Dort brachte die Einführung der kontaktlosen Chipkarte eine große Verwaltungsänderung mit sich: Die Registrierung der Arbeitszeit erfolgt bei Eintritt und Verlassen des Gebäudes, dieselbe Chipkarte weiß auch, wer welche gesicherten Unternehmensbereiche betreten darf, und sie ermöglicht das bargeldlose Bezahlen von Mittagessen in der Kantine.
Realisiert wurde dieses System von den Systemintegratoren Interflex Datensysteme (Zeiterfassung) sowie Braincon Technologies (Kantinenabrechnung). Die Chip-Technologie kommt von Philips.
Die Zeiterfassung erfolgt bereits an 13 Stellen im Haus in Wien und 8 Außenstellen in den Bundesländern mit der neuen, elektronischen Stempelkarte. Hier registrieren Mitarbeiter mit den Karten ihr Kommen und Verlassen des Hauses. Dazu sind die Karten im Abstand von wenigen Zentimetern an den Registrierungsterminals vorbeizuführen und die Zeit wird registriert.
Die Erfassung der Daten erfolgt dabei über die Software des Zeiterfassungssystems von Interflex, die eine Schnittstelle zum betreffenden SAP/R3 HR-Modul hat, das die Daten verwaltet. Am Erfassungsterminal kann der Zeitsaldo abgefragt sowie die am Tag aktuell geleistete Mehrarbeitszeit im Bedarfsfall bereits als Überstunden gebucht werden. Eine genaue Aufstellung der Persönlichen Buchungen ist mittels PIN-Code über den PC abrufbar. Auch die Abrechnung in der Betriebsküche erfolgt über die Chipkarte. In Zukunft werden auch Kaffeeautomaten mittels Chipkarte funktionieren.
Mag. Franz Beck, Projektleiter bei der PVAng , ist mit den ersten Erfahrungen sehr zufrieden: "Das System ist seit 1.1.1999 im Einsatz. Nun sind auch sämtliche Feineinstellungen bereits vorgenommen und die Akzeptanz bei den Mitarbeitern ist sehr hoch. Vor allem der Einblick in die Daten des Zeiterfassungssystems ist sehr beliebt und unser Unternehmen kann den Verwaltungsaufwand reduzieren."
Bezugsquelle:
Österreichische Philips Industrie
Tel. 01/601 01-0




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 