Heute ist oft nicht mehr der persönliche Ehrgeiz die Triebfeder, die neuen Hintermänner bringen vielmehr massive finanzielle Interessen ins Spiel. Als Beispiel dafür können die Entwicklungen im Spezialgebiet Phishing gelten. In dessen Anfängen waren die E-Mail Köder und die korrespondierenden Webseiten oft noch amateurhaft gestaltet. Heute wird Phishing professioneller als je zuvor betrieben. Die Köder sind glaubwürdig aufgesetzt, die Webseiten sind von Originalseiten kaum mehr zu unterscheiden.
Und besonders gefährlich ist der Umstand, dass der Trend zum so genannten Spear-Phishing geht. Diese Attacken richten sich gezielt gegen die Mitarbeiter eines konkreten Unternehmens - beispielsweise wird den Benutzern eine Mitteilung des eigenen Systemadministrators vorgegaukelt. Nach Aussage der Hersteller beißen immerhin bis zu 5% der Anwender nichts ahnend an und geben Zugangsinformationen zu E-Mail Accounts und Webplattformen weiter. Da die Betreiber von Spear-Phishing von finanziellem Interesse getrieben sind, kann der Schaden enorm sein.
Gegen Angriffsmuster via Spear-Phishing hilft nur eine Doppelstrategie: Einerseits die Bewusstseinsbildung bei den eigenen Mitarbeitern, anderseits der Aufbau gezielter technischer Schutzmaßnahmen. Der Einsatz eines E-Mail Filters ermöglicht es, einen Großteil der Phishing-Köder von den Mitarbeitern fernzuhalten. Und mit Hilfe eines URL-Filters kann sichergestellt werden, dass die Webseiten der "Phisher" nicht besucht werden können.




1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 