MONITOR-Autor und Studienverfasser Dipl.-Ing. Georg Lankmayr (INSET Unternehmensberatung) ist Spezialist in Sachen "Mobilität und IT". Er beleuchtet im ersten Teil der Mobilitäts-Serie (ab S. 18) ausgewählte Erkenntnisse aus seiner neuen Studie "Mobile Business Solutions". Dabei wurden über 700 Business-Anwender aus verschiedensten Branchen befragt.
Die Ergebnisse zeigen, wo das Einsatz- und Marktpotenzial am größten ist und durch welche mobilen Lösungen Unternehmen am stärksten profitieren können. Und Lankmayr hat gleich eine gute Nachricht für "mobile Mitarbeiter": Der Markt bietet heuer erstmals ein Endgerät, das "die Sprache" der öffentlichen Breitbandnetze (UMTS/HSDPA) ebenso spricht wie die alternativer lokaler Übertragungstechnologien (IP-Networks/WLAN). Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass der Markt noch immer durch ein ausgeprägtes Defizit an innovativen Gesamtlösungen (beispielsweise Endgerät, Softwarelizenz und Datentarif im Paketpreis) in seiner weiteren Entwicklung gehemmt wird. Der mobile Kunde wird jedenfalls dem Anbieter folgen, der den Branchenkontext sowie die Mobilitäts- und Informationsbedürfnisse relevanter Zielgruppen möglichst genau versteht, daraus ein integriertes Lösungsangebot entwickelt und letztlich messbare Vorteile aufzeigen kann, die eine Investition als sinnvoll erscheinen lassen.
Techniktrends und Sicherheit
Einen Vorgeschmack auf die Zukunft des "Mobile Business" vermittelten auch der 3GSM World Congress in Barcelona sowie die CeBIT in Hannover. MONITOR-Autor Klaus Lorbeer hat die beiden Veranstaltungen besucht und gefunden, dass die Mobilfunkanbieter jedenfalls höhere Up- und Download-Geschwindigkeiten bieten müssen, um mit den Möglichkeiten des Festnetzes mithalten zu können. Ermöglicht wird dies durch die HSPA-Technik (High Speed Packet Access). Gegenwärtig sind ausschließlich HSPA-PC-Karten für Notebooks erhältlich, die entsprechenden Handys sind für das erste Halbjahr 2006 angekündigt. Ob sich HSPA auch bei den Kunden durchsetzen wird, hängt laut Analysten sicher auch von der Preisgestaltung der Dienste ab (Stichwort: Flatrates). Die Fortschrittsspirale dreht sich aber rasant weiter: Experten diskutieren bereits Nachfolgetechnologien wie 3G LTE (Long Term Evolution), auch als Super 3G bezeichnet. Diese Technik soll Downloadraten von 100 Mbit/s bieten und damit eine echte Alternative zum Festnetz darstellen. Lesen Sie den ganzen Text ab S. 32.
Während Firmennetze heute oft ausreichend geschützt sind, gilt das bei mobilen Systemen nicht. Gehen Notebooks, Smartphones oder USB-Sticks mit Unternehmensdaten unterwegs verloren, kann man nur hoffen, dass sie nicht in die falschen Hände geraten. Martin Odenthal von Pointsec warnt in seinem Text auf S. 26: Für Hacker bildet ein mit Bordmitteln geschütztes Gerät kein ernsthaftes Hindernis. Notwendig ist hier eine vollständige Integration in unternehmensweite Sicherheitsmaßnahmen, sodass Mitarbeiter nur solche Geräte und Datenträger nutzen dürfen, die vollständig verschlüsselt sind. Zu den fundamentalen Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens gehören neben der Verwendung hinreichend sicherer Passwörter auch die Verschlüsselungsmethode, eine Beschreibung der Installationsprozeduren sowie die Vergabe von Administrationsrechten.
Transparente Handelsketten
Seit heuer finden Sie im MONITOR regelmäßig die Rubrik "Branchen-Monitor", diesmal beleuchten wir den "Handel" (ab S. 37). In vielen Handelsunternehmen sind B2B-Infrastrukturen aus kleinen Anfängen heraus historisch gewachsen, die das Potenzial einer integrierten Zusammenarbeit nicht ausschöpfen. Spencer Marlow und Michael Leuschner von Sterling Commerce widmen sich in ihrem Fachbeitrag dieser weit verbreiteten Problematik. So können diese Systeme die eigentliche Aufgabe strategischer IT - nämlich Wirtschaftlichkeit und gesundes Wachstum eines Unternehmens zu fördern - nicht leisten. Doch um ein strategisches Transaktionsmanagement zu realisieren, müssen Hersteller und Handel ihre vorhandenen Systeme nicht über Bord werfen. Für eine kurzfristige Effizienzsteigerung und eine langfristig erfolgreiche Integration über Unternehmensgrenzen hinweg gilt es, alle Partner entlang einer Wertschöpfungskette einzubinden. Eine Lösung dafür bietet Multi-Enterprise-Collaboration (MEC) - eine strategische Sichtweise, die über die Unternehmensgrenzen hinausgeht.
ERP-Zufriedenheitsstudie
Die Datensammlung zur heurigen ERP-Zufriedenheitsstudie (ERP-Z) Österreich kommt in ihre heiße Phase, MONITOR ist dabei exklusiver Medienpartner. Wenn Sie ERP-Nutzer sind und bei der Befragung noch nicht teilgenommen haben, dann lesen Sie gleich den Text über die ERP-Projektkosten (ab S. 40) des ERP-Z-Initiators Dr. Eric Scherer, und machen Sie mit bei der Studie, die auch Ihnen nützliche Informationen bringt! Mit der ERP-Z wurden nämlich erstmals umfassende Daten auch zu den Projektkosten gesammelt, die für alle Anwender wichtig und interessant sind!
Einen guten Start in den Frühling und eine aufschlussreiche MONITOR-Lektüre wünscht Ihnen Ihr
Rüdiger Maier



1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 