Newsfeed abonnieren
Branchen-Monitor

SAS Forum International in Genf

Daten werden Informationen

Der Business-Intelligence(BI)-Anbieter SAS Österreich hat mit Mercury Business Solutions und der Programmierfabrik Hagenberg erstmalig externe Vertriebspartner ausgewählt. Damit will man regional und branchenmäßig das Kundenspektrum ausbauen.

Rüdiger Maier

"Als Dienstleistungsunternehmen haben wir uns darauf spezialisiert, Software-Entwicklungsprojekte zu übernehmen oder Programmierleistung zur Abdeckung von Auslastungsspitzen bei der Entwicklung und der Wartung von Software zur Verfügung zu stellen", erläuterte Konrad Linner, einer der Geschäftsführer der Linzer Programmierfabrik am Rande des in Genf abgehaltenen SAS Forum International.

Das Unternehmen hat sich damit vom SAS-Konkurrenten Oracle losgesagt und wird als Repräsentanz West von Linz aus Westösterreich und Industrie-Partner betreuen. Auch der zweite Partner "Mercury Business Solutions" in Wien wurde von der Konkurrenz - diesmal "Business Objects" - "abgeworben" und in das SAS-Netzwerk integriert. Geschäftsführer Walter Holzer: "Wir verfügen über die notwendigen Kapazitäten für eine ganzheitliche Projektabwicklung."

Auszeichnung für Erste Bank

Am SAS Forum International in Genf nahmen heuer etwa 2.600 Besucher aus aller Welt teil. Der BI-Spezialist stellte hier unter anderem Weiterentwicklungen der branchenübergreifenden Lösungen für Personal-, Finanz- und Prozesskostenmanagement sowie für strategisches Performance Management vor. Daneben wurden neue branchenspezifische Lösungen für Telekommunikationsanbieter, Banken und Versicherungen präsentiert. Auch bietet das Unternehmen nun eine serviceorientierte Architektur (SOA) für sämtliche BI-Aufgaben an: Von der Datenintegration über Analyse und Reporting bis hin zur Informationsverteilung.

Heuer wurde die österreichische Erste Bank mit dem "Risk Excellent Award" für ihr Risikomanagement ausgezeichnet. Dazu Günther Krähan, Programmleitung Basel II, Erste Bank: "Wir haben uns konzernweit für den Einsatz der SAS Risk Management Lösung entschieden. Diese Branchen-Lösung beinhaltet schon im Standardumfang ca. 85% unserer Anforderungen für die risikogewichteten Aktiva (RWA)." Bereits 2004 war von der Bank entschieden worden, sämtliche Auslandstöchter in ein neu zu erstellendes Data Warehouse für Basel II zu integrieren. Im Oktober 2004 fiel die Entscheidung für den Anbieter, nach drei Monaten war das gesamte "Data Mapping" abgeschlossen. Die in der Standard-Lösung nicht abgedeckten Anforderungen wurden in mehreren Phasen entwickelt: "Die Lösung ist nämlich sehr offen und kann entsprechend den Änderungen in den Anforderungen rasch adaptiert werden. Zudem bildet der Hersteller in den neuen Releases auch regelmäßig die Änderungen in den Basel-II-Richtlinien ab", so Krähan.

Intelligente Krankenkassa

Einen der etwa 200 Vorträge am Forum hielt Mag.Dr. Andrea Wesenauer, Mitglied des Direktoriums der OÖ. Gebietskrankenkasse (OÖGKK). Ausgehend von schlechten Ergebnissen startete die OÖGKK bereits 1990 ein Projekt für eine neue Strategie und Vision: "Wir wollten sowohl die Kundennähe als auch unsere Finanzen verbessern, und dies mit tatkräftiger Unterstützung der besten IT-Lösungen", erläutert Wesenauer im MONITOR-Gespräch.

Maßgeblich unterstützt von der Programmierfabrik Hagenberg entschied man sich, alle Usergruppen über eine IT-Info-Plattform (SAS 9) zu bedienen: "Der rasche Zugriff auf Daten ist für unsere Führungskräfte und viele Mitarbeiter besonders wichtig, um rasch kosteneffiziente Entscheidungen fällen zu können." Dass hier zu den Daten auch Kommentare abgelegt werden können ist für die tägliche Arbeit eine wesentliche Erleichterung. Auch lässt sich nun je nach Informationsbedarf von den Kennzahlen ausgehend bis tief in die Daten hinein nachforschen. Um das Controlling möglichst dezentral gestalten zu können, wurde ein eigenes System entwickelt, dass einen einfachen Zugang sicherstellt.

"Wir haben damit "BI für alle" umgesetzt, allerdings natürlich mit sehr strengen Zugangs-Regelungen", so Wesenauer. Der Erfolg gibt den jahrelangen Bemühungen jedenfalls in ganzer Linie Recht: "Wir können auf ausgezeichnete Finanzergebnisse, beste Kunden-Daten, niedrige Verwaltungskosten und ein hohes Leistungs-Niveau wirklich stolz sein", resümiert Wesenauer. Und gleichzeitig entstand so auch eine interne Kultur der Kunden-Orientierung. Möge es also viele Nachahmer geben.

www.sas.at

weitersagen: drucken
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Dr. Christine Wahlmüller

Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum