Andreas Roesler-Schmidt
HP erweitert die Palette seiner ProCurve Netzwerkprodukte um neue WLAN-Lösungen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Paradigmenwechsel: Die kabelgebundenen und kabellosen Netzwerke in Unternehmen sollen nicht länger als zwei getrennte Netzwerke betrieben und gemanaged werden.
"Der Ansatz mit zwei getrennten Netzwerken ist überholt", ist EMEA-Produkt Manager Bruno Hareng überzeugt. "Dieses Konzept stammt aus den Anfangstagen von WLAN, in denen Unternehmen erst experimentieren mussten und auch Sicherheitsaspekte durch diese Trennung berücksichtigen wollten." Allerdings sei diese Trennung für den langfristigen Erfolg von WLAN ein Hindernis. Unternehmen brauchen wegen der Zweigleisigkeit für beide Netze Personal und den Anwendern stehen meist nicht alle Applikationen übers WLAN zu Verfügung. "Die Herausforderung heute ist nicht mehr die Sicherheit im WLAN - die kann man inzwischen voraussetzen. Die Herausforderung ist jetzt das Management der kabellosen Netze."
Das ProCurve 5300xl Wireless Edge Services Modul und der Wireless Access Point 530 sollen diese gemeinsame Verwaltung kabelgebundener und kabelloser Netzwerke ermöglichen. Das ProCurve 5300xl Wireless Edge Services Modul erweitert die ProCurve Switch 5300xl Serie modularer Switches um WLAN-Funktionen. Das Modul kann mit den neuen ProCurve Radio Ports 210, 220 und 230 ergänzt werden und so wahlweise die Standards 802.11b und/oder g (als Single- oder Dual-Radio) bieten.
Die neuen ProCurve-Lösungen unterstützen eine einheitliche, einfache und sichere Verwaltung von Unternehmensnetzwerken. Die Verbindung aus den neuen Single- und Dual-Radio Ports und dem Wireless Edge Services Modul ermöglicht beispielsweise ein zentrales Management der genutzten Funkfrequenzen, eine Benutzer-Authentifizierung über das Web, ein schnelles Roaming der WLAN-Verbindung, Selbstheilungsfunktionen sowie die Erkennung nicht autorisierter Access Points, wie sie oft von Mitarbeitern in Unternehmen angeschlossen werden.
Der ProCurve Wireless Access Point 530 mit der ProCurve Identity Driven Manager Software ermöglicht er eine identitätsbasierte Zugriffskontrolle am Rand des Netzwerkes, dort wo sich der User einloggt. Dort kommen Zugriffskontrolllisten zum Einsatz, die über die Zugriffsrechte eines Users anhand seiner Identität und seiner Rolle im Unternehmen entscheiden. Bei Unternehmen mit mehreren Standorten helfen integrierte RADIUS-Authentifizierungsservices, das WLAN in Außenstellen auch dann weiterlaufen zu lassen, wenn der WAN-Link ausfällt. Die notwendigen RADIUS-Daten sind dazu nicht nur am zentralen Server, sondern auch auf dem Access Point gespeichert. Fällt die WAN-Verbindung aus, kann der WLAN-Betrieb mithilfe dieser Daten ohne Sicherheitseinbußen weiterlaufen.
Alle Lösungen unterstützen den ProCurve Identity Driven Manager (IDM). Dieser erlaubt den Netzwerkadministratoren, den Zugang zum Netzwerk automatisch zu regeln. Basierend auf Informationen zu Anwender, Standpunkt und Uhrzeit können Sicherheits- sowie Leistungs-Einstellungen für alle Netzwerkgeräte vorgenommen werden. So werden an zentraler Stelle alle notwendigen Regeln definiert, um über die ProCurve-Geräte die Zugangspunkte des Netzwerkes zu kontrollieren und zu sichern. Dadurch ist eine verbesserte Funktionalität des Netzwerkes ohne zusätzliche Ressourcen möglich.
Das zentrale Management ermöglicht mit einem Knopfdruck die Konfiguration an alle Access Points zu senden. Dazu kommt dass diese sich auf Wunsch automatisch aufeinander abstimmen und geeignete Funkkanäle wählen - die mühsame Planung der Zellstruktur eines WLAN-Netzes in größeren Gebäuden reduziert sich damit auf ein Minimum. Im Gegensatz zu dieser Einmal-Planung können sich die ProCurve Accesspoints auch laufend anpassen, da schließlich die Gegebenheiten für Funkwellen auch nicht konstant gleich bleiben.



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8/2011
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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 