Newsfeed abonnieren
Netz & Telekom

HP Storage Group

Virtuell und automatisiert speichern für Compliance

HP will durch Virtualisierung und Automatisierung der Storage-Prozesse Unternehmen bei Compliance-Anforderungen unterstützen.

Andreas Roesler-Schmidt

HP entdeckt im Storage-Bereich den eigenen Erfolg: Man ist ja seit einiger Zeit Marktführer in Österreich, hat das aber nicht kommuniziert. Laut IDC beträgt der Umsatz HPs 23,3% (2005) des Gesamtmarkts für Disk-Storage-Systeme, mehr als fünf Prozent vor der zweitplatzierten IBM. So gestärkt, geht die Storage Group nun in die Offensive und plädiert dafür, nicht bloß immer mehr Speicher einzusetzen, sondern der Herausforderung der anwachsenden Datenmengen mit intelligenteren Speicherstrategien zu begegnen.

Diese sollen in das "Next Generation Data Center" einfließen, das sich vom bisherigen mit seinen um Applikationen organisierten Inseln deutlich unterscheiden werde. "Auf den Druck der Operational Costs wird man mit Virtualisierung und erhöhtem Automatisierungsgrad reagieren", erwartet Peter Schön, Manager Enterprise Systems & Storage Group bei HP Österreich. "Durch die erhöhte Automatisierung wird auch der Standort wieder egal", ist er auch von einem Abflachen des Outsourcing-Hypes, insbesondere des Offshore-Outsourcings, überzeugt.

"Ressourcen können durch die Virtualisierung besser genützt werden, da nicht mehr jede Applikation ihre eigene Insel benötigt." Daneben lassen sich Deploys in einer virtualisierten Umgebung deutlich beschleunigen: "Man kann einen neuen Mailserver oder eine andere benötigte Applikation wesentlich schneller einrichten, als wenn man erst separat dafür Hardware installieren muss."

Als einen wesentlichen Treiber für den Storage-Bereich erwartet HP neben dem ohnehin viel zitierten generellen Zuwachs am Datenvolumen vor allem Compliance-Anforderungen, auch wenn kleinere Unternehmen diese noch unterschätzen. "Der Druck, Daten auch wieder finden zu können, wird durch die diversen Auflagen an die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen immer größer", meint Schön. "So muss das E-Mail eines CFOs aufgrund der SEC-Bestimmungen unbedingt wieder auffindbar sein." Ebenso sorgen gesetzliche Anforderungen wie das Speichern von Call Records für gewaltiges Datenwachstum bei Telekom-Unternehmen. "Aber das betrifft nicht nur US-börsennotierte oder große Unternehmen. Spätestens beim nächsten Audit merken auch kleinere Unternehmen, dass Wirtschaftsprüfer immer mehr auch die IT checken."

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss möglichst viel automatisiert werden. "Wir sprechen ja nicht mehr nur von Daten - es handelt sich um Informationen von unterschiedlicher Qualität, die entsprechend berücksichtigt werden muss." So müssen die Call Records der Telcos einen bestimmten Zeitraum aufgehoben, dann aber unbedingt gelöscht werden. "Information Lifecycle Management sorgt dafür, dass das automatisiert geschehen kann", erklärt Schön. Informationen werden anhand ihrer Qualität nach entsprechenden Policies unterschiedlich behandelt. "Zum Beispiel können Mails oder Dateien, auf die länger nicht zugegriffen wird vom teuren hochverfügbaren Speicher automatisch auf einen preiswerteren verschoben werden, ohne das Anwender davon irgendetwas bemerken." Die Daten bleiben für sie genauso verfügbar, lediglich die Ladezeiten sind eventuell etwas größer. Bei HP sorgt FSE (StorageWorks File System Extender) für diese automatische Verlagerung von Dateien in mehrstufigen Speicherlösungen, wobei die Policies auch von übergelagerten bereits eingesetzten Archivierungslösungen kommen können. Der Begriff "File System Extender" drückt bereits aus, dass aus der Anwenderperspektive immer noch mit ein und dem selben Share gearbeitet wird.

Aber ILM muss nicht zwangsläufig aus einer Lösung bestehen, die erst für den Mittelstand erschwinglich wird: "Für eine Rechtsanwaltskanzlei kann der ILM auch darin bestehen, eine wirkungsvolle manuelle Backup-Strategie zu benützen, wo zumindest das Wiederfinden der Daten auch erprobt ist." Schließlich macht die FSE-Lösung erst ab 5-10 Terabyte Datenvolumen Sinn. Compliance-Anforderungen wird man dann gerecht: Das System kann WORM-Medien oder ein WORM-Filesystem benützen.

www.hp.com/austria

weitersagen: drucken
Speicherlösungen

maximize
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum