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Lösungen

Fachhochschule Salzburg | Sun

Lernen braucht IT

Pünktlich zu Semesterbeginn im Oktober 2005 nahm die Fachhochschule (FH) Salzburg in den neu gebauten Räumlichkeiten in Urstein den Betrieb auf. Zentrale Bausteine der Hard- und Software stammen dabei von Sun.

Rüdiger Maier

"Nach einigen internen Diskussionen und aufgrund der bestehenden guten Erfahrungen mit Sun entschieden wir uns sehr schnell, sowohl vom Betriebssystem wie auch von der Hardware auf Sun zu setzen", schildert DI (FH) Florin-Cezar Guma, Leiter IT-Services und Lektor, den recht raschen Entscheidungsprozess. Nach diesem Entschluss konnte die weiter unten beschriebene Implementierung der Sun-Lösung durch das IT-Team der FH Salzburg mit Unterstützung des Wiener IPS Systemhauses (vor allem im Bereich Speicher/Back-up) beginnen.

Die FH Salzburg nahm bereits 1995 mit dem Studiengang "Telekommunikationstechnik & -systeme" den Betrieb auf und war bisher auf mehrere Standorte in der Stadt Salzburg und in Kuchl (drei Lehrgänge zu den Themen Holz und biogene Werkstoffe) verteilt. Seit 1. März 2005 ist die FH Salzburg GmbH, je zur Hälfte von Wirtschafts- und Arbeiterkammer Salzburg getragen, einzige Anbieterin von FH-Studiengängen in Salzburg.

Eröffnung nach kurzer Bauzeit

Nach nur 22 Monaten Bauzeit wurde im Herbst 2005 der Campus FH in Salzburg-Urstein eröffnet und die vorher in der Stadt Salzburg verstreuten sechs Studiengänge mit ihren knapp 1.400 Studierenden konnten in ein attraktives, mit allen technischen Freiheiten ausgestattetes Haus umziehen. An den beiden FH-Standorten arbeiten 80 hauptberuflich Lehrende und 300 externe Lektoren, ab dem nächsten Studienjahr wird das Angebot um nochmals 200 Studienplätze in medizinisch-technischen Ausbildungen erweitert.

"Wir wollen unseren Lehrenden und Studierenden eine gut funktionierende IT-Infrastruktur mit einer wachsenden Zahl von Services bieten. Dafür ist das Rechenzentrum unser zentrales Rückgrat", so Guma. Die Übersiedlung eines Rechenzentrums ist natürlich eine sehr heikle Sache und konnte auch hier nur mit größtem Einsatz bewerkstelligt werden. "Wir konnten in nur drei Tagen umsiedeln, mussten dabei aber wegen der vielen auftretenden Fragen vom Projektplan auf einen Tagesplan umstellen", schildert Guma die schwierigste Periode. Insgesamt wurden in die IT-Ausstattung etwa 2,5 Mio. Euro investiert.

Komplexe Infrastruktur effizient verwalten

Die IT-Infrastruktur der FH Salzburg umfasst derzeit rund 800 PCs, 20 Apple-Rechner und in Summe 40 Server (Windows und UNIX). An den beiden Standorten werden mehr als 1.700 Studierende, etwa 180 Angestellte sowie viele externe Lehrbeauftragte betreut. Sie haben einen Speicherbedarf von derzeit zwölf TeraByte. Eine Vielfalt an Softwarepaketen (über 90 verschiedene Applikationen) steht zur Verfügung, das FH-Netzwerk (Backbone, WAN, Cachingsystem, Firewalls usw.) wird ebenfalls von den elf Mitarbeitern der IT-Services rund um Florin-Cezar Guma betreut.

"Wir sind natürlich sehr stolz, dass sich die FH Salzburg für die Konsolidierung ihres Rechenzentrums und auch bei den Services für die Sun-Plattform entschieden hat und wir dies als Systemhaus unterstützen konnten", so Stefan Hummel, Geschäftsführer des IPS Systemhauses in Wien. Ein besonders wichtiger Aspekt im Rechenzentrum ist die regelmäßige Sicherung der Daten, um diese bei einem Ausfall rasch wieder einspielen zu können. Hier kommt als zentrales System Veritas NetBackup Server 5.1 (auf Solaris 9) zum Einsatz, der Master- und der Media-Server läuft auf einer V240, an der auch die L100-Library angeschlossen ist. Diese ist mit zwei LTO-2-Laufwerken ausgestattet, die jeweils 200 Gigabyte pro Band unkomprimiert speichern können.

