Router und Firewalls sind, sofern sie "ftp", "news" oder "www" heißen, ebenfalls aufgeführt, so daß eventuell nicht alle gezählten Linux-Rechner als Host, sondern oft auch als Netzwerkequipment verwendet werden.
Da aber meistens Rechner mit Namen, die mit "news", "www" und "ftp" beginnen, nicht als Netzwerkhardware, sondern (zumindest zusätzlich) als Host eingesetzt werden, relativiert sich diese Unschärfe.
Rechner mit mehreren Namen sind ebenfalls mehrmals enthalten -- gelten andererseits aber sowieso auch als getrennte logische Rechner.
Ansprechend an diese Statistik ist die Basis. Sie besteht auf einigen wenigen Zahlen, die nicht geschätzt oder unvollständig sind, sondern aus einer echten, lückenlosen Zählung einer vollständigen Menge von Rechnern entsteht. Wenn 31.3% der weltweiten RIPE-Einträge (mit den oben genannten Prefixen) unter Linux fahren, ist dies ein Erfolg für die Plattform.
Im Vergleich dazu sieht Österreich linuxseitig ziemlich ähnlich aus, jedoch ist bei uns Windows um 10 Prozentpunkte stärker vertreten als international. Diese 10 Punkte kommen aus der restlichen Vielfalt von Rechnersystemen, die hierzulande offenbar noch nicht so breit eingesetzt werden wie international.
Wie wird gezählt?
Die Zählung erfolgt durch Ermittlung bestimmter Eigenschaften des Netzwerktreibers des Zielrechners. Der TCP-Stack des "Ziel-Rechners" wird durch spezielle TCP-Pakete (etwa SYN/ACK-Kombinationen) herausgefordert, Antworten zu senden. Diese sind dann charakteristisch für den Netzwerktreiber, der wiederum dient, das Betriebssystem sicher zu identifizieren.
Diese Aufgaben erfüllt das Programm Queso, kurz für "Que Sistema Operativo", zu Deutsch "welches Betriebssystem?". Näheres zu Queso gibt es auf http://apostols.org/projectz/queso/.
Queso identifiziert an die 100 verschiedener Rechnertypen beziehungsweise IP-Stacks problemlos, und kann etwa auch eingesetzt werden, um in Firmen-LANs die Betriebssystemverteilung zu ermitteln oder Firewalls als solche zu identifizieren.o



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8/2011
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