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Hard & Software

Andreas' Tech Watch

Unbeschreiblicher Handschrift-PC

Fujitsus Lifebook P1510 bringt den Tablet PC auf eine brauchbare Größe, spart aber an falscher Stelle.

Andreas Roesler-Schmidt

Was dem Notebook der Subnotebook ist dem Tablet PC das Fujitsu Siemens Lifebook P1510 - den man konsequenter Weise als Sub-Tablet PC bezeichnen müsste. Denn es ist der bisher kleinste Tablet PC. Während das Gros der Gattung genau jene Arbeitsweise, die das Klischee suggeriert - also irgendwo stehend mit Tablet am Arm darauf schreibend - von Größe und Gewicht her absolut unmöglich macht, scheint das Format des Lifebook dazu durchaus geeignet.

Das Gerät im Convertible-Design (also mit Tastaturteil und dreh/schwenkbaren Display) ist angenehm klein und nur ein Kilo leicht. Damit können sogar Schwächlinge lässig mit dem Tablet am Arm arbeiten. Es scheint für die klassischen Datenerfassungsanwendungen wie geschaffen. Und die kompakten Abmessungen würden es auch sonst als leichtes Subnotebook auf Reisen interessant machen.

Als einziges Notebook wird man damit allerdings vielleicht nicht auskommen. Dem 8,9-Zoll Display verdanken wir zwar die angenehmen Abmessungen, für dauerhaftes Arbeiten ist es aber recht anstrengend und zwar nicht nur für den User: Insbesondere im Tablet-Hochformat tut sich Windows schwer diverse Fenster überhaupt darzustellen. Fenster die sich in der Größe nicht verändern lassen, wird man öfters einfach nicht ganz lesen können. Das ist aber, wenn die persönlichen Anforderungen sonst für dieses Gerät sprechen, zu verschmerzen. Immerhin ist es dank der Abmessungen der erste praktikable Tablet PC.

Schlimmer ist jedoch die Schrifterkennungstechnologie und damit spreche ich jetzt gar nicht von der nach wie vor miserablen Erkennungsrate der Windows XP Tablet Edition. Während die meisten größeren Geräte mit berührungslosen Eingabestiften arbeiten, wurde beim Lifebook an dieser Stelle offensichtlich gespart. Ein primitiver Plastikgriffel arbeitet per Kontakt mit dem Display zusammen ("passiver Digitizer"). Das Problem dabei: Will man den großen Vorteil der natürlichen Schreib- und Arbeitsweise ausnützen, liegt die Hand mit dem Stift am Schirm (so wie sie das beim Schreiben auf Papier auch macht). Beim Lifebook wird die aufgelegte Hand jedoch genauso als Eingabe erkannt wie die Berührung mit dem Stift - folglich wird kein einziger Buchstabe richtig erkannt. Man müsste also völlig unnatürlich mit der Hand in der Luft schreiben. In der Praxis wird man meist die Tastatur nützen, und sich über den Stift nur beim Websurfen und ähnlichem freuen.

Dennoch ist es alles in allem ein angenehmes Gerät für bestimmte Einsatzszenarien - vom Notizgerät für Meetings bis zu den typischen Daten erfassenden Branchenanwendungen. Man sollte nur um die Einschränkungen (Digitizer, Display) bescheid wissen und abwägen. Aber wo bleibt eigentlich der Convertible Sub-Tablet PC im 12 Zoll Format mit aktivem Digitizer und identischen Akkulaufzeiten und Abmessungen gewöhnlicher Subnotebooks?

www.fujitsu-siemens.at

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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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