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Wirtschaft

iSCSI & SAN erfolgreich monitoren

Speichertrends auf dem CONEX Forum Hochverfügbarkeit

Am 9. und 10. Mai 2006 findet das CONEX Forum IT-Infrastruktur und Hochverfügbarkeit statt. Gerald Zögl von LB-Systems nimmt im Vorfeld der Veranstaltung zu den wichtigsten Speichertrends 2006 Stellung.

Michael Ghezzo: iSCSI ist eine der wichtigsten Zukunftstechnologien im Storageumfeld - Was verbirgt sich hinter dem Hype und welchen Nutzen bringt iSCSI für Unternehmen?

Gerald Zögl: iSCSI ist heute dort, wo viele Experten diese Technologie bereits für 2003 erwartet hatten. Durch die Entwicklung eigener Host Bus Adapter (HBA) mit integrierter Transport Offload Engine (TOE) erfüllt iSCSI nun die Erwartungen punkto Performance und Sicherheit. iSCSI ermöglicht gegenüber Fibrechannel eine deutliche Kostensenkung im Bereich der Connectivity. Selbstverständlich ist diese Technologie nicht für jede Aufgabenstellung die perfekte Lösung. Systeme welche die Möglichkeit haben, einen echten Storage Pool für unterschiedliche Anforderungen zur Verfügung zu stellen und dabei verschiedene Technologien nutzen, können mit der Hilfe von iSCSI Storage Managment bedeutend kostengünstiger und damit auch effizienter machen. Durch ein zentrales Management können so Performance kritische Hosts (Datenbank, etc) aus diesem Pool via Fibre Channel bedient werden, andere Hosts (Fileservices, etc) werden hingegen über eine kostengünstige iSCSI Verbindung angeschlossen. Das Management der Daten bleibt zentral.

Michael Ghezzo: Storage Area Networks sind bereits in vielen Unternehmen im Einsatz - Glauben Sie, dass die Speicherressourcen in den meisten Unternehmen effizient genutzt werden?

Gerald Zögl: Aus unserer Sicht ist diese Frage mit NEIN zu beantworten. Oft sind Systeme im Einsatz welche nur zu einem Bruchteil ausgelastet sind. Unzureichende Beratung beziehungsweise ein Mangel an Erfahrung führen zu überhöhten Ausgaben durch Ankauf von überdimensionierten Systemen. Kaum eine Installation verfügt über ein wirklich aussagekräftiges SAN Monitoring - das führt dazu, dass die Performance nicht wirklich aufgeteilt beziehungsweise kontrolliert werden kann.

Michael Ghezzo: Warum sollten sich Unternehmen um mehr Transparenz in der Speicherinfrastruktur bemühen?

Gerald Zögl: Wenn heute Speichersystem ausfallen, so gibt es dafür zwei Hauptgründe: Durch menschliches Versagen - primär durch Konfigurationsfehler bzw. unzureichender Konfiguration oder durch Fehler im Zuge von Wartungsarbeiten sowie durch Hardware-Defekte. In beiden Fällen gibt es Vorzeichen, die einen Ausfall ankündigen. Nur sind eben diese Vorzeichen ohne echtes SAN Monitoring kaum zu erkennen.

Michael Ghezzo: Welche Möglichkeiten gibt es für Administratoren, die Vorgänge im Speichernetzwerk transparent zu machen?

Gerald Zögl: Die einzige Möglichkeit um einen Echtzeit-Überblick über die Vorgänge in einem Speichernetzwerk zu bekommen, ist echtes SAN Monitoring. Bisher wurde ein Speichernetzwerk meist als Blackbox angesehen: "Don´t touch it - don´t even think about it." Aus Sicht der Speichernetzwerkhersteller absolut nachvollziehbar - so ist eine enge Bindung zum Kunden garantiert. Auch fehlten in der Vergangenheit erschwingliche Werkzeuge, wie Netwisdom, das von Finisar entwickelt wurde. Solche Tools machen Transparenz im Speichernetzwerk auf einfache Art und Weise möglich - zentral für Fibre Channel wie auch für iSCSI. Erste Installationen zeigen, dass die Admins nun über ihr Speichersystem besser Bescheid wissen als jene die das System verkauft bzw. installiert haben.

Gerald Zögl ist Geschäftsführer von LB-Systems und Referent auf dem CONEX Event "Forum IT-Infrastruktur und Hochverfügbarkeit 2006", das am 9. und 10. Mai in Wien stattfindet, und an hand zahlreicher erfolgreicher Beispiele, wie ÖBB, Egger oder Magna Steyr die aktuellen Trends im Speicher- und Systemmanagement aufzeigt. Details unter www.conex.co.at

Information per eMail zu aktuellen CONEX Foren: strassl@conex.co.at

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MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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