Andreas Roesler-Schmidt
Erfreulicher Weise setzt nunmehr auch HP auf Widescreen-Notebooks, zumindest bei Consumer-Geräten wie dem Pavilion dv5096, einem von einem AMD Turion Prozessor angetriebenen 15,4-Zoll WXGA-Notebook. Das Gerät ist leistungsfähig genug, um als Desktop-Ersatz durchzugehen, ausgenommen sind hier - wie meistens - natürlich Gamer mit höheren Ansprüchen. Wobei die hervorragende Verarbeitung den Notebook robust genug für das Schleppen von einer LAN-Party zur nächsten machen würde. Die Verarbeitungsqualität zieht sich bis in die Details durch. Beim Touchpad ist zum Beispiel jener Bereich, der fürs Scrollen reserviert ist, geriffelt ausgeführt, wodurch das im Gegensatz zu anderen Notebooks auch immer gelingt. Man ertastet schlichtweg, ob man im Maussteuerungs- oder Scrollteil des Touchpads ist. Eine gut durchdachte Kleinigkeit, die im Alltag viel bringt.
Auch einem weiteren Display-Trend folgt HP: So setzt man nun ebenfalls Bildschirmtechnik (bei HP "BrightView" genannt) ein, die zwar ein wenig mehr spiegelt, das aber durch deutlich bessere Kontraste wettmacht. Es ist der erste HP-Laptop seit längerem, dessen Bild mir nicht flau vorkommt, auch wenn man einwenden muss, dass die Qualität noch nicht an die Displays von Sony oder Toshiba heranreicht. Überspitzt formuliert ist zwar die erhöhte Verspiegelung da, aber das Bild wurde nicht im gleichen Verhältnis kräftiger. Es ließ sich jedoch mit ein paar Spielereien in den Grafikkarteneinstellungen auf eine gute, alltagstaugliche Qualität bringen. Consumer-Anwender könnte aber die unsaubere Schwarz-Darstellung beim DVD-Schauen stören. Da schimmert die Hintergrundbeleuchtung durch.
Die Ausstattung des Geräts ist komplett: Neben allen Standardanschlüssen und einem 6-in-1 Card-Reader sorgen eingebaute Altec Lansing Lautsprecher dafür, dass man auch im stationären Betrieb nicht unbedingt externe Lautsprecher benötigt - für einen Laptop bieten sie nämlich sehr guten Klang. Ein nettes Gadget und bei Laptops eher ungewöhnlich ist das LightSribe-Laufwerk. Mit der LightSribe-Technologie lassen sich selbst gebrannte CDs mit dem Laser des Laufwerks beschriften, so dass die Fummelei mit Klebeetiketten entfällt. In Summe ein sehr brauchbares Consumer-Notebook.




1/2012
8/2011
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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 