Eine Studie von Dr. Pascal Sieber & Partners und der Unternehmensberatung Lucas-Nülle Consulting & Partner, die der E-Business-Spezialist hybris mit seinen Schweizer Partnern Unic Internet Solutions, Online Consulting und Screen Concept in Auftrag gegeben hat, zeigt jetzt: Unternehmen wissen sehr wohl, dass aktuelle Informationen im Online-Shop oder am Telefon mit einem Lieferanten unentbehrlich sind, um ein gutes Geschäft abzuschließen.
Ebenso ist ihnen bewusst, dass die Erstellung eines Printkatalogs und seiner Varianten in anderen Sprachen um ein Vielfaches preiswerter wird, wenn man Daten zentral pflegt. Dennoch haben sich aus dem Kreis derjenigen Unternehmen, für die sich der Einsatz einer PIM-Lösung auf der Buy-Side potenziell lohnen würde, bisher nur rund 20 Prozent tatsächlich dafür entschieden. Bei der Nutzung von PIM für die Sell-Side sind es sogar unter 10 Prozent der Unternehmen.
Ein Vergleich von Unternehmen ohne PIM-Lösung mit Firmen, die ihre Produktdaten bereits zentral verwalten, belegt enormes Einsparpotenzial: Industrieunternehmen müssen für die Produktdatenpflege jährlich durchschnittlich 176 Minuten pro Artikel veranschlagen. Wer bereits mit einem PIM-System arbeitet, kann den Aufwand um den Faktor 7 auf 25 Minuten reduzieren.
Ähnlich groß sind die Unterschiede bei der Katalogerstellung: Durchschnittlich wendet ein Unternehmen 312 CHF für die Erstellung einer Katalogseite auf. Mit dem Einsatz einer PIM-Lösung belaufen sich die Kosten auf nur rund 100 CHF pro Seite. Immerhin ist der gedruckte Katalog für zwei Drittel aller Unternehmen noch immer eines der wichtigsten Vertriebsinstrumente, gefolgt von Portalen und Webshops (39 Prozent beziehungsweise 35 Prozent).
Das deckt ein weiteres Feld für Marktchancen auf: Denn obwohl rund 63 Prozent der Unternehmen international tätig sind, produziert der überwiegende Teil seine Kataloge nicht in der jeweiligen Landessprache. Mit einer PIM-Lösung, die die Erstellungskosten für weitere Kataloge enorm verringert, kann sich ein Unternehmen mit lokalisiertem Material Wettbewerbsvorteile sichern.
Die Marktbefragung unter rund 190 Schweizer Unternehmen zeigte zudem die größten Hemmschuhe für die Einführung einer PIM-Lösung: Unternehmen beschäftigen sich an unterschiedlichen Stellen mit Produktinformationen. Die Folge: Das Wissen über zentrales Product Information Management und seine Vorteile ist im Marketing, im Vertrieb und im Kunden-Service verstreut, so dass es kaum in einem Unternehmen einen zentralen Verantwortlichen für die Einführung einer Lösung gibt.
"Die dezentrale Verwaltung von Produktinformationen in Unternehmen verstellt den Weg zu einem enormen Einsparpotenzial", sagt Ariel Lüdi, Vorsitzender der Geschäftsleitung von hybris. "Wir wollen mit der Studie ‚Product Information Management in der Schweiz' Klarheit in die Begriffe und die technologischen Ansätze von PIM bringen und den Einstieg ins Thema mit einem Leitfaden zur Projektvorgehensweise erleichtern."
Die Marktforscher Lucas-Nülle Consulting & Partner und Dr. Pascal Sieber & Partners haben im Rahmen der Untersuchung einen Kriterien-Katalog erstellt, für welche Unternehmen sich eine Einführung grundsätzlich lohnen kann. Wer sich für die vollständige Studie inklusive vier Best-Practise-Lösungen - unter anderem mit Referenzen der Unternehmen Schneeberger und Kistler - interessiert, kann sie unter http://pim.pascal-sieber.ch für 320 CHF bestellen.



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 