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Hard & Software

Interview mit Wolfgang Horak, Fujistus Siemens Österreich

Bestes Jahresergebnis

Mit 120 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern bei einem Umsatz von 6,7 Milliarden Euro (vorbehaltlich der finalen Finanzprüfung) verzeichnete Fujitsu Siemens Computers im Geschäftsjahr 2005 das beste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte. Ein guter Grund, um mit dem neuen Österreich-Chef Wolfgang Horak über Pläne und Ziele für das mit April startende neue Geschäftsjahr zu sprechen.

Rüdiger Maier

"Ich stehe für Kontinuität und für das klare Bekenntnis zu unseren Partnern. Gleichzeitig wird es aber auch Veränderungen und Verbesserungen geben, um unserem Wachstumsprogramm "go for growth" zum Durchbruch zu verhelfen", gibt sich Horak dynamisch in seiner neuen Rolle. Der sportliche - "Ich laufe auch im Hotel jeden Morgen am Laufband" - und Siemens-erfahrene Managing Director sammelte dazu bereits von seinen Mitarbeitern Vorschläge ("feedback for success") ein: "Von etwa 75 Mitarbeitern erhielten wir 400 Vorschläge, die wir offen einer Bewertung unterzogen."

Deutlich wurde aus der Befragung, dass es vor allem gilt, die Komplexität im Unternehmen zu reduzieren und jedem Mitarbeiter aufzuzeigen, wofür das Unternehmen steht und was sein persönlicher Beitrag daran ist. "Jedes Unternehmen, also auch wir, lebt vom persönlichen Einsatz der Mitarbeiter. Der Erfolg ist also direkt gekoppelt mit der Identifikation und Motivation der Mitarbeiter", so Horak. Daher wurde in einer Veranstaltung für jeden Einzelnen anhand seiner Rolle im Unternehmen ein Arbeitsplan mit den erwarteten Aktivitäten erarbeitet.

Kontinuierliche Verbesserung

Gleichzeitig sollen intern die beiden Organisationseinheiten für "Großkunden" und "Klein- und Mittelbetriebe" enger zusammengeführt werden. "Wir stehen in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und wollen in allen Bereichen unsere Struktur optimieren", analysiert Horak. Dafür ist der Managing Director derzeit viel unterwegs, um "Best Practice Beispiele" im Konzern zu sammeln und nach Österreich zu bringen. "Da lade ich etwa einen deutschen Spezialisten für unseren Bereich "Digital Home" ein, der uns seine Erfahrungen weitergibt und als Vorbild dienen kann."

Neben dem digitalisierten Zuhause sind die Themen "Mobilität" und "Dynamisches Datenzentrum" Kernthemen des Anbieters. Da hier - wie zuletzt auf der Cebit zu sehen - laufend neue Produkte und Konzepte vorgestellt werden, gilt es, zunächst intern zu schulen und Spezialisten zu entwickeln, die das Wissen dann zu den Partnern tragen können. "Die größten Wünsche unserer Partner sind die Präsenz beim Kunden und der dauernde Wissenstransfer, um auch immer die neuesten Produkte und Lösungen anbieten zu können", weiß Horak. Daher nimmt die Zahl der Schulungen und Zertifizierungen für die Partner zu. "Die Geschäfte laufen heute anders und erfordern sehr viel Wissen, um die wachsenden Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können." Einen wichtigen Beitrag sollen im neuen Geschäftsjahr auch die "Product Related Services" (PRS) leisten: "Die Service-Expertise von PRS fügt sich perfekt in unser Gesamtportfolio ein. Sie wird unser Angebot im Bereiche Dynamic Data Center deutlich stärken und zusätzlichen Nutzen für unsere Kunden generieren", so Horak.

Das digitale Heim

Gerade auch im Bereich "Digital Home" gelte es, die Vorteile bei den Kunden sehr einfach und übersichtlich darzustellen. Hier muss auch das Angebot gut zusammenpassen, die Kostenstruktur stimmen und letztlich das Vertrauen da sein: "Im digitalen Wohnbereich ist für mich das "Local Hero"-Prinzip wichtig: Die hier vorhandenen Blockaden kann nur ein vertrauenswürdiger und eingesessener lokaler Anbieter aufbrechen, der die Menschen gut berät", so Horak. Nachgedacht wird daher über den Aufbau einer entsprechenden Trainingsstruktur, auch die Aktivitäten anderer Hersteller und der Wirtschaft wünscht sich Horak: "Gemeinsam lässt sich das Thema digitales Zuhause sicher leichter unter die Leute bringen!"

Die Veränderungen im Unternehmen sollen bis Anfang April möglichst weit gediehen sein, um das neue Geschäftsjahr mit optimierten Strukturen und frischem Elan angehen zu können. Dann gelte es auch, etwa im Bereich Channel-Betreuung einen geeigneten neuen Manager zu engagieren: "Ich schaue mich schon um, aber bisher habe ich die richtige Person noch nicht gefunden".

www.fujistu-siemens.at

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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