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Strategien

SUN Fire-Serversysteme T1000 und T2000

Sun stellt neue "Rekord"-Server vor

Sun Microsystems hat seine neuen Sun Fire Serversysteme T1000 und T2000 nun auch in Österreich vorgestellt. Die Web- und Netzwerkserver arbeiten auf Basis des neuen UltraSPARC T1 Prozessors mit der patentierten "CoolThreads"-Technologie. Mit diesem "Multicore-Multithreading"-Ansatz könnte ein großer Wurf gelungen zu sein.

Alexander Hackl

Dank dieser Technologie gelingt es, nahezu ein gesamtes Serverrack auf einem einzigen Chip zu platzieren. Die neuen Sun Fire Server sind die ersten Systeme, die von Grund auf für Internet Workloads konzipiert wurden. Die auf Basis des UltraSPARC T1 Prozessors entwickelte Serverreihe erzielte bereits sieben Benchmark-Weltrekorde und setzt zudem in puncto Energieeffizienz und Formfaktor neue Maßstäbe.

Der T1 arbeitet mit acht Cores, von denen wiederum jeder vier unabhängige Befehlsfolgen ("Threads") abarbeiten. Die Cores takten mit je 1,2 Gigahertz zwar relativ langsam, erzielen aber, so Sun, aufgrund des Multicore-Multithreading-Ansatzes bis zu fünffache Performance bei 80 Prozent weniger Stromverbrauch gegenüber Konkurrenzsystemen. Der Prozessor produziert auch deutlich weniger Abwärme und verringert somit den Kühlaufwand.

Mit der Entwicklung (vier Jahre) war Sun schneller als im Zeitplan vorgesehen. Dazu Sun-Vizepräsident Alfred Desantis, der als Vater des Ultrasparc T1-Prozessors gilt: "Ich hatte ein großartiges Team von 225 Spezialisten aus mehreren Unternehmen um mich. Die Entwicklung verlief nahezu reibungslos, denn das Design hatte von Beginn an keine konzeptionellen Fehler. Um das zu schaffen, muss man gut sein, aber auch Glück haben."

Die Thread-Technologie erläutert Desantis so: "Um auf den Speicher zuzugreifen, braucht ein traditioneller Prozessor bis zu 1000 Rechenzyklen. Man kann die Taktzahl erhöhen wie man will, diese Pause wird es immer geben. Wir überbrücken durch die Threads diese Pause." - "Das ist eben kein Fließbandkonzept, beim Ultrasparc T1 arbeiten wirklich alle Threads gleichzeitig", fügt Alexander Jenewein, Sales Manager bei Sun Österreich, hinzu. "Der Prozessor hat auch deutlich weniger physikalische Teile und Anschlüsse als die Konkurrenzprodukte, damit ist die Fehleranfälligkeit reduziert", erklärt der Datacenter-Spezialist.

Der neue Sun Fire Server T1000 ist ab 3200 Euro verfügbar. Er ist als System mit einer Höheneinheit (1U) und einer Tiefe von 19 Inches (48,26 Zentimeter) vor allem für den Einsatz in Web- und Netzwerk-Infrastrukturen prädestiniert. Der Sun Fire T2000 ist zum Preis ab 7300,- Euro verfügbar. Er misst zwei Höheneinheiten (2U) und 24,3 Inches (61,72 Zentimeter). Durch sein extrem redundant ausgelegtes Design bietet der Sun Fire T2000 Server hohe Verfügbarkeit und eignet sich insbesondere für Web-Tier Konsolidierungsprojekte. Beide Systeme werden mit vier, sechs oder acht Prozessorkernen bis zu 1,2 GHz Taktfrequenz ausgeliefert, wobei jeder dieser Cores vier Prozesse gleichzeitig ausführen kann.

Design offengelegt

Sun Microsystems hat auch die Architektur des Chips mit dem Befehlssatz "Ultrasparc 2005" und die Spezifikationen der Hypervisor-API offengelegt. Die Dokumentation steht auf der Web-Site der Opensparc-Initiative zum Download bereit. Mit Hilfe dieser technischen Informationen können Entwickler Linux, BSD und weitere Betriebssystemplattformen sowie Middleware und Applikationen auf den Ultrasparc T1 portieren. Mit der Bereitstellung der Dokumentation beabsichtigt Sun, die sich neu formierende Open Source-Community rund um Chip Multi Threading-Architekturen zu fördern sowie Unternehmen zu unterstützen, die eine Portierung von Betriebssystemen und weiteren Anwendungen auf Ultrasparc-T1-basierende Umgebungen evaluieren. Desantis erklärt die Design-Offenlegung so: "Wir wollen wie mit Java eine echte Community schaffen. Schon die Leute, die aus der Schule kommen, sollen wissen, was Sparc ist."

Sun Österreich Chef Bernhard Isemann sieht die Marktchancen für den T1000 und T2000 rosig: "Wir erwarten uns große Absatzsteigerungen. Schon jetzt hat sich Sun im Highend-Bereich wieder mehr als stabilisiert. Im Midrange-Bereich sind wir deutlich gewachsen." Und Desantis meint zu den Absatzzielen augenzwinkernd: "Wir wollen IBM vom Markt fegen."

www.sun.at

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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