"Unser Erfolg ist die Zufriedenheit der Patienten" - dieser Leitsatz steht für das Landesklinikum Krems an oberster Stelle. Bei DI Dr. Günther Krenn, IT-Leiter im Krankenhaus, ist das nicht anders. Er jedoch denkt dabei neben den Menschen auch an eine gesunde IT-Infrastruktur - und genau daran hat es beim Krankenhaus Krems zuletzt gekrankt. Jetzt ist sein persönlicher "Patient" wieder gesund. Die "Therapie": Eine neue LAN- und WLAN-Switching-Infrastruktur von HP ProCurve Networking, die vom HP Elite Partner Telekom Austria implementiert wurde.
"Wir wussten, dass insbesondere durch den Neubau des Trakts für die Strahlentherapie und die in Zukunft anfallenden Datenmengen durch die bevorstehende Digitalisierung des Röntgens, die über unsere IT laufen, bearbeitet und archiviert werden müssen, unsere alte Switching-Infrastruktur nicht mehr ausreichend sein würde", erklärt Krenn die Notwendigkeit, die alten Systeme auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei lag das Hauptaugenmerk nicht nur auf einer verbesserten LAN-Umgebung. Auch eine neue WLAN-Struktur soll den Ärzten die Dokumentation bei der Visite in der Bettenstation des neuen Strahlentherapie-Gebäudes die Arbeit erleichtern.
Wichtigste Voraussetzung: Ausfallsicherheit
Im Vordergrund bei der Planung lag für Krenn vor allem der Punkt der Ausfallsicherheit. "Gerade im Gesundheitsbereich müssen viele, teils behandlungsrelevante Patientendaten und Bilder aufgerufen und bearbeitet werden - und das schnell und zuverlässig. Ein Verlust von Dokumenten oder der Ausfall von Systemen könnte weit reichende Folgen nach sich ziehen. Deshalb war die Redundanz der neuen Komponenten für uns ein Muss", erläutert Krenn.
Nach einer umfassenden Netzwerk-Analyse und mehreren Angeboten entschied sich Krenn, auf HP ProCurve-Komponenten sowie das Know-how von Telekom Austria als Implementierungs- und Supportpartner zu setzen. "Das hervorragende Preis/Leistungs-Verhältnis, die im Vergleich zur Konkurrenz weit geringeren Folgekosten durch lebenslange Garantie, die Qualität der HP Switches sowie die gute Zusammenarbeit, die wir mit Telekom Austria schon bei anderen Projekten pflegten, haben uns letztlich überzeugt", beschreibt Krenn die Entscheidung.
Implementierung bei laufendem Betrieb
Im
Jänner 2005 startete die Umsetzung des ehrgeizigen Projekts. In der ersten Phase
wurde die gesamte LAN-Switching-Infrastruktur im Hauptgebäude des Krankenhauses
Krems auf HP ProCurve-Komponenten umgestellt - Schritt für Schritt, wie Martin
Schlöglhofer, Key Account Manager in der Business Solutions NÖ von Telekom Austria
beschreibt: "Die Implementierung der neuen Switches in das bestehende Netz des
Landesklinikums Krems fand bei laufendem Betrieb statt. Daher galt es für das
Team rund um Ing. Michael Hajek, jeden alten Switch einzeln vom System zu nehmen
und durch einen neuen ProCurve-Switch zu ersetzen." Das Risiko eines kurzzeitigen
Ausfalls wurde dabei in Kauf genommen - bewusst, wie Schlöglhofer erklärt, denn
das Vertrauen in die eigene Vorbereitungsleistung war groß: "Wir haben vor Ort
alle neuen Geräte assembliert, upgedatet, konfiguriert und getestet und waren
mit ausreichend Ersatzkomponenten ausgestattet. Zudem hatten wir mit Dr. Krenn
vom Landesklinikum Krems einen Mann vor Ort, der das Netzwerk und seine Schwachstellen
bis ins kleinste Detail kennt. So hätten wir im Extremfall auf jede Eventualität
schnell reagieren können", weiß Schlöglhofer.
Dass es nicht zu einem solchen Ausfall-Szenario gekommen ist, ist auch der hohen Qualität und einfachen Handhabung der HP ProCurve Switches zu verdanken. "Unsere Switches bieten durch ihre Standard-Basierung ein hohes Maß an Flexibilität für verschiedenste Anwendungen innerhalb einer IT-Infrastruktur und lassen sich durch ihre modulare Struktur einfach in jedes vorhandene Netzwerk einbinden", erklärt Wolfgang Gumprecht, Business Manager Austria von HP ProCurve Networking. Das Vertrauen in die Qualität der eigenen Produkte beweist zudem die lebenslange Garantie, die HP ProCurve auf jede einzelne Komponente gibt. Von den Lüftern bis hin zu den Anschlüssen - tritt ein Defekt auf, wird das fehlerhafte Teil innerhalb eines Werktages ohne zusätzliche Kosten ausgetauscht. "Damit geben wir unseren Kunden höchsten Investitionsschutz und Zukunftssicherheit beim Aufbau einer leistungsstarken IT-Infrastruktur", so Gumprecht weiter.
