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Konica Minolta

Konzentration auf das Druckergeschäft

Nach der Auflösung der Abteilung für Digitalkameras will man sich nun bei Konica Minolta wieder ganz auf das Drucken konzentrieren. Frank Akihary stellte in Wien die neue Strategie vor.

Frank Akihary, General Manager Konica Minolta Printing Solutions (PS) EMEA für Marketing und Verkauf, wirkte irgendwie erleichtert: "Der Markt für Digitalkameras ist äußerst schwierig und von einem kontinuierlichen Preisverfall gekennzeichnet. Nach unserem Ausstieg können wir uns nun wieder ganz unserem angestammten Bereich des Druckens widmen."

Selbst die mediale Aufmerksamkeit war ganz auf die digitale Fotografie gerichtet, da sich dieses Thema einfacher darstellen lasse. Aber auch das Druckgeschäft ist kein einfaches: "Wir können nicht weiterhin mit denselben Produkten zu unseren Stammkunden gehen, wenn wir wachsen wollen", weiß Akihary. Darüber hinaus herrscht auch hier - wenn auch in überschaubareren Grenzen - permanenter Preisverfall. Und die Weltwirtschaft tut ein Übriges: "Viele japanische Unternehmen stecken derzeit in großen Umwälzungen, die Aktienkurse sind gesunken. Wir wollen aber unseren Verpflichtungen gegenüber den Aktionären nachkommen können", ist Akihary offen. Man könne nicht mehr wie früher die Vergangenheit für Vorhersagen nutzen, sondern müsse - wie die Fluggesellschaften - immer flexibler agieren.

2005 blieb unter den zu hohen Erwartungen

Das Jahr 2005 sei bei fast allen Druckerherstellern nicht ganz so gut verlaufen wie erwartet. Mit 22,3% Steigerung liegt das Unternehmen immerhin über dem von IDC prognostizierten europäischen Marktwachstum von 20%. In Österreich konnte man etwa bei Farb-Laserdruckern ein besseres Ergebnis als in Deutschland erzielen. "Unser klares Ziel ist es, in den gut entwickelten Märkten unter den Druckerherstellern mindestens den dritten Platz einzunehmen."

HP sei absolut dominant, dann aber beginne der Kampf um die Ränge. In den noch zu entwickelnden Märkten in Europa wolle man in zwei bis drei Jahren zumindest unter die Top 10 kommen. In Österreich ist man bei sehr kleinen Unternehmen und im Endkonsumenten-Geschäft sehr gut vertreten. Gerade hier tobe allerdings ein ruinöser Wettkampf: "Ein Verkaufspreis unter 299,- € ist für uns völlig unprofitabel, da wollen und können wir nicht mitgehen", so Akihary.

Klein- und Mittelbetriebe als Zukunftsmarkt

In Marktstudien fand man vielmehr heraus, dass der Preisverfall für höherwertige und netzwerkfähige Drucker wesentlich geringer ist. So habe man sich vorgenommen, besonders bei Unternehmen mit 5-19 Mitarbeitern bis ins dritte Quartal dieses Jahres von 3% auf 13% Marktanteil zu wachsen. Hier habe man, so Akihary, eine Schwäche von HP und eine gute Chance im Markt erkannt. Die will man nun durch den gezielten Ausbau von Silber- (von 7 auf 35), Gold- (von 2 auf 6) und Platin-Partnern (von 4 auf 7) nutzen.

Die neuen Partner sollen sich verstärkt um "vertikale Marktbearbeitung" bemühen, also mit Lösungen und Service gezielt in attraktive Segmente wie Agenturen oder Versicherungen hineingehen. "Hier ist genaue Planung und ein längerfristiges Engagement notwendig, das wir als japanisches Unternehmen aber natürlich anstreben", versichert Akihary seinen neuen Partnern.

Gleichzeitig wolle man zunächst die Lager der Händler durch Aktionen leeren, und dann zur Cebit das Konzept "PowerPack" präsentieren. Dabei werden vier Netzwerk- und PostScript-fähige Drucker unterschiedlicher Preiskategorien mit fünf speziellen Zusatzleistungen (garantierter Rückgabewert; Preisermäßigungen auf optionale Ausstattung; 3-Jahres-Garantie; freie Schulungen und Software) angeboten. Darüber hinaus ist die Einrichtung einer eigenen Magicolor-Akademie geplant, in der sich Händler zertifizieren können: "In Österreich können wir damit aber sicher nicht vor dem 1. Juli starten", so Akihary. Für Großkunden wird ebenfalls auf der Cebit ein so genanntes "Click Programm" vorgestellt.

www.konicaminolta.at


Neuer Geschäftsführer für Deutschland und Österreich

Konica Minolta Printing Solutions (PS) hat sich für Thomas Grethe als künftigen Geschäftsführer der deutschen Niederlassung in München entschieden, der auch für Österreich verantwortlich sein wird. Grethe leitete als Director Sales bei Oki Systems (Deutschland GmbH) den gesamten Vertrieb und gilt als ausgewiesener Channel-Fachmann. Bis er das Ruder übernimmt, wird weiterhin Frank Akihary, General Manager of Sales and Marketing EMEA, die Geschäfte in Deutschland und

 

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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