In österreichischen Trafiken wird in Zukunft der Verkauf von Prepaidkarten als klassischer Rubbelbon nicht mehr stattfinden. Die Codes, die man in der Vergangenheit aufgerubbelt hat, werden jetzt über ein Terminal in der Trafik ausgedruckt.
Pro Transaktion erfolgt eine hochsichere Datenverbindung vom Terminal bis zum Datencenter in Brüssel, bei der die Codes übertragen werden. Alle heimischen Mobilfunkprovider haben sich mit dem Vertriebspartner Tobaccoland auf dieses "E-Loading" System geeinigt. Die dafür notwendige und aufwendige Infrastruktur hat A1 entwickelt und zur Verfügung gestellt. A1 hat Mobilfunk- und IT-Services ideal kombiniert und konnte von der IP-Adressvergabe bis zum ausfallsicheren Datenrouting sogar alle Anforderungen übererfüllen.
Sichere und hochverfügbare Infrastruktur von A1
In jedem dieser Terminals befindet sich eine A1-SIM Karte. Will ein Trafikkunde sein Prepaid-Handy "nachladen", gibt der Trafikant den Auftrag ins Terminal ein - prompt wird der neue Code ausgedruckt. Der Geschäftsvorgang dauert nur wenige Sekunden und führt auch bei regem Betrieb in der Trafik zu keinen Staus.
Basis für die hohe Verfügbarkeit ist die Anbindung des Terminals über drei Träger an das A1 Core-Netz. Der primäre Träger ist GPRS. Fällt dieser aus, kommt GSM als Fallback zum Einsatz. Fällt auch GSM aus, findet die Einwahl der Terminals über das analoge Festnetz in das A1 Rechenzentrum statt. Dort werden alle Träger zusammengeführt und die Daten über Standleitungen bis ins Datencenter nach Brüssel weitergeleitet. Wichtig ist, dass es keine Berührungspunkte mit dem Internet gibt und somit durch A1 eine hoch sichere Datenübertragung gewährleistet ist.
Kombinierte Mobilfunk- und IT-Services von A1
Zusätzlich kommen einige Sicherheits- & Routingmaßnahmen sowie Protokollumwandlungen zum Einsatz. Da die drei Träger auf unterschiedlichen Technologien aufbauen, muss im Rechenzentrum von A1 eine Umwandlung der Trägerprotokolle in IP stattfinden. Weiters bekommen die Terminals trägerunabhängig eine private IP-Adresse zugeteilt und sind neben der klassischen Telefonie auch für den offiziellen Internetzugang gesperrt. Sobald ein Träger ausgefallen ist, baut das Terminal automatisch die Verbindung über den nächsten verfügbaren Träger wieder auf.
Die Authentifizierung, die IP-Adressvergabe und das Routing werden im Rechenzentrum von A1 durchgeführt und sind für jeden Träger ident. So ist gewährleistet, dass die Datenübertragung vom Terminal bis zum Datencenter in Brüssel nach denselben Sicherheitsrichtlinien erfolgt und die Codes immer hochsicher übertragen werden, egal welcher Träger verwendet wird.
Karl Gorz, Business Solution Manager und Verantwortlicher von A1: "Die Wahrscheinlichkeit, dass einmal alle drei Träger versagen, ist minimal. Mit dieser Infrastruktur sowie der Kombination von Mobilfunk- & IT- Services haben wir die Anforderungen von Tobaccoland übertroffen und eine solide Basis für zukünftige Dienstleistungen der Tobaccoland geschaffen."
Vorteile dieser komplexen Lösung
Mit dieser Lösung von A1 wird der Vertrieb der Prepaid-Codes für alle Mobilfunkbetreiber, Tobaccoland und die Trafiken einfacher und effizienter. Die Logistikkosten im Zusammenhang mit den physischen Bons fallen weg, ebenso Lagerkosten und -risiko. Und der Bestellzyklus wird durch das "On Demand"-Verfahren sehr vereinfacht.
Bei zehn Millionen Stück Prepaid-Bons, die in den Trafiken jährlich verkauft werden, wird durch A1 eine beachtliche Kette an Vorteilen ermöglicht. Johann Scherzer, Gesamtverantwortlicher seitens Tobaccoland: "Alle Trafiken, die wollen, können das System installieren. Die Kosten pro Terminal belaufen sich auf einmalige 389 Euro. Wenn es so weitergeht sind Ende 2006 4.500 Trafiken an dieses System angebunden." Für das "E-Loading"-System von Tobaccoland ergeben sich etliche weitere Einsatzmöglichkeiten. So können schon heute der so genannte Dienstleistungs-Scheck und einige Gutscheine über das Terminal bezogen werde. "Und das ist erst der Anfang", sind sich Scherzer und Gorz einig.




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8/2011
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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 