"Um im Ernstfall die Daten schnell wiederherstellen zu können, wird nur ein Laufwerk für Sicherungen benutzt, das andere dient primär für Wiedereinspielungen nach einem Ausfall und für die Sicherung der NetBackup-eigenen Datenbank", erläutert Guma. Diverse Plattformen (Solaris 9 und 10 SPARC, Solaris 9 und 10 x86, Windows 2003 Server) wurden in die Lösung eingebunden. Diese Server werden täglich automatisch gesichert. Um den laufende Betrieb untertags nicht zu stören, läuft die Sicherung nur in der Nacht. In der momentanen Ausbaustufe der L100 können maximal 20 Terabyte unkomprimiert auf insgesamt 100 Bänder gesichert werden. Ein Ausbau auf insgesamt sechs LTO-2/3-Laufwerke ist möglich. Sollte die Anzahl der Bandlaufwerke nicht mehr ausreichen, lässt sich eine zweite L100 mit der vorhandenen verbinden, um damit die Kapazität fast zu verdoppeln. "Für dieses Kernsystem im Rechenzentrum haben wir auch einen Service-Vertrag abgeschlossen, um höchstmögliche Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten", so Guma. Das System ist groß genug ausgelegt und gut erweiterbar, sodass auch für die Zukunft vorgesorgt ist. Nach einem Ausflug hin zu Linux konnte man nun auch mit den Software-Lösungen von Sun wieder einen stabilen Betrieb erzielen. "Das Mailsystem von Sun erlaubt es uns etwa, eine Mail-Adresse immer aufrecht zu erhalten. Nach Abschluss des Studiums wird die alte Adresse einfach auf eine neue umgeleitet", berichtet Guma. Derzeit sind 2.500 Mail-Adressen aktiv, alte Adressen werden ohne Probleme weiter gepflegt.

Auf eine Karte gesetzt

Für Lehrende und Studierende wird der hohe Aufwand im Rechenzentrum erst spürbar, wenn sie auch entsprechende Services und Leistungen erhalten. "Unser zentrales Nutzer-Instrument ist eine Chip-Karte, auf der alle wichtigen Daten gespeichert sind und über die viele Services abgerufen werden können", erzählt der IT-Leiter. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten durch die vielen Möglichkeiten, die die Karte bietet, ist nun die Nutzerakzeptanz sehr gut. Die Karte sichert den Zutritt ins Gebäude und in die erforderlichen Räume, mit ihr kann man außerdem in der Mensa und beim Getränkeautomaten bezahlen. Darüber hinaus dient sie als Studentenausweis und erlaubt durch den Barcode, der auf der Rückseite angebracht ist, das Entlehnen von Büchern in der architektonisch besonders hervorstechenden Bibliothek. "Für unsere Mitarbeiter erledigt die Karte auch die Zeiterfassung", so Guma.

Eine besondere Lösung ließ man sich für die Nutzung der von einem Partner betriebenen Drucker im Haus einfallen. "Gibt jemand einen Druckbefehl, wird dieser zentral gespeichert und direkt am gewünschten Gerät mit der Karte ausgelöst." Das hat den Vorteil, dass es zu keinen Staus bei Druckern mehr kommt, da jeder direkt vor Ort das geeignete Gerät bestimmen kann. Damit sind auch die wohlbekannten Probleme mit dem Verschwinden von Ausdrucken, momentan nicht funktionsfähigen Geräten und der Privatheit der ausgedruckten Dokumente gelöst.

IT-Vertrag

Um die nötige Disziplin beim Umgang mit Karte und IT-Ausstattung sicherzustellen, müssen die Studierenden zum Studienbeginn ein Formular unterschreiben, das sie zu sachgemäßer Nutzung verpflichtet. "Wir wollen den Studierenden deutlich machen, dass wir solche Services nur anbieten können, wenn sich auch alle an die Spielregeln halten", weiß Guma. Aber die Ansprüche wachsen weiter und so stehen neuen Herausforderungen ins Haus. Nachdem bereits die Lektoren die Stundenpläne über PDAs verwalten können, wollen das nun auch die Studierenden. "Um den wachsenden Ansprüchen gerecht werden zu können, können wir nun beruhigt auf ein stabiles System aufsetzen", so Guma abschließend.

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Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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