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Hard & Software

HP Lab Univerity

In die Zukunft geblickt

HP lädt einmal jährlich zur Lab University, anlässlich der man ein breites Spektrum von Produkten ausprobieren und einen Blick in die Zukunft werfen kann.

Das Innere einer Digitalkamera ist ein Wunderwerk an High-Tech

Rüdiger Maier

Gleich bei der ersten Veranstaltung konnte ich erhellende Blicke in die Zukunft werfen. Da ist etwa der "Memory-Spot" genannte Chip, dessen mögliche Anwendungen noch lange nicht alle erkundet sind. John Waters und Ed McDonnell aus den HP Laboratorien: "Dieser RFID Chip könnte etwa auf einem ausgedruckten Foto angebracht sein und die digitalen Foto-Daten enthalten." In Ergänzung zu herkömmlicher RFID-Technik soll sich der Chip durch folgende Besonderheiten auszeichnen:

  • Hohe Daten-Austauschrate (2,45GHz; mehr als 1Mbit)
  • Geringer Stromverbrauch (batterielos; nur durch Induktion betrieben)
  • Funktion nur bei unmittelbarer Berührung (verhindert Datendiebstahl)
  • Integration der Antenne direkt am Chip (höchste Integrationsdichte, kleinste Abmessungen)

Das Lesegerät könnte in einem Handheld oder im Handy integriert sein und bei Berührung mit dem Chip die digitalen Daten aufnehmen.

Carl Taussig wiederum erläuterte die Grundzüge von "Large-area Inexpensive Flexible Electronics" (LIFE): Diese Kunststoff-Folie ließe sich für viele Display-Anwendungen einsetzen, die mit heutigen Technologien zu teuer sind. Damit könnten man dann endlich das Panorma-Display einrollen und es wäre noch dazu wesentlich robuster als heutige Displays.

Schon sehr weit fortgeschritten ist das "Reproduktionssystem für Kunstwerke", das Jeffrey DiCarlo präsentierte. Damit soll es erstmals einfach möglich werden, Originale mit möglichst geringem Aufwand praktisch naturgetreu zu erfassen und auszudrucken. Bisher kommt es wegen der vielen zum Einsatz kommenden Geräte und Kalibrierungs-Technologien nur zu ungenügenden Ergebnissen. Das Unternehmen hat deshalb zur eindeutigen Kalibrierung ein eigenes "emissive calibration chart" entwickelt (eine Tafel, die weißes und farbiges Licht aussendet). Über die Software "HP artist" entsteht so ein Bild-spezifischer ICC (integrated colour circuit), der die farbgetreue Wiedergabe des Originals erlaubt.

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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