HP ProCurve Switches - hohe Performance und Investitionsschutz
In der LAN-Umgebung beim Krankenhaus Krems kamen verschiedene HP ProCurve Switches der 5300xl-, der 4100gl- und der 2600-Serie zum Einsatz. Zwei HP ProCurve 5300xl Switches fungieren als Core Switches. Diese Switches wurden mit ihrer Gigabit-Performance speziell für Netzwerke mit hohen Auslastungen entwickelt.
In den einzelnen Stockwerken des Krankenhauses sorgen 13 HP ProCurve 4104gl bzw. ein HP ProCurve 2626 für bestmöglichen Datendurchsatz. Für höchsten Ausfallschutz sorgt der redundante Aufbau des Netzwerks. Sollte ein Switch ausfallen, übernimmt sofort ein anderer dessen Funktion. Eine einfache Administration wird zudem durch das zentrale Netzwerkmanagement mit dem HP ProCurve Manager Plus ermöglicht. Der HP ProCurve Identity Driven Manager, der das zentrale Management der Zugriffsrechte einzelner Anwender regelt und überwacht, sorgt weiters für hohe Netzwerksicherheit.
WLAN erleichtert Visite
Reibungslos wie der Ausbau der LAN-Infrastruktur in den Hauptgebäuden, der im Februar 2005 abgeschlossen war, ging auch die Implementierung der Switching-Umgebung im neu errichteten Krankenhaus-Trakt für die Strahlentherapie von statten. Den Kern stellte hierbei die komplett neue WLAN-Lösung für die Bettenstation dar. Das Ziel war eine flächendeckende WLAN-Versorgung ohne Unterbrechung. Um die Anzahl der dafür notwendigen Access Points sowie die optimalen Positionen zu ermitteln, wurde das gesamte Stockwerk von den Funkspezialisten von Telekom Austria komplett ausgemessen. Letztlich kamen zehn HP Procurve Access Points in redundanter Ausführung zum Einsatz.
Zwei Access Control Server 740wl in Verbindung mit zwei HP ProCurve Access Controller Modulen und dem Software-Tool HP ProCurve Mobility Manager sorgen für eine sichere Authentifizierung. Als Core-Switches wurden im neuen Gebäude zwei HP ProCurve 5300xl verwendet, die über, auf verschiedenen Wegen geführte Glasfaserleitungen in einem doppelten LWL(Lichtwellenleiter)-Ring mit den Core-Switches im Hauptgebäude verbunden und wie alle übrigen Komponenten im neuen Strahlentherapie-Trakt redundant ausgelegt sind. Damit ist die Ausfallsicherheit in höchstem Maße gesichert.
Schon kurz nach der Fertigstellung der neuen WLAN-Lösung zeigt sich Krenn begeistert von den Vorteilen, die diese mit sich bringt: "Mussten unsere Ärzte und Schwestern bei der Visite früher mit Stift und Krankenakte von Zimmer zu Zimmer ziehen, sind jetzt die Voraussetzungen geschaffen, die komplette digitale Krankenakte am Bett verfügbar zu haben und somit Dokumentationen und Anforderungen direkt elektronisch über das WLAN in das System zu übertragen, was eine wesentliche Arbeitserleichterung darstellt."
Erfolgreiche Projektabwicklung dank guter Kooperation
Im Dezember 2005 wurde zum letzten Mal an die neuen Switching- und WLAN-Lösungen Hand angelegt und das Projekt abgeschlossen. Um die Administration des neuen Systems kümmert sich Krenn selbst. Sollte eine Komponente ausfallen, steht ihm zum einen für jeden Switch ein identisches Ersatzgerät zur Verfügung, wie auch zum anderen der Support von Telekom Austria. Bislang hat er dieses Service aber noch nicht in Anspruch nehmen müssen, denn alle Anwendungen des Landesklinikums Krems - von der Verwaltung bis hin zu digital archivierten Krankengeschichten - laufen seit der Implementierung ohne Probleme. "Das Ergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen", beschreibt Krenn seine ersten Erfahrungen mit den neuen Systemkomponenten. Für ihn ist die neue Infrastruktur aber nicht nur eine Bestätigung, auf die richtigen Produkte gesetzt zu haben. Der guten Kooperation zwischen ihm, Telekom Austria und HP ProCurve schreibt er einen Großteil des Erfolges zu. "Erst die gute und effektive Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglichte es, unsere Wünsche optimal zu verwirklichen."
Über das Landesklinikum Krems
Das Landesklinikum Krems wurde 1981 erbaut. Es beschäftigt 160 Ärzte und 540 Personen Pflegepersonal. Das Krankenhaus umfasst folgende Abteilungen: Anästhesiologie und Intensivmedizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Interne Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Orthopädie, Pneumologie, Strahlentherapie, Unfallchirurgie und Urologie. Daneben unterhält das Klinikum Institute für med. chem. Labordiagnostik, Pathologie, phys. Medizin und Rehabilitation, Präventiv- und angewandte Sportmedizin sowie Radiologie. Seit 1.1.2006 ist es Teil der Niederösterreichischen Landesklinikenholding. Weitere Informationen unter www.lknoe.at.




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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 