Bereits im Herbst 2005 hat Microsoft beschlossen, das Produktportfolio der Geschäftssparte Microsoft Business Solutions neu und einheitlich zu benennen. Das inzwischen begonnene Rebranding betont die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Produktlinien und ihr durchgehendes Design. Der Name "Dynamics" steht für "Energie" und "Bewegung", er soll die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Produkte symbolisieren.
Unter dem Dach der Marke Microsoft Dynamics werden die bisherigen Lösungen Microsoft Business Solutions-Navision, Microsoft Business Solutions-Axapta, Microsoft CRM sowie weitere weltweit erfolgreiche Produkte zusammengeführt. Dies geht einher mit einer Umbenennung der Produkte: Microsoft Business Solutions-Axapta wird zu Microsoft Dynamics AX, Microsoft Business Solutions-Navision wird zu Microsoft Dynamics NAV, Microsoft CRM zu Microsoft Dynamics CRM.
Das Ziel von Microsoft Dynamics ist es, Unternehmen durch ein effektiveres Operieren am Markt, durch eine ganzheitliche Kundenansprache und eine optimale Unterstützung der Mitarbeiter neue Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen. Microsoft kann dabei auf seine umfassenden Erfahrungen zurückgreifen, um Mitarbeiter, Prozesse, Technologien und Kunden zusammen zu bringen.
Dazu gehört nicht nur eine einfache und verständliche Implementierung der Geschäftsprozesse, sondern ebenso die Einbeziehung von Produktivitätstools aus der Office-Welt, die Einbindung von Web-Services, E-Mail und mobilen Anwendungen sowie die Integration von Such- und Business Intelligence-Tools.
Microsoft Dynamics steht für diesen langfristigen Produktfahrplan, der sich an den Geschäftsprozessen der Unternehmen orientiert und essentielle Unternehmensanforderungen fokussieren wird. Diese langfristigen Entwicklungsvorhaben basieren auf sechs Säulen:
- Höhere Produktivität:
Mitarbeiter in Unternehmen bekleiden selten nur eine einzige Position und üben im Verlauf ihres Arbeitstages häufig verschiedene Tätigkeiten aus. Diese unterschiedlichen Aufgaben bringen es in der Regel mit sich, dass die Mitarbeiter im Laufe eines Tages verschiedene Arbeitsplätze aufsuchen müssen. Businessanwendungen sind für diese Anwender ein Werkzeug, das ihnen unabhängig von Aufgabe und Standort zu mehr Effizienz verhelfen soll. Das Herzstück der technischen Entwicklungsvorhaben von Microsoft zielt darauf, die Produktivität all jener Menschen, die tagtäglich mit den Businessanwendungen von Microsoft Dynamics arbeiten, zu erhöhen.
- Verbesserte Transparenz:
Eine allgemeine und immer wieder formulierte Anforderung an Businessanwendungen ist die Fähigkeit, die richtigen Informationen im richtigen Format stets zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen. Daher müssen Businessanwendungen über ein hohes Maß an Transparenz verfügen. Microsoft Dynamics hat es sich zum Ziel gesetzt, Softwarelösungen zu liefern, die den Anwendern die Möglichkeit bieten, auf vollständiger Datengrundlage gesicherte und klare Entscheidungen zu treffen.
- Erweiterte Konnektivität:
Unternehmen möchten mit ihren Kunden und Lieferanten Geschäfte elektronisch abwickeln, und dies möglichst effizient, persönlich und kostengünstig. Die Forderung nach erweiterter Konnektivität umfasst die tief greifende Integration von Websites, Webdiensten, E-Mail, Instant Messaging und Telefonie in die zentrale Businessanwendung und die individuellen Arbeitsweisen und Interaktionen der verschiedenen Mitarbeiter eines Unternehmens.
- Niedrige Gesamtkosten:
Businessanwendungen müssen nicht teuer sein: weder in der Evaluierung, in der Anschaffung, in der Implementierung, in der Anpassung, noch im Unterhalt. Mit den richtigen Werkzeugen lassen sich die Lösungen genau anpassen - und Kosten sparen. Eine tief greifende Integration von Microsoft Dynamics in die Windows-Infrastruktur bietet wesentliche Vorteile hinsichtlich Sicherheit und Change-Management und senkt gleichzeitig die Gesamtkosten in der Administration.
- Anpassbare Prozesse:
Die Arbeitsabläufe in einem Unternehmen umfassen die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Entscheidungen, Ressourcenverbrauch, planerische und ausführende Maßnahmen, Analysen sowie Änderungen von Geschäftsprozessen. Unternehmen benötigen Lösungen, bei denen diese Prozesse im Mittelpunkt stehen und die zukünftige Änderungen flexibel und dynamisch abbilden. Dieser Ansatz verändert das Wesen der Beziehung zwischen einem Unternehmen und seiner Anwendungssoftware grundlegend, denn die Software wird künftig noch besser und gezielter in der Lage sein, das Unternehmenswachstum voranzutreiben.
- Grundlagen:
Informationstechnologie und besonders Businessanwendungen sind für den Erfolg fast aller Unternehmen essenziell wichtig. Manager erwarten nicht nur von ihren Mitarbeitern, sondern auch von ihrer Business-Software Zuverlässigkeit, Loyalität und die Bereitschaft zu einem Feedback. Für jedes neue Release von Microsoft Dynamics beginnt der Entwicklungsprozess mit einem kundenzentrierten Schwerpunkt auf Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Die Umsetzung
Die Umsetzung dieses Produktfahrplans wird im Rahmen einer zweistufigen Produktstrategie erfolgen. In der ersten Phase werden rollenbasierte Clients eingeführt, die eine Reihe von Geschäftsprozessen im Unternehmen abbilden, beispielsweise für das Rechnungswesen oder die Produktionsplanung. Diese Nutzeroberflächen werden dabei eng mit Microsoft Office verzahnt.
In der zweiten Phase, die ab 2008 beginnt, wird eine modulare Prozesskonfiguration der Unternehmenslösungen möglich sein. Den vorläufigen Planungsendpunkt markiert eine künftige .NET-basierte ERP-Software.
Beispiel: Einbindung der Office-Welt
In welche Richtung diese Reise geht zeigt die Verzahnung der Microsoft Office-Lösungen mit den Produkten der Microsoft-Dynamics-Reihe. Mit Hilfe von Werkzeugen, die den Namen "Microsoft Dynamics Snap" tragen, können Mitarbeiter auf wichtige Geschäftsinformationen und -prozesse direkt aus Microsoft Office heraus zugreifen. Die Mitarbeiter bleiben in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung und nutzen dabei stets konsistente Daten.
Der Anwender muss nicht mehr zwischen zwei Programmen hin und her springen, um Informationen aus einer Anwendung in die andere zu kopieren. Auf diese Weise kommen Mitarbeiter schneller und zielsicherer zu den benötigten Daten, zugleich sinkt auch die Fehlerquote bei der Übertragung von Informationen. In einem ersten Schritt hat Microsoft Werkzeuge für das Zeitmanagement und den Datenzugriff bereitgestellt, die Microsoft Dynamics AX und Microsoft Dynamics CRM betreffen. Die Anwendungen können von der Internetseite www.GotDotNet.com heruntergeladen werden.




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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 