"Zu unserem 30jährigen Jubiläum haben wir unsere Rolle als reiner Software-Anbieter wieder unterstrichen. Alle anderen Aufgaben überlassen wir unseren Partnern", umreißt Leitner die Unternehmensphilosophie. Und er zitiert eine aktuelle MORI-Studie, die besagt, dass 45% der IT-Leiter meint, die zunehmende Komplexität sei ihr größter Feind. Ja selbst die Zuversicht, die IT-Dienste an den Unternehmensprioritäten auszurichten, schwinde. "Wir haben uns von Anfang an dem Management der IT verschrieben und können in dieser Situation den IT-Leitern wirklich helfen!"
Gestartet ist das Unternehmen mit Management-Lösungen für Großrechner, die heute noch immer zentrale Aufgaben einnehmen, aber teils auch bereits als Server verwendet werden. Diese Rechner haben einen langen Lebenszyklus und mit ihnen auch die Programme, die hier laufen. Da müssen alte Software-Teile mit ganz neuen zusammenspielen, gleichzeitig wachsen die Ansprüche im Hinblick auf Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit der Anwendungen. Neben den Großrechnern hat sich das Unternehmen auch auf die Client-Server-Lösungen konzentriert, neuerdings wird auch die mobile und web-basierte Welt überwacht.
IT-Abteilungen als Dienstleister
Gleichzeitig hat sich die Rolle der IT-Abteilungen in den Unternehmen grundlegend gewandelt: "IT-Abteilungen verrechnen heute ihren Nutzern die Services. Da ist es aber besonders wichtig, die Verfügbarkeit laut Vereinbarung sicher zu stellen und auch die zu verrechnenden Kosten klar im griff zu haben", weiß Leitner.
Auch die strengen Richtlinien für die Abwicklung der Geschäften (Stichwort: Basel II oder Sarbanes Oxley Act) müssen in der IT nachvollziehbar hinterlegt sein. Die größte Herausforderung besteht aber wohl darin, dass die IT immer effizienter die sich schnell ändernden wirtschaftliche Abläufe im Unternehmen unterstützen muss. "Einer Änderung im Geschäftsprozess soll schnell, einfach und kalkulierbar eine IT-Änderung folgen. Dazu bedarf es aber eines klaren und einheitlichen Überblicks über die IT!"
SOA als Grundlage
In seiner Vision vom Enterprise IT Management (EITM) hat das Unternehmen daher vier Kernthemen definiert, denen sich IT-Leiter heute stellen müssen:
- Risiken managen
- Services verbessern
- Kosten optimieren
- IT-Investitionen an den Unternehmenszielen ausrichten
"Unser Ansatz folgt den SOA Prinzipien (software oriented architecture). EITM umfasst ein einheitliches Objektmodell und ein Verzeichnis allgemeiner Services, auf die alle Komponenten sowie Produkte von Drittanbietern zugreifen können", so Leitner. Um seine Vision voranzubringen, will das Unternehmen in den nächsten Jahren weitere Schnittstellen zu Fremdprodukten schaffen, mehr eigene Software -Produkte EITM-fähig machen und sich an Standards wie ITIL und CoBIT ausrichten.




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8/2011
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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 