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Colt Telecom

Umkämpfter VoIP-Markt: Was bringen die neuen Lösungen?

Der österreichische VoIP-Markt ist um einen Anbieter reicher: "Colt Telecom" mischt seit kurzem als alternativer Telekommunikationsbetreiber im Geschäftskunden-Umfeld mit.

Maren Beaufort

Neu im Angebot ist eine gemanagte VoIP-Lösung für mittlere und große Betriebe. Hierbei wird die bisher normalerweise innerhalb des Unternehmens platzierte Telefonanlage zum Betreiber ausgelagert, die Netze, inklusive Apparatur und dazugehörigem Service, sodann zum Pauschalpreis angemietet. Im Zuge von Neuorganisationen der betrieblichen Sprach- und Datentransfers planen zunehmend auch andere Anbieter mit vergleichbaren Konzepten. Fachkreise versprechen dabei Einsparungen bis zu 30%.

Viele Unternehmen zögern noch aus unterschiedlichen Gründen, ihre gewachsenen Kommunikations- und Netzstrukturen neuen Standards zu unterwerfen. Hohe Anschaffungs- und Initialisierungskosten, teure Qualitätssicherung, mangelndes internes Know-How und das Risiko einer neuen Technologie sind häufig kritische Argumente.

Die Übernahme des Netzbetriebs durch einen externen Dienstleister kann allerdings helfen Skaleneffekte zu realisieren: Da der Betreiber dann für mehrere Kunden Leistungen übernimmt, kann er fortschrittliche Technik relativ preisgünstig vermieten. Service und Updates sind dabei meist integriert. So auch der Plan von Colt Telecom mit dem neuen Produkt "IP Voice".

Skaleneffekte mit "IP Voice"

"IP Voice" ist ein modulares Lösungskonzept, bei dem Kunden aus kombinierbaren Produktteilen genau die Bausteine wählen können, die sie individuell benötigen. Von der gehosteten IP-Anlage über unterschiedliche Qualitäts- und Servicegrade bis hin zu den Endgeräten kann ein individuell zweckmäßiger Aufbau entwickelt werden. Außerdem sollen sämtliche alt bekannten Funktionalitäten der traditionellen Telefonie erhalten bleiben, denn, "nur um einer neuen Technologie willen möchte niemand auf das verzichten was er bis jetzt kann", ist Geschäftsführer Mag. Manfred Pufitsch überzeugt.

Am Ende fallen nur die tatsächlich genutzten Leistungen zur Verrechnung an. "Dessen ungeachtet kann jeder Benutzer für pauschal EUR 21,50 in alle 13 von uns erschlossenen Länder Europas telefonieren. Unser hauseigenes Netz umfasst dabei rund 20.000 Kilometer, vernetzt 32 Städte und wir garantieren rundweg die für Geschäftsgespräche notwendige Güte", erläutert Pufitsch. Darüber hinaus werden mobile Endgeräte und Home Offices über das Internet integriert.

Viele Marken, eine Lösung

Unter dem Titel "Voice Net Services" etabliert zugleich auch T-Systems ab Herbst dieses Jahres eine ähnliche Lösung am hiesigen Markt. Ferner wurde Kapsch mit der vergleichbaren "MissisSIPpi Hosted IP PBX" 2005 mit dem TEL.CON Award ausgezeichnet.

Hinter all diesen Marken steht aber letztlich eine Lösung: Das so genannte Communications Resourcing - eine Art Weiterentwicklung des Outsourcings in Richtung Telekommunikation. "Monitoren und verwalten dabei beide Seiten den aktuellen Systemstatus, wirkt dies obendrein dem häufig von Outsourcing-Kunden beklagten Kontrollverlust entgegen", argumentiert der deutsche Communications Resourcing Spezialist Thomas Köhler.

Er sieht die entscheidenden Vorteile der neuartigen Sprach- und Datenvernetzung daher nicht nur in dem ihm zu Folge rund 30%-igen Einsparungspotential, sondern besonders in der begleitenden Prozessoptimierung. Eine überschaubare und flexibel skalierbare Infrastruktur sind ebenso Vorzüge, wie die hohe Zuverlässigkeit des Gesamtsystems. Daneben bindet das Unternehmen kein Kapital für die Technik und hat für alle Kommunikationsbelange nur einen Ansprechpartner.

Grundsätzlich gilt: je höher die Anzahl Standorte und das Volumen netzinterner Gespräche, je eingeschränkter die kurzfristige Kapitalverfügbarkeit, je geringer die interne Expertise und je länger die gewünschte Migrationsperiode, desto eher sollte eine ausgelagerte Lösung in Betracht gezogen werden.

www.colt.net/at/ge

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