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Wirtschaft

CONEX-Forum - Interview mit Christoph Standl, Software AG

Was bedeutet der SOA-Hype in der Praxis für das Unternehmen

Prozesse sind das Herzstück jeden Wettbewerbsvorteils - Christoph Strnadl, Software AG liefert im Interview Hintergründe für den Einsatz von Service Orientierten Architekturen im Management der Geschäftsprozesse.

Michael Ghezzo

Welche Bedeutung hat das Management von Geschäftsprozessen Ihrer Ansicht nach tatsächlich für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens?

Prozesse sind das Herzstück jedes Unternehmens. Die Mitarbeiter in Unternehmen und die Art und Weise, wie Prozesse in einem Unternehmen organisiert sind, machen es einzigartig. Deshalb sind Geschäftsprozesse eine wesentliche Komponente eines jeden Wettbewerbsvorteils. Viele Firmen versuchen ihre Prozesse effizienter und flexibler zu gestalten, um schneller auf neue Anforderungen und ein sich wandelndes Marktumfeld reagieren zu können. Traditionelle IT-Lösungen in den Unternehmen können mit diesen neuen Anforderungen oft nicht mithalten, denn die Unternehmens-IT ist derzeit oft anwendungs- statt prozessorientiert. Traditionelle organisatorische Optimierungs-Maßnahmen oder Prozess-Re-Design-Projekte können mit zeitgemäßen Anforderungen an Unternehmensprozesse und Veränderungsgeschwindigkeit ebenfalls nicht mithalten.

Welche Vorgangsweise empfehlen Sie Unternehmen, die ihre Prozesse zukunftsorientiert ausrichten wollen? Was sind die Erfolgsfaktoren?

Als Leitmotiv sollten sich SOA-Projektleiter ins Pflichtenheft schreiben: "Organisation ist genauso wichtig wie Technologie." Dazu gehören Punkte wie: Verständigungsprobleme zwischen IT- und Fachverantwortlichen ausräumen, zum Beispiel mit externen Mediatoren; SOA-Management und -Governance nicht erst im Nachhinein implementieren, rechtzeitig für Unterstützung des kompletten SOA-Lifecycle sorgen; mit kleinen Projekten starten und auf diesem Weg iterativ Fortschritte erzielen. Prozessoptimierung ist zentrales Motiv für SOA, Business-Process-Management ist wesentlicher Bestandteil. Anwender sehen von einer SOA letztlich nur die Benutzeroberfläche. Daher bei der Entwicklung auf benutzerfreundliche Technologien wie zum Beispiel Ajax setzen.

Wie beurteilen Sie die Rolle von SOA für das Management von Prozessen?

Die Service-orientierte Architektur (SOA) gilt als effizienteste Möglichkeit, heterogene IT-Systeme zu integrieren. Gleichzeitig gewinnt das Unternehmen an Agilität, da Geschäftsprozesse schneller an neue Marktbedingungen anpassbar sind. Firmenübernahmen, neu zu erschließende Zielmärkte, das Outsourcing von Geschäftsbereichen oder beliebige andere Änderungen im Unternehmen, die eine Neugestaltung von Arbeitsabläufen erfordern - sie alle laufen auf Basis einer SOA effizient und kostengünstig ab. Ein wesentlicher Vorteil einer SOA ist die Wiederverwendbarkeit bestehender Systeme und Programmfunktionen. Als Vorbild für die SOA kann die Automobilindustrie dienen: hier hat sich der Plattformgedanke längst durchgesetzt. Die Hersteller haben zentrale Komponenten identifiziert, die sich - gegebenenfalls leicht angepasst - immer wieder in neuen Fahrzeugmodellen verwenden lassen.

Die Software AG präsentiert als Platin-Partner Ihre Lösungen im Rahmen des CONEX Forums Geschäftsprozesse 2006, das in Wien am 29.-30. Mai 2006 stattfindet. Im Rahmen des Forums verleiht CONEX den Business Process Award 2006. Details und Anmeldung unter www.conex.co.at

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