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Editorial

Editorial September 2006

Ungebremste Dynamik

Die Dynamik am heimischen Telekommunikationsmarkt lässt nichts zu wünschen übrig. Daher widmet sich das "Thema" unserer September-Ausgabe den Entwicklungen rund um "Telekom & Internet für KMUs". Lesen Sie ab S. 17, wie Sie für Ihr Unternehmen den bestmöglichen Nutzen herausholen und welche Entwicklungen zu erwarten sind.

Gleich nach ihrer Baby-Pause versammelte MONITOR-Autorin Christine Wahlmüller zwölf führende Köpfe der heimischen Telekom-Branche zum provokanten Titel "Wie viele Anbieter verträgt der Markt - was erwartet Businesskunden in Zukunft?" zur Diskussion. Ein kurzer Rückblick auf die letzten fünf Jahre zeigt die rege Bewegung am Markt: T-Mobile schluckt tele.ring, UPC übernimmt Inode, eTel verleibt sich EUnet und yc:networks ein, Tele2 kauft UTA. Wie geht es also weiter?

Eines ist klar: Breitband ist nach wie vor in aller Munde. Auch bei der vollzählig versammelten MONITOR-Gesprächsrunde - alle zwölf eingeladenen Unternehmen waren durch einen Herrn vertreten - war Breitband-Internet von Anfang an eines der bestimmenden Themen. Karim Taga von Arthur D. Little zeigte auf, dass alleine im letzten Jahr 440.000 neue Breitband-Anschlüsse eingerichtet wurden. Dabei verzeichneten die mobilen Lösungen via UMTS 2005 einen enormen Anstieg und erreichten Ende des Jahres nahezu 10% an der gesamten Breitbandpenetration. Zum Thema Übernahme meinte Torsten Schwick, Marketing Manager bei Tele2UTA: "Wir haben jetzt drei große Player am Markt, die bleiben werden: Telekom Austria, Tele2UTA und UPC/Inode. Ich glaube nicht, dass es weiter zu Konsolidierungen kommen wird." Wir werden es ja sehen, ob diese Vorhersage auch Bestand hat. Lesen Sie die ganze Diskussion ab S. 17.

Mobilität ist Trumpf

In einem weiteren Text ab S. 27 hat sich unsere Telekommunikationsspezialistin des Themas "mobile Arbeit" angenommen. Der Trend ist ja unübersehbar: Mobile Geräte bestimmen das Businessleben. Erst Ende Juni hat daher die mobilkom die neue HSDPA 3,6 MBit/s Highspeed-Technologie gelauncht, die in allen Landeshauptstädten verfügbar ist. "Mobile Office ist bereits Realität geworden - der Trend in diese Richtung zeigt sich ganz klar: Ende Juni diesen Jahres zählten wir bereits 100.000 verkaufte Datenkarten. Auch BlackBerry erfreut sich großer Beliebtheit", betont etwa Alexander Sperl, Marketing Direktor beim Marktführer mobilkom, der zwei Drittel der Businesskunden unter Vertrag hat. Sperl bezeichnete das Handy wörtlich als "Schweizer Taschenmesser der Kommunikation", womit die Weichen für die Zukunft für die Mobilfunker gut gestellt sind.

Ab S. 34 stellt Christine Wahlmüller schließlich die Frage: "Wer kann den KMU-Markt für sich gewinnen?" Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) beherrschen das Bild des österreichischen Unternehmertums, sie sind allerdings wenig technikorientiert, wollen aber die Vorteile der Telekommunikation für sich nutzen. Hier rittern sich die Anbieter mit entsprechenden Produkt-Kombis, von denen für den Herbst jede Menge zu erwarten sind. Dynamisch ist auch bei den KMUs die Mobilitäts-Entwicklung: Über 50%setzen Notebooks ein. Schon jedes fünfte Unternehmen (21%) stattet seine Mitarbeiter mit PDAs aus - diese Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Fast jedes zweite Unternehmen präsentiert sich über eine eigene Website im Internet, nach einer Phase der Stagnation ist jetzt wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

E-Verwaltung Grün-Weiß

50 ausgewählte Verwaltungsverfahren sollen in der Steiermark zukünftig über den elektronischen Behördengang verfügbar sein. Monitor-Autorin Alexandra Riegler sprach darüber (ab S. 40) mit Herbert Pacnik, Projektleiter in der Stabsstelle E-Government der Steiermärkischen Landesregierung.

Drei Jahre gibt man sich Zeit, danach soll die Steiermark rundum fit für die Verwaltungszukunft sein. Die Kosten, um 50 selektierte und nach Bürgernutzen beurteilte Behördenverfahren tauglich fürs E-Government zu machen, werden mit rund 2 Mio. Euro beziffert. Im Gegenzug locken jedoch beachtliche Einsparungspotenziale: Um 1-2 Mio. Euro pro Jahr sollen alleine die Online-Vorgänge rund um Führerschein, Gewerbewesen, Reisepass, Sozialhilfen, Verwaltungsstrafen bis hin zur Wohnbauförderung das Budget des Landes entlasten.

Trend zur Aufstellungsarbeit

MONITOR-Autor Reinhold Fleischhacker hat in seinem soeben erschienen Buch "Die Sprache des Raumes" versucht, das Funktionieren der Aufstellungsarbeit auch für Unternehmen zu erklären und ist dabei auf viel Fragen gestoßen. Bei grobem Hinschauen geschehen bei einer Aufstellung tatsächlich sonderbare Dinge: Da stellt ein Klient wildfremde Personen (Repräsentanten genannt) in irgendeinen Raum, hört sich an, was die derart "Aufgestellten" so von sich geben - und geht nach etwa einer Stunde mit neuen Erkenntnissen nach Hause.

Dabei machen diese wildfremden Personen (auch "Stellvertreter" genannt) nichts anderes, als zu fühlen, wie sich ihre Position in der Konstellation und im Raum anfühlt. Fühlen sie sich unwohl (das kann bis zu Schwindelgefühlen und Magenschmerzen reichen), so verändern sie ihre Position in der Konstellation - so lange, bis sich alle Stellvertreter wohl fühlen. Das ist dann die "Lösungskonstellation". Lesen Sie mehr über diesen neuen Ansatz zur Problemlösung in unserem "Job Training" ab S. 59.

Einen erfolgreichen Herbst mit MONITOR wünscht Ihnen Ihr

Rüdiger Maier

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MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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