OMV Solutions ist das integrierte Shared Service Center für alle internationalen Konzerngesellschaften der OMV. Mit 450 MitarbeiterInnen erbringt das Unternehmen Service- und Beratungsleistungen für den Konzern. Das Leistungsportfolio reicht von IT, Financial Services, HR Management & Consulting, HR Administration bis hin zum Center for Occupational Health, Procurement und Facility Management. OMV Solutions ist eine 100% Tochter der OMV Aktiengesellschaft.
Netzwerkspezialist Walter Stix, von Wien aus verantwortlich für das lokale und internationale Netzwerk & Performance Management mit Aufgaben wie Langzeit-Monitoring, Erstellung von historischen und Echtzeit-Auswertungen sowie Troubleshooting, war und ist immer wieder mit Klagen über schlechte und fehlerhafte User-Performance konfrontiert.
Lange Antwortzeiten bzw. Unterbrechungen beim Zugriff auf bestimmte Ressourcen führen häufig dazu, dass von Anwenderseite - aber auch Applikationsverantwortlichen und First Level Support - ein Netzwerkproblem als mögliche Ursache vermutet wird. Bei Fehlermeldungen wie etwa: "Gestern ging das System schon wieder so langsam", war eine rückblickende Analyse vor dem Einsatz der Vital Suite nur schwer durchzuführen.
Die OMV betreibt über das Netz extrem Business-kritische Applikationen wie SAP, Exchange, Webanwendungen, Voice over IP und eine Informationsdatenbank. "Ist der Zugriff beispielsweise auf das zentrale SAP-System wegen länger andauernden Leitungsüberlastungen extrem eingeschränkt, kann dies bereits zu Geschäftseinbußen führen", beschreibt Walter Stix die Situation. Daher ist es von enormer Bedeutung, permanent über den Zustand der Leitungsauslastungen informiert zu sein.
Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang auch die Einhaltung der QoS Rules und deren Überwachung. Hier liefert Vital Suite durch die Auswertung der routereigenen QoS Parameter und speziell eingerichteter SAA ping's und TCP connect's umfassende Informationen.
Ein weiteres Highlight stellt die Überwachung der Leitungen zur Raffinerie in Burghausen in Süd-Deutschland dar. Zusätzlich zu den "Kundensystemen" wie SAP und der internen Telefonverbindung Wien-Burghausen, ist an diesem Standort ein komplettes Exchange Mailserver-Backup-System installiert, worüber der gesamte Mailverkehr der OMV bei einem Ausfall des Standortes Wien abgewickelt werden kann. Stix: "Das ist ein gutes Beispiel für die extrem hohen Verfügbarkeitsanforderungen unserer Netzwerk-Infrastruktur."
Rasante Ausweitung des Netzwerks
"Bei auftretenden Problemen hatten wir einfach keine Chance, diese zu lokalisieren oder vielleicht sogar proaktiv zu verhindern", erklärt Walter Stix und fügt hinzu: "Die OMV ist ein stark wachsendes Unternehmen. Um die Jahrtausendwende gab es nur wenige Außenstellen, die über - für heutige Begriffe langsame - 64 kBit/s ISDN oder Frame Relay Leitungen am Rechenzentrum in Wien angebunden waren. Internet und E-Mail steckten damals bei der OMV noch in den Kinderschuhen."
Mittlerweile ist nicht nur das gesamte Tankstellennetz im Donauraum in das Corporate Network der OMV integriert und damit die Dienstleistungen für all diese Systeme von OMV Solutions übernommen, sondern es werden auch Standorte in Perth, Australien oder Wellington (Neuseeland) von Wien aus überwacht. Wollte man bei dieser Entwicklung nun die Verfügbarkeit weltweit durch rechtzeitiges Erkennen von auftretenden Performance-Problemen oder Ausfällen erhöhen, war der Einsatz eines Performance-Management-Tools Voraussetzung.
Entscheidung für schoeller network control
Zunächst wurde, so Stix, gemeinsam mit allen involvierten Abteilungen ein Anforderungskatalog definiert und danach auf dem Markt eine geeignete Lösung gesucht. Die OMV Solutions testete vier Wochen die Vital Suite Lösung (Hersteller: Lucent Technologies) von schoeller und kam zu dem Ergebnis, dass diese alle gewünschten Anforderungen erfüllte:
- Rasche Problemzuordnung (Netzwerk, Applikation, Server oder Client),
- Erkennen von Bandbreitenproblemen durch automatische Alarmierung per E-Mail
- rechtzeitiges Erkennen von Performanceproblemen sowie möglicher Ausfälle,
- Lokalisierung von fehlerbehafteten Interfaces - Alarmierung möglichst schon, bevor der User das Problem meldet,
- Ferndiagnosen.
