In dem jährlichen Ranking der EU werden die online Services der Verwaltung in ihrer jeweiligen Transaktionsstufe in 28 europäischen Staaten (EU-Mitglieder, Island, Norwegen, Schweiz) miteinander verglichen. Die vier Transaktionsstufen reichen von der reinen Information im Internet, über die Möglichkeit Formulare auszudrucken bis zum elektronischen Formular. Die höchste Stufe ist die vollständige elektronische interaktive Abwicklung (E-Signatur, E-Payment, E-Delivery).
Insgesamt werden 20 öffentliche Dienstleistungen untersucht und gegenübergestellt. Im Bürgerbereich etwa Punkte wie Einkommenssteuer, Sozialleistungen, persönliche Dokumente, Baugenehmigung Wohnungsumzug, Gesundheitsdienste - für Unternehmen: Mitarbeiter Sozialbeiträge, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer, Gewerbeanmeldung, Zollerklärung u.a.
Damit konnte sich Österreich im Rahmen der E-Government Offensive der Bundesregierung innerhalb von drei Jahren von Rang 11 in 2002 an die Spitze vorarbeiten, freute sich Staatssekretär Franz Morak.
Seit 2005 wird auch ein eigenes Benchmarking im Bereich der vollständigen Transaktion erstellt. Auch in diesem Ranking belegt Österreich den 1. Platz.
In Europa sind 75 % der öffentlichen Serviceleistungen elektronisch verfügbar und knapp 50 % vollständig elektronisch durchführbar. Österreich liegt mit über 90 % bei den online Services und über 80 % bei der kompletten online Abwicklung klar voran. Eine besondere Verbesserung konnte bei den neuen EU-Mitgliedsstaaten festgestellt werden. Dies ist auch auf den Know-how und IT-Transfer aus Österreich zurückzuführen.
Der Erfolg Österreichs ist auf die kooperative Zusammenarbeit von Bund, Länder, Städten, Gemeinden und der Wirtschaft in der Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt zurückzuführen. Damit gibt es eine einheitliche Strategie, Qualitätskriterien, kostenlose Basismodule, einen Formular-Styleguide, Schulungskonzepte, und vieles mehr, sowie eine flächendeckende Umsetzung.
Eine neue Studie von Fessel GfK zeigt zudem einen klaren Anstieg bei der Nutzung von E-Government Diensten in Österreich. Mehr als 70 % bewerten E-Government als positiv und 45 % haben Anträge bereits vollständig elektronisch abgewickelt. Eine Steigerung von 137 Prozentpunkten innerhalb von zwei Jahren. 80 % der österreichischen Internetnutzer gehen mittlerweilen bei Behördenwegen lieber ins Netz als auf das Amt und mehr als 60 % würden eine elektronische Zustellung von Bescheiden dem Postweg lieber vorziehen.



7/2011
6/2011
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bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 