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Hard & Software

Intel vPro - Neue Business-PC-Generation

Schluss mit dem Turnschuh

Mit vPro will Intel eine neue Business-PC Generation einläuten. Dank Fernwartung auch im ausgeschalteten Zustand und Stromsparmaßnahmen sollen sie Firmen gleich mehrfach Kosten sparen helfen.

Bescheiden gibt sich Intel nicht: "Mit vPro bricht für Unternehmen und IT-Verantwortliche ein neues Zeitalter an", meint Robert Crooke, Vice President und General Manager der Business Client Group bei Intel. "Denn PCs werden zukünftig anders wahrgenommen und eingesetzt. Wir haben in einer einzigen Plattform verschiedene Funktionen integriert, welche die größten Probleme aus Unternehmenssicht direkt angehen: Dazu zählen neben Sicherheitsrisiken und Betriebskosten auch Ressourcen-Verteilung, Asset-Management sowie die verfügbare Betriebszeit. Die Antworten auf all diese Fragen haben wir in einer einzigen Plattform integriert, die auf dem leistungsfähigsten Mehrkern-Prozessor der Welt basiert", ist sich Crooke sicher.

Größter Rivale der vPro-Plattform könnte im übertragenen Sinne die Sportartikelindustrie sein. Denn mit vPro verspricht Intel das Ende der vielzitierten Turnschuh-Administration (manche nennen es auch "Management by Adidas"), bei der IT-Verantwortliche immer noch von PC zu PC wandern müssen, da Managementsoftware immer noch an Grenzen stößt. Erreicht werden soll es durch die zweite Generation der Active Management Technology (AMT), die direkt in die Plattform-Hardware integriert wurde.

AMT bietet einen Remote-Kommunikationskanal, der "unterhalb" des Betriebssystems verläuft. Dieser Hardware-basierte Kanal arbeitet unabhängig vom Zustand des Betriebssystems und steht zugriffsberechtigten IT-Mitarbeitern permanent zur Verfügung. Auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist, können sie sich via Netzwerkverbindung einloggen und das Gerät aus der Entfernung einschalten und nicht nur Hochfahren sondern auch ins BIOS (bzw. sogar BIOS-Updates durchführen). Damit sollte - von Hardwareschäden abgesehen - ein großer Teil von Vorort-Einsätzen vermieden werden können.

Ergänzend gibt es einen nicht-flüchtigen Speicher, in dem Informationen über externe Anwendungen aufbewahrt werden können. Damit wird eines der größten Probleme bei der PC-Verwaltung angegangen, dem Zugriff auf Informationen, die verloren gegangen oder nicht verfügbar sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn PCs ausgeschaltet sind, neu konfiguriert oder installiert wurden. Verwaltungssoftware kann nunmehr Logfiles in diesen Speicher schreiben.

Entsprechend nehmen die Softwareanbieter die Funktionen durchaus mit Freude auf: Landesk hat seine Remote Management Software so erweitert, dass Administratoren die neuen vPro-Funktionen (einschalten, Bios) in der jüngsten Version verwenden können. Abendliche "PCs nicht abschalten" Mails wegen Updates sollten sich dann erübrigen. Für die Inventur nützt Landesk den Zugriff auf Logfiles im neuen Speicherbereich.

Die Funktionen sollen natürlich nicht nur Lauferei ersparen, sondern auch Kosten. Je nach Unternehmen lassen sich durch das Vermeiden von Einsätzen vor Ort rund 40 Prozent einsparen, ist man bei Intel überzeugt.

Eine zweite große Neuheit der vPro-Plattform ist die gegenüber bisheriger Software-basierter PC-Virtualisierung direkt auf Hardwareebene integrierte Virtualisierungsfunktion. Drittanbieter können hier eigene virtuelle Umgebungen schaffen. Insbesondere "virtuelle Appliances" dürften bevorstehen. So denkt man etwa bei Symantec bereits darüber nach, diese Funktion für eine zusätzliche, virtuelle Security Appliance zwischen PC und Außenwelt zu nutzen.

Herzstück der vPro-Plattform ist der Intel Core 2 Duo Prozessor, der laut Intel sowohl in Leistung als auch in Energieeffizienz jeweils rund 40 Prozent zugelegt hat.

Für die Performance-Steigerung sorgt Intel Intelligent Power Capability. Dieses Feature nutzt eine besonders fein dosierte Leistungskontrolle, um Prozessor-Funktionen nur dann zu aktivieren, wenn sie wirklich benötigt werden. Das reduziert den Leistungsbedarf des Prozessors deutlich.

Noch ohne konkretes Produkt, aber laut angedacht sind bereits Möglichkeiten die neuen Wartungsfunktionen auch in Privat-PC-Plattformen zu übertragen. Nur, dass dort statt IT-Abteilung Service-Provider darauf zugreifen könnten.

www.intel.de

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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