3-10-2006 | Aus MONITOR 10/2006 Gedruckt am 25-07-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/8469
Strategien

GOERING iSeries Solutions

Die Web-Services-Lösung fürs mobile Warehouse

GOERING iSeries Solutions hat auf Basis der Windows Mobile .NET-Technologie ein grafisches Benutzerinterface für mobile Funkscanner entwickelt. Die mit der Infrastruktursoftware ApplinX der Software AG realisierte Lösung ist überall dort einsetzbar, wo Unternehmen ihre Lagermitarbeiter mit tragbaren und handlichen Endgeräten ausrüsten wollen, um Produktivität, Durchsatz und Transparenz im Lager zu erhöhen.

Mit ApplinX lassen sich bestehende Prozesse und Transaktionen sehr einfach beschreiben und auf modernen Endgeräten umsetzen. - Andreas Göring, Chef der GOERING iSeries Solutions.

Wie weit ein Unternehmen die Automatisierung seiner Lagerwirtschaft treiben sollte, ist bei weitem nicht nur eine Frage des Geldes, das es dafür investieren kann. Große Schwankungsbreiten beim täglichen Warenumschlag, eine Vielzahl unterschiedlicher Verpackungsgrößen und viele andere Gründe lassen es häufig ratsamer erscheinen, auch weiterhin auf den Einsatz von Menschen zu setzen. Die allerdings müssen dann auch so optimal wie möglich gesteuert werden. Irgendwelche Formen von Zettelwirtschaft gehören ebenso wenig dazu wie lange Laufwege im Lager oder Leerfahrten mit einem Stapler, nur um sich an einer zentralen Station einen neuen Auftrag abzuholen.

Die Chancen von Datenfunk richtig nutzen

Mobile, datenfunkbasierende Lösungen versprechen in diesem Umfeld handfeste Vorteile. Die Lagermitarbeiter erhalten zeitnah dort, wo sie gerade sind, ihre Aufträge, können unmittelbar nach deren Erledigung Bericht erstatten und den nächsten Auftrag ausführen. Informationen über ein- und ausgehende Waren werden in Echtzeit an die Lagersoftware gemeldet; wodurch zum Beispiel zeitversetzte Batchläufe wie bei einer Abwicklung mit Hilfe diverser Papierformulare entfallen und so Rechnungen oder auch Einkaufsaufträge sofort erstellt werden können, wenn bei einer Ware der definierte Meldebestand erreicht wird. Und im Sinne einer permanenten Inventur haben die verantwortlichen Mitarbeiter stets einen aktuellen Überblick über den gesamten Lagerbestand. Produktivität und Transparenz im Lager werden somit entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Warehouse deutlich erhöht.

Diese überzeugenden, durchaus auch rechenbaren Vorteile sorgen dafür, dass "der Bedarf nach mobilen Datenfunklösungen für die Lageroptimierung gerade im Mittelstand enorm ist", bestätigt Andreas Göring, Chef der GOERING iSeries Solutions. Das Softwarehaus aus Bruchsal blickt auf eine langjährige ERP-Dienstleistungserfahrung zurück und bietet speziell für die iSeries-Welt eine Reihe von "kleinen, aber feinen Tools" rund um MS Office und den XML-Standard. Als weiteres Geschäftsfeld hat GOERING mittlerweile ‚mobile Warehouse-Lösungen' etabliert und im Frühjahr 2006 mit iMwarehouse eine Lösung auf den Markt gebracht, die gegenüber konkurrierenden Ansätzen insbesondere durch ihre Plattformunabhängigkeit, Stabilität und Ergonomie besticht. Gleichzeitig wurde iMwarehouse nach den aktuellen Design-Prinzipien serviceorientierter Architekturen als Web-Service realisiert und kann ohne jeglichen Eingriff in die Programmlogik bestehender Warehouse-Management-Systeme eingesetzt werden.

ApplinX als Web-Service-Enabler

iMwarehouse besteht aus zwei Komponenten: einem tragbaren Funkscanner mit Dialogführung für die Endbenutzer im Lager sowie der Infrastruktursoftware ApplinX, mit der ein Web-Service für die Kommunikation mit der zentralen Lagersoftware realisiert wurde. Die technischen Details erläutert Andreas Göring: "Im Bereich der PDA hat Windows CE eine sehr starke Verbreitung gefunden und auch vermehrt Einzug in die Lagerlogistik gehalten. Das Potenzial dieser Plattform geht weit darüber hinaus, wie sie heute häufig noch genutzt wird, nämlich als Telnet-Client mit schwer über Kommandozeilen zu bedienender Terminal-Emulationssoftware. Zunächst haben wir daher mit Hilfe der Windows Mobile .Net-Technologie aus dem Funkscanner einen Rich-Client entwickelt." Der bietet mit Bedienelementen wie Optionsboxen nicht nur deutlich komfortablere Dialogmöglichkeiten im Vergleich zu Telnet- und auch HTML-Clients. Der iMwarehouse-Client ist zum Beispiel außerdem in der Lage, im Fall von Funkstörungen Daten zu puffern und selbständig den ApplinX-basierenden Web-Service für den Zugriff auf die Lagersoftware aufzurufen, was eine sehr hohe Betriebsstabilität im täglichen Einsatz garantiert.

Im iMwarehouse-Konzept kommt ApplinX eine Schlüsselrolle zu, bestätigt Andreas Göring, der sich im Vorfeld mit ähnlichen Infrastrukturlösungen beschäftigt hatte: "Das Produkt bewährt sich schon seit einigen Jahren auf dem Markt und ist für die Realisierung von Web-Services einzigartig geeignet." Indem ApplinX auf Ebene der Bildschirmtransaktionen arbeitet, also im iSeries-Bereich etwa die 5250-Datenströme wrappt und mit entsprechenden GUI-basierenden Dialogen verknüpft, ist keinerlei Eingriff in die Programmlogik auf dem Host erforderlich. "Mit ApplinX lassen sich bestehende Prozesse und Transaktionen sehr einfach beschreiben und auf modernen Endgeräten umsetzen. iMwarehouse kann damit innerhalb weniger Tage unter Berücksichtigung der individuellen Kundenanforderungen eingeführt werden und bietet einen Return-on-investment von deutlich unter einem Jahr", so Göring. Und da ApplinX auch beliebige andere Bildschirmtransaktionen nach dem gleichen Prinzip verarbeiten kann und überdies als reine Java-Applikation auf Serverplattformen wie Windows, Unix, Linux oder Solaris gleichermaßen einsetzbar ist, sieht Göring ein großes Marktpotenzial für iMwarehouse auch außerhalb der iSeries-Welt überall dort, wo Unternehmen ihre bestehenden Warehouse-Management-Systeme um innovative Logistikkonzepte erweitern wollen.

www.softwareag.at

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