Rainer Doppler
Bei modernen Netzwerk-Infrastrukturen im IT-Bereich ist es heute nicht anders als damals. So ergaben Studien der Forschungsgruppe Infonetics im Jahr 2005, dass große Unternehmen bis zu 16 Prozent des jährlichen Umsatzes durch Downtime des Netzwerks verlieren. Im Bankenbereich allein beläuft sich die Summe laut der Studie auf 222 Millionen US-Dollar. Verlässlichkeit in Sachen Infrastruktur ist somit eine der wichtigsten, aktuellen Voraussetzungen für einen nachhaltigen Geschäftserfolg. Sie ist die Basis für Effizienz und Produktivität - und speziell für niedrige Total Costs of Ownership (TCO).
Robuste Verarbeitung und Sicherheitstools
ProCurve Networking von HP garantiert mit seinen Produkten höchste Verlässlichkeit. Auf die Qualität der Produkte wird schon bei der Entwicklung großer Wert gelegt. Ob Switch oder Access Point - bevor ein Gerät auf den Markt kommt, muss es durch eine Unzahl von Tests im HP Roseville Hardware Test Center, liebevoll kurz "Shake ´n Bake Lab" genannt. Dieser Spitzname hat seinen Grund: Die einzelnen Produkte werden förmlich gegrillt, eingefroren, fallen gelassen und vieles mehr. Diese Tests legen somit die Basis für ein leistungsfähiges Netzwerk.
Nicht nur die Netzwerk-Produkte selbst, auch die Sicherheit des Netzwerks ist für ein verlässliches Netzwerk unabdingbar. Ein Absturz des Netzwerks, der meistens durch Attacken von Außen wie beispielsweise durch Viren oder Spam-Mails hervorgerufen wird, kann dem Unternehmen nicht nur eine Menge Zeit und Nerven, sondern auch Geld kosten. Den Zugang zum Netzwerk intelligent zu managen und zu sichern, ist daher eine der obersten Prioritäten.
Von einem PC am Arbeitsplatz, von einem Notebook über einen drahtlosen WLAN-Zugang, über ein Handheld-Gerät - der Zugang erfolgt heute über die verschiedensten Wege. Die wichtigste Frage dabei ist, wer wann von wo auf was zugreifen darf. Identity Driven Management oder kurz IDM heißt hier die Lösung. Den Kern bilden so genannte Management Policies, also Geschäftsrichtlinien, nach denen jedem Mitarbeiter gemäß seines Einsatzes und seiner Rolle im Unternehmen Zugriffsrechte über verschiedene Variablen zugeordnet werden. ProCurve bietet mit dem HP ProCurve Identity Driven Manager hierzu die Software-Lösung an. In Verbindung mit der innovativen Virus Throttling Software, die nach abnormalen, virusähnlichen Verhaltensmustern sucht und die Netz-Verbindungen zu einem infizierten Gerät im Fall der Fälle automatisch kappt, erhalten Unternehmen ein Sicherheitspaket, das sie vor den zahlreichen Netzwerk-Bedrohungen von Innen wie von Außen schützt.
Verlässlichkeit ist ein wichtiger, jedoch nicht der einzige Aspekt beim Aufbau einer zukunftssicheren Netzwerk-Infrastruktur im Sinne eines niedrigen TCO. Oft geht dabei der Blick rein auf die Anschaffungskosten. Dies jedoch allein betrachtet greift zu kurz. Um nachhaltigen Erfolg zu generieren, dürfen eine Menge anderer Punkte wie Skalierbarkeit, einfache Administration oder die leichte Integration in das bestehende Netzwerk nicht vernachlässigt werden.
Sichere Zukunft durch ein skalierbares Netzwerk
Gerade in den letzten zehn Jahren hat sich die Netzwerktechnologie in rasantem Tempo weiterentwickelt. Früher diente das Netzwerk einfach nur dazu, IT-Komponenten miteinander zu verbinden und den Datenverkehr zu steuern. Heute können sie die Produktivität steigern, die Mobilität der Mitarbeiter erhöhen sowie Sprach-, Video- und Daten-Konvergenz ermöglichen.
Allein diese Beispiele zeigen, dass die Anforderungen an das Netzwerk stetig wachsen. Höchste Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit neuer Lösungen in die bestehenden Strukturen sind eine unerlässliche Komponente, um das Netzwerk mit modernen Komponenten auszustatten, die mit den Anforderungen mitwachsen können. HP ProCurve baut hierbei auf die Verwendung intelligenter, auf offenen Standards basierender Technologien.
Einfaches Management spart Administrationskosten
Nur wer Überblick über sein Netzwerk hat, kann auch einfach Optimierungsmaßnahmen einleiten und im Fall eines Ausfalles gegensteuern. Die Lösung von ProCurve: der HP ProCurve Manager in der aktuellen Version 2.1. Hierbei handelt es sich und ein Windows-basierendes Verwaltungstool zur zentralen Administration, Aktualisierung, Überwachung und Problembehandlung von ProCurve Netzwerk-Geräten.
Neben der Basis-Variante, die im Lieferumfang jedes ProCurve-Produktes kostenlos integriert ist, gibt es die Möglichkeit auf ein Upgrade zum HP ProCurve Manager Plus. Diese Software kann allein oder in Verbindung mit dem HP OpenView Network Node Manager betrieben werden und erweitert den Funktionsumfang der Basis-Lösung um zusätzliche Funktionen wie eine detaillierte Analyse des Datenverkehrs oder eine Gruppen- und Richtlinienverwaltung, die zahlreiche Abläufe im Netzwerk automatisiert - eine deutliche Entlastung für die IT-Administratoren und das IT-Budget. Durch Plug-In-Module kann die Software zudem um zusätzliche Mobilitäts- und Sicherheits-Features erweitert werden.
Umfassender Blick spart TCO
Erst dieser umfassende Blick auf alle Punkte eines sicheren und umfassenden Netzwerks ermöglicht es, nachhaltige Erfolge zu zielen und den TCO niedrig zu halten. Verlässlichkeit spannt die Brücke zur Kostenreduktion und hält den Kopf frei für weit reichende Budgetplanungen und strategische Überlegungen zum optimalen Aufbau und zur Weiterentwicklung des Netzwerks. Wenn erst mit einer umfassenden Kostenrechnung gestartet wird, wenn das Netzwerk zusammenbricht, ist es meist schon zu spät. Die Tacoma Narrows Bridge zu ersetzen hat 10 Jahre gedauert.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 