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Strategien

Microsoft Business Solutions

Gut gewachsen

Microsoft Business Solutions (MBS) konnte im mit Ende Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr gute Zuwächse verzeichnen. Martin Runge, seit kurzem Chef von MBS Österreich, will diesen Erfolg weiter ausbauen.

Rüdiger Maier

"Wir konnten mit 17% wachsen und liegen damit weit über den Analysten-Schätzungen im ERP- und CRM-Markt von etwa 6%", ist Runge stolz. Der CRM-Bereich verzeichnete gar einen Zuwachs von 117% und wird im kommenden Jahr besonderes Interesse auf sich ziehen. Partner werden hier ermutigt, sogenannte "hosted-CRM-Lösungen" anzubieten, die schon branchenspezifisch zugeschnitten sind. Ein spezieller BizTalk Server für CRM ist in Entwicklung. Die CRM-Basisversion, als "CRM live" direkt von Microsoft gehostet, wird es allerdings nur in den USA geben.

Bei den ebenfalls gut wachsenden ERP-Produkten (Navison: +16%; Axapta: +47%) setzt man einerseits auf die noch stärkere Anpassung der Oberfläche an bekannte Produkte des Herstellers (MS Office), andererseits soll es bis 2009 ein einheitliches ERP-Basisprodukt geben. "Durch die Anpassung der Oberflächen an MS Office können wir die Einschulungszeit minimieren und gleichzeitig die Akzeptanz erhöhen", weiß Runge. Aufsetzend auf dem zu den Vor-Systemen kompatiblen Basis-ERP wird es Branchenlösungen geben. Hier ist man derzeit dabei, die interessantesten Branchen zu definieren, für die Microsoft selbst Lösungen erarbeiten will. Die Partner wiederum werden aufgefordert, für die kleineren Branchen und Nischen entsprechende Produkte zu entwickeln.

Entstehende Branchenlösungen werden von Microsoft zertifiziert, wenn zumindest zwei funktionierende Kunden-Installationen nachgewiesen werden können. Derzeit seien hierzulande 20 Branchenlösungen realisiert, so Runge. "Mit unserem Solution Finder können Partner etwa in der Region DACH gleich gesinnte Unternehmen zur gemeinsamen Entwicklung entsprechender Produkte finden", ergänzt Jan Mieth, MBS-Österreich Marketing Manager. Auf diesem Weg wird die Ausweitung des möglichen Kundenpotentials unterstützt. Wichtiges Kriterium - gerade auch bei der Expansion von Unternehmen etwa in CEE-Märkte - ist die Inter-Operabilität des Systems. "Die Zusammenarbeit mit bereits vorhandenen Systemen ist entscheidend für den Ankauf und die Implementierung eines ERP- oder CRM-Systems", erläutert Runge. In einem nächsten Schritt ist auch die Einbindung von Kommunikationsmöglichkeiten (Stichwort: "Unified Communications") in die ERP-Systeme geplant.

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ERP - Enterprise Resource Planning

(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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