"Überzeugt haben uns auch die hohe Qualität der grafischen Benutzeroberfläche, die einfache Anwendung sowie die übersichtliche Aufbereitung der Daten", erklärt Stix die weiteren Vorteile der neuen Lösung. Zufrieden zeigt man sich bei OMV Solutions auch über die Lizenzpolitik, die einen Return on Investment von nur zweieinhalb Jahren ermöglichte.
Laut Walter Stix sind die ersten Ergebnisse äußerst erfreulich: Da sämtliche Unternehmensprozesse im Konzern über das von OMV Solutions betreute Netzwerk laufen, muss Hochverfügbarkeit gewährleistet sein. Selbstverständlich betrifft das auch die Petrom in Rumänien, welche zu Beginn über eine 2MBit/st Leitung in das Unternehmensnetz eingebunden wurde. "Seit der Implementierung der Vital Suite Lösung waren wir informiert, sobald die Bandbreite über Tage hinweg immer wieder auf über 90 Prozent Auslastung anstieg", erläutert Stix. "Wir konnten in diesem Fall erfolgreich auf das Bandbreitenproblem hinweisen, sodass rechtzeitig in die entsprechenden Erweiterungen investiert wurde: Derzeit 4 MBit/s, an einer Erweiterung auf 12MBit wird bereits gearbeitet."
Nutzen
Ausgesprochen zufrieden zeigt man sich bei OMV Solutions über die Möglichkeit, ein Problem in einer Außenstelle (z.B. Italien) und in der Zentrale zu "tracen" mit dem Ergebnis einer raschen Fehlererkennung und Behebung. Zeit und Reisetätigkeit werden damit eingespart. Beeindruckt war man auch von den Langzeitaufzeichnungs-Analysatoren, die nach einer Alarmierung genau feststellen, wer oder was tatsächlich die Leitung "dicht" macht. Sie sind auch in der Lage, die Qualität der Leitung über einen längeren Zeitraum aufzuzeichnen.
Walter Stix erklärt den Vorteil so: "Früher hatten wir keine Chance, in irgend einer Form aufkommende Probleme rechtzeitig zu erkennen, potenzielle Schwachstellen rechtzeitig aufzuspüren und bereits im Vorfeld zu verhindern. Jetzt werden wir zum Beispiel bei kritischen Veränderungen (Auslastung, hohe Laufzeiten, Errors, ....) rechtzeitig alarmiert und können so an der Analyse und Behebung arbeiten. In einigen Fällen konnten wir Probleme schon beseitigen, ehe von den Anwendern zum Telefon gegriffen und eine Fehlermeldung abgegeben wurde".
Dipl.-HTL-Ing. Helmut Hinterleitner, Leiter des Bereiches Networks betont: "Das Wichtigste für uns ist jedoch der Beitrag von Vital Suite zur Qualitätssteigerung, was bereits zu einer deutlichen Steigerung der Anwenderzufriedenheit geführt hat. Wir konnten dadurch eine sachliche Analyse der Performance Probleme erreichen und damit die Situation nachhaltig verbessern."
Stix abschließend: "schoeller hat rundum äußerst professionell agiert. Vor allem der perfekte lokale Support und die Vor-Ort-Betreuung hat für uns schon einen ganz besonderen Wert".
network control forum 2006
Moderne IT-gestützte Anwendungen verlangen nach optimalen Zugriffszeiten auf ihre zentralen Datenbestände um akzeptable Antwortzeiten zu erreichen. Es kommt dabei auf die fehlerfreie Übertragung, die richtige Priorisierung aber auch auf das optimale Design der Applikations-Achitektur an. Nicht zu vergessen ist die richtige sicherheitstechnische Abstimmung der IT-Infrastruktur, um eine IT-Landschaft sicher und effizient zu betreiben.
Das nunmehr 7. Network Control Forum von schoeller network control bietet Ihnen die Gelegenheit, die allerletzten Trends in Bezug auf Performance und Sicherheit Ihrer Applikationen kennen zu lernen. Deloitte & Touche referiert bei der Eröffnung über das Thema "IT-Compliance - wozu?". Weitere Internationale Referenten sprechen über die effizientesten Troubleshooting Methoden, über Application Performance Monitoring und die modernen Möglichkeiten zur Verbesserung der Antwortzeiten verteilter Anwendungen. Außerdem ergibt sich die Möglichkeit zum Networking mit mehr als 100 führenden IT Fachleuten.
network control forum:
Mittwoch, 18. Oktober 2006
9.00 Uhr - 16.00 Uhr, Registrierung ab 8.30 Uhr
Ort: Raiffeisen Forum
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Platz 1, 1020 Wien
Anmeldung: ursula.weilharter@schoeller.at




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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 