Andreas Roesler-Schmidt
Ein leises "Tschk" ist das auffälligste Geräusch des HP LaserJet All-in-One 3392, das Geräte in vergleichbarer Größe normalerweise nicht von sich geben. Es kommt aus der integrierten elektrischen Heftklammermaschine. Zwar kann der kleine MFP nicht wie größere Systeme Dokumente automatisiert abheften, aber selbst diese Variante bei der man das Ausgedruckte noch am Drucker heften kann, ist sehr angenehm und bringt einen Hauch dessen, was größere Multifunktionsgeräte können auch in ein kleineres, das vom Preis her (ca. 1000 Euro) vor allem für Kleinunternehmen spannend sein dürfte. (Im Prinzip handelt es sich um eine elektrische Klammermaschine, wie man sie auch separat kaufen könnte, fix im Gerät integriert.) Dazu kommen noch der Duplexdruck sowie das Scannen bzw. Kopieren wahlweise vom Glas oder über den automatischen Dokumenteneinzug (auch der duplex).
Damit bekommen kleine Unternehmen oder große Heimbüros einen Netzwerkdrucker, der vieles vereint, was man sonst nur von größeren kennt. Die Installation im Netzwerk läuft dabei sehr einfach ab, auf den direkten Anschluss per USB wird man normalerweise eher verzichten. Sämtliche Einstellungen des 3392 können in einem Clientprogramm bequem am PC vorgenommen werden. Das übersichtlich gestaltete Programm gibt außerdem auch Auskünfte über die Tonerreserven und damit noch druckbare Seitenanzahl. Sinkt diese unter einen gewissen Schwellwert, kann sich der Anwender auf Wunsch auch via Pop-Up Meldung warnen lassen, ebenso wie über andere Drucker-Hindernisse, wie leere Papierladen. Alternativ kann der Drucker diese Meldungen auch per E-Mail an einen zuständigen Betreuer verschicken.
In Summe bietet HPs kleiner All-in-One-Laser ein sehr attraktives und vielseitiges Gerät, das in kleinen Firmen alle (Schwarzweiß-)Druck-, Kopier-, Fax-, und (Farb-)Scan-Aufgaben erfüllen und mit Extras aufwerten kann. Das Gerät kann die Lücke zwischen zu kleinen Consumer-Geräten und zu großen Maschinen füllen. Die Heftklammer-Funktion ist dabei natürlich kein wirkliches Kaufkriterium, verleiht dem Gerät aber gegenüber anderen so etwas wie Charakter und könnte so manchen überzeugen. Viele der Kleinfirmen würden sich aber wohl ein Farblaser-MFP mit demselben Funktionsumfang und ähnlichem Preis wünschen. Einige Anzeichen sprechen dafür, dass so ein Gerät später im Jahr noch kommen wird. Wer Farbe ohnehin nicht benötigt, der wird mit dem 3392 jetzt schon glücklich.




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 