Vor allem die unangenehme Eigenschaft des Word-Makrovirus sich mit Hilfe von Mailprogrammen weiterzuverbreiten hat für ein gewaltiges Medienecho gesorgt. Melissa überschwemmte nicht nur in den USA EDV-Systeme von namhaften Unternehmen und Regierungsstellen.
Das tückische dieses Makrovirus ist seine Fähigkeit unter MS Outlook gespeicherte E-Mail-Adressen mit von ihm selbst verseuchten Dokumenten zu "beglücken". Das stellt eine fast explosionsartige "Vermehrung" sicher. Dabei werden zwar keine Dateien zerstört, aber durch die gewaltigen Datenmengen, die da verschickt werden können, kann er bei Mailservern für gravierende Probleme sorgen.
Jede von Melissa manipulierte E-Mail enthält ein Subject "Important Message From (User Name)" und ein Attachment - dem verseuchten Dokument. Der Inhalt des Mails lautet: "Hier ist das Dokument, nachdem Sie gefragt haben, zeigen Sie es niemanden anderem!"
Außerdem manipuliert das Virus die vom User vorgegebenen Makro-Viren-Schutzmaßnahmen und setzt diese auf die geringst mögliche Sicherheitsstufe. Seine eingebaute Trigger Funktion aktiviert das Virus außerdem an Tagen, an denen das Datum des aktuellen Tages mit der aktuellen Uhrzeit übereinstimmt. (Etwa am 19. um 19 Uhr 19.) Dann wird in Dokumenten eine Meldung plaziert, die mit "Twenty-two points, plus triple-word-score,..." beginnt.
Betroffen sind von Melissa Word 8 und Word 9 (Office 97 und 2000).
Bezugsquelle:
Ikarus Software
Tel. 01/589 95-0




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 