Security-Lösung allemal besser als nichts.“ - Martin Eiszner, CTO, Sec-Consult




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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 