Aufgabe der Anlagen ist es, Metallschmelzen kostengünstig für den Gießbetrieb zur Verfügung zu stellen und anfallendes Rücklaufmaterial im eigenen Betrieb zu recyclen und in den Materialkreislauf zurückzuführen. Ein wichtiger Bestandteil der Systeme für Zink und Magnesium ist die patentierte Schmelzenpumpe, die Umfüllvorgänge vom Schmelzofen zum Transportbehälter und zum Maschinenofen bewerkstelligt. Transportsysteme für die Flüssigbeschickung sind in vielen Varianten realisiert, beispielsweise der Transport des Flüssigmetallbehälters per Stapler und die automatisierte Flüssigbeschickung über eine Hängebahn.
Die Verfügbarkeit hochreiner Magnesiumlegierungen führte Anfang der neunziger Jahre zu einer verstärkten Anwendung des Magnesiums im Automobilbereich, in die Kommunikations- und Flugzeugtechnik. Konsequent adaptierte Rauch das für Zink entwickelte Systemkonzept auf den Bereich Magnesium. Die Dosiergewichte bewegen sich inzwischen im Bereich von 20 Kilogramm pro Schuss. Heute werden Dosieröfen mit Schmelzleistungen bis 1.000 Kilogramm Magnesium pro Stunde gebaut, auch mit Beschickungs- und Vorwärmeinrichtungen. Daneben liefert das Unternehmen Anlagen zum thermischen Verdichten von Metallspänen. Damit ist deren Einbindung in das Inhouse-Recycling möglich.
Zur integrierten IT-Basis
Mit zunehmendem Markterfolg benötigte Rauch eine eigene Informationsstruktur, die die in einzelnen Bereichen gewachsenen und nicht miteinander vernetzten IT-Fragmente ersetzt. Während Einkauf, Arbeitsvorbereitung und Buchhaltung bereits mit einem ERP-System arbeiteten, nutzte der Vertrieb ausschließlich Word und Excel. Man entschied sich, eine komplett neue Plattform, ein modernes ERP-System zu installieren.
Insgesamt wurden sechs Anbieter gebeten, einen umfangreichen Anforderungskatalog zu bearbeiten und zu etwa 180 Punkten, gegliedert in die Themen Logistik, Vertrieb, Kostenrechnung und Finanzbuchhaltung, Stellung zu beziehen. Zusätzlich forderte Rauch eine Präsentation der Software und den Besuch jeweils eines Referenzkunden.
Dass proALPHA zum Zuge kam, lag an der breitesten funktionalen Abdeckung vor allem im Logistikbereich, der räumlichen Nähe zum Anbieter, der kompetenten Präsentation und dem überzeugenden Besuch beim Referenzkunden. Ein wenn auch nicht in Zahlen fassbares, aber durchaus mit entscheidendes Kriterium bildete das "Gefühl aus dem Bauch". Die Chemie der Mitarbeiter von proALPHA und dem Projektteam bei Rauch stimmte vom ersten Kontakt an.
Zahlen transparent machen
Eine maßgebende Anforderung der Geschäftsleitung war, im Standard eine Liquiditätsübersicht automatisch bereit zu stellen, die bei richtiger Nutzung der einzelnen Module anhand eines Charts die finanzielle Situation des Unternehmens wiederspiegelt.
Dieses Instrument ist besonders für den Anlagenbau, der eben nicht über eine gleichmäßige Auslastung und somit über hohe Einnahmen- und Ausgabenspitzen verfügt, zur Planung des Geschäftserfolges äußerst dienlich. Diese Liquiditätsübersicht konnte im Standard keiner der Mitbewerber bieten.
Auch in diesem Fall überzeugte proALPHA mit Funktionen, die ansonsten häufig teure und pflegeintensive Sonderprogrammierungen erfordern.
Weitere Informationen zur Schmelztechnik von Rauch erhalten Sie im Internet unter: www.rauch-ft.com